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Ortsdurchfahrt und Hauptwasserleitung Winterbach vor Sanierung

Ortsdurchfahrt wird mitsamt ebenfalls maroder Hauptwasserleitung erneuert : Winterbach: Flickenteppich verschwindet

Infolge der wachsenden Zahl von Rohrbrüchen wird auch die Wasserleitung unter der Ortsdurchfahrt erneuert.

Auf eine Länge von rund 600 Metern wird der Zweckverband Wasserversorgung Sickingerhöhe-Wallhalbtal die Hauptleitung in der Landstuhler- und Zweibrücker Straße erneuern. Zweckverband und Landesbetrieb Mobilität arbeiten dabei Hand in Hand und stimmen sich ab.

Sobald die Hauptleitung für die Wasserversorgung verlegt und die 32 Hausanschlüsse ans neue Leitungsnetz angeschlossen sind, wird der Landesbetrieb Mobilität (LBM Kaiserslautern) die Landstraße 469 in der Ortsdurchfahrt Winterbach abfräsen und die Fahrbahndecke erneuern. Der Flickenteppich, wie derzeit optisch und geräuschtechnisch feststellbar, wird dann verschwinden.

Diplom-Ingenieur Martin Breitsch vom Planungsbüro Dilger aus Dahn stellte das geplante Projekt vor, das mit rund 475 000 Euro im Wirtschaftsplan des Zweckverbandes veranschlagt ist. Zwei Gewässer müssen beim Neuverlegen der Wasserversorgungsleitung gekreuzt werden. Im Druckspülverfahren erfolgt die Leitungsverlegung.

Die alte Hauptversorgungsleitung ist in Fahrtrichtung Zweibrücken auf der südlichen Straßenseite verlegt, teilweise auch im Bürgersteig. Die neue Hauptleitung kommt auf die gegenüberliegende Straßenseite. Das „Umhängen“ der 32 Hausanschlüsse, welche die Versorgung zu den einzelnen Abnehmern bewirken, erfolgt nach Verlegung des Hauptstrangs.

In Bauabschnitten werden die Arbeiten ausgeführt. Martin Breitsch ging auf die Auskreuzungspunkte näher ein. Für die öffentliche Ausschreibung sind die Arbeiten vorbereitet. Wenn alles nach nach Plan läuft, könne im Herbst mit den Arbeiten begonnen werden.

Dass der Zweckverband Wasserversorgung Sickingerhöhe-Wallhalbtal und der Landesbetrieb Mobilität gemeinsam an einem Strang damit sich in einer Gemeinschaftsmaßnahme der Straßenzustand verbessert, bedurfte einer intensiven Vorbereitung. Dazu erläuterte Werkleiter Joachim Becker: „Wir haben unser Ziel erreicht, der Zweckverband wird unter der Erde arbeiten, der Landesbetrieb darüber. Die vielbefahrene Landstuhler Straße/Zweibrücker Straße, der L 469, im Ortsteil Winterbach, wird eine neue Fahrbahn bekommen. Wenn alles klappt, werden wir noch in diesem Herbst mit den Arbeiten an der Hauptwasserleitung loslegen, so unsere zeitliche Planung.“

Die Leitungserneuerung hatte sich zuletzt immer mehr angedeutet. Werkleiter Joachim Becker: „Vermehrt müssen unsere Mitarbeiter Rohbrüche innerhalb der Ortsdurchfahrt von Winterbach beheben. Nach unseren Recherchen ist dieser Hauptwasserleitungsstrang Ende der fünfziger Jahre mit einer Stärke von DN 100 verlegt worden. Kein Gussrohr, sondern schon eine PVC-Leitung. Durch die fortlaufenden Reparaturarbeiten und die Absicht der Straßenverkehrsbehörde, welche für das Land die bevorstehenden Arbeiten organisiert, zumindest die Fahrbahn zu erneuern, kommt uns das gelegen, jetzt die störanfällige Hauptversorgungsleitung zumindest auf die Länge der Fahrbahnerneuerung gleichfalls auszutauschen. Der in den neunziger Jahren gebaute Entwässerungskanal ist in Ordnung, dort besteht für das Kanalwerk kein Handlungsbedarf.“

Für Ortsbürgermeister Andreas Weizel ist die ins Haus stehende Großbaumaßnahme dringend notwendig. „Klagen der Straßenanlieger über den schlechten Fahrbahnzustand haben vermehrt zugenommen. Es wird mir oftmals berichtet, dass das Geschirr in den Schränken klappert, wenn schwerer Fahrzeugverkehr durch Winterbach rollt. Sowas kann nerven!“

Weil die Corona-Pandemie ohnehin die Arbeit aller erschwert, ließ sich Verbandsgemeinde-Bürgermeister Thomas Peifer als Zweckverbandsvorsitzender zugleich in einem Vorratsbeschluss die Ermächtigung dafür geben, dass nach der Arbeitsausschreibung Peifer im Einvernehmen mit seinem Stellvertreter die Arbeiten an den billigsten Bieter vergeben kann. Die Zweckverbandsmitglieder waren einstimmig mit einer solchen Vorgehensweise einverstanden.

Dass eine Leitungserneuerung weitaus mehr ins Geld geht, statt eine Leitung neu zu bauen, konnten die Mitglieder bei der Arbeitsvergabe für den Bau einer neuen Versorgungsleitung im Neubaugebiet „Griesweg“ von Maßweiler erkennen. Auf eine Länge von rund 110 Metern soll dort eine neue Versorgungsleitung DN 100 verlegt werden. Auch diese Planung stellte Breitsch im Gremium vor. Es wird mit Kosten von 70 000 Euro gerechnet. Auch diese Arbeiten sollen öffentlich ausgeschrieben werden.