Auch Ortsmittelpunkt Thema im Rat Martinshöhe Neubaugebiet-Erschließung startet bald

Martinshöhe · In der Gewanne „Zur Rennwiese“ – wo es früher auch bäuerliche Pferderennen gab – soll es nun schnell gehen mit der Vorbereitung zunächst 20 neuer Bauplätze für Wohnhäuser.

 Der überwiegende Teil des Baugebietes liegt auf der linken Seite der Straße in Blickrichtung Ort.

Der überwiegende Teil des Baugebietes liegt auf der linken Seite der Straße in Blickrichtung Ort.

Foto: Norbert Schwarz

Zum Erschließen des neuen Baugebietes „Zur Rennwiese“ stehen die Westpfälzischen Ver- und Entsorgungsbetriebe aus Kaiserslautern (WVE) in den Startlöchern. Losgehen soll es mit den eigentlichen Arbeiten noch diesen Herbst. Darüber informierte Ortsbürgermeister Hartwig Schneider den Ortsgemeinderat bei der jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus.

Den Bebauungsplan und die Vorgehensweise bei den Erschließungsarbeiten erläuterte Manuel Rummler, Bauleiter der Verbandgemeinde Bruchmühlbach-Miesau.

In zwei Bauabschnitte gliedere sich der Bebauungsplan, so Rummler bei der Planskizzierung. Im ersten Bauabschnitt sollen mehr als 20 Grundstücke erschlossen werden, neun weitere baureife Grundstücke werden im zweiten Bauabschnitt folgen. Nichts geändert hat sich an der Gesamtzahl von 31 baureifen Grundstücken. In der topografischen Betrachtung gibt es einen nördlichen und südlichen Teil des Bebauungsplanes. Dieser sei insgesamt rechtskräftig.

Für besonders wichtig erachtete Rummler den Hinweis, dass im jetzigen Bebauungsplan bereits das Schaffen eines Verkehrskreisel aus Richtung Landstuhl bei der Landstraße 465 vorgesehen ist: „Es liegt somit Baurecht vor, was natürlich bedeutet, dass schon jetzt bei der Verkehrsplanung und möglicherweise auch im Landeshaushalt entsprechende Fördermittel vorgesehen werden können. Der Kreuzungspunkt in unmittelbarer Nähe des Baugebietes ist allen hinreichend bekannt. Mit der neuen Verkehrsführung wird ein ganz wesentlicher Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet. Daneben erfährt nach meiner Einschätzung auch der Ort Martinshöhe städtebaulich eine Aufwertung.“

In den Mittelpunkt seiner planerischen Betrachtung rückte der Bauamtsleiter insbesondere den ersten Bauabschnitt. Der Straßenausbau werde im Endstufenausbau vorgenommen. Es gibt zwei Planstraße, welche insgesamt die 22 Bauplätze erschließen. Straßennamen haben die Ratsmitglieder dafür noch nicht vergeben, Rummler sprach von der Planstraße A und der Planstraße B. Außer den Müllfahrzeugen und Dienstleistungsfahrzeugen sei nicht mit größeren Verkehrsbelastungen zu rechnen. Der Unterbau ist deshalb auf einen halben Meter beschränkt. Die Tragfähigkeit sei damit ausreichend.

Fahrbahn und Bürgersteige werden im höhengleichen Niveau geplant und sollen so hergestellt werden. Die etwas kürzere Planstraße B soll nur eine einseitige Rinne bekommen, weil das Verkehrsaufkommen dort wesentlich geringer sei. Die Anliegerstraße „Seiters“ ist eine Erschließungsstraße für das neue Baugebiet. Die Anbindung macht Geländesicherungsarbeiten notwendig. Höherliegende Grundstücksflächen werden Mauerscheiben gesichert. Das Herstellen der Gehsteigflächen erfolgt mit Pfälzer Pflaster. Dieses ist auch in anderen Straßen in Martinshöhe bereits eingebaut. Zu einer Veränderung im optischen Gesamteindruck wird es deshalb nicht kommen. Im Trennsystem stellt die WVE als Erschließungsträger den Entwässerungskanal her. Eine Kanalleitung für das schmutzige Abwasser, eine für das unbelastete Oberflächenwasser.

Die wasserrechtliche Erlaubnis zum Bau eines Regenrückhaltebeckens mit einem Fassungsvermögen von 910 Kubikmetern ist erteilt worden. Hinter dem Mönchbauwerk kann notfalls das gesammelte Wasser des überlaufende Beckens breitflächig versickern. Das Ratsmitglied Oskar Hemmer war bei den späteren Diskussionen die Frage auf, ob aus Gründen der Verkehrssicherheit das Rückhaltebecken nicht eingezäunt werden muss. Bauamtsleiter Rummler ließ das Bejahen der Frage offen und verwies auf gleichgelagerte Fälle in der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau, wo es nicht geschehen sei und sicherte nochmals eine Prüfung des Sicherheitsaspektes zu. Das Rückhaltebecken wird nach seiner Fertigstellung kostenfrei ins Eigentum der Verbandsgemeindewerke übergehen, weil Bestandteil der gesamten Entwässerungsanlage. Die Unterhaltung des Rückhaltebeckens fällt dementsprechend auch in die Zuständigkeit der Werke. Eine Frage, die zuvor auch das Ratsmitglied Hemmer nochmals aufgeworfen hatte.

Hemmer wollte auch weitere Informationen zu den Erschließungskosten insgesamt, weil die ja von den künftigen Grundstückseigentümern zu tragen sind (vertragliche Regelung). Zu dieser Frage musste Bauamtsleiter Rummler jedoch passen, den die Preisentwicklung auch bei der Erschließungskosten gestalte sich mehr als turbulent: „Asphaltpreise sind jetzt gleichfalls „Tagespreise“, eine Kalkulation somit nachvollziehbar mehr als schwierig!“ Sicher sei, dass in diesem Jahr die Gesamterschließung vorgenommen wird und kommendes Frühjahr die neuen Grundstückseigentümer bauen können. Der Ausführungsplanung wie vorgetragen wurde zugestimmt.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort