Ohne Bürgersinn kein Gemeinwesen

Südwestpfalz-Landrat Hans Jörg Duppré ist stolz auf die Bürger und dankbar für deren Hilfsbereitschaft. Das machte er am Freitag beim Neujahrsempfang des Landkreises deutlich. Große Aufgaben stehen an.

"Wir werden große Aufgaben zu bewältigen haben", sagte Landrat Hans Jörg Duppré am Freitag zu Beginn seiner Rede beim Neujahrsempfang des Landkreises Südwestpfalz in der Hornbacher Pirminiushalle. Diese Aufgabe würde auch im Landkreis ihre Spuren hinterlassen. Um sie zu bewältigen, vertraut der Landrat auf das bürgerschaftliche Engagement in den sozialen Einrichtungen, kirchlichen Organisationen, den Hilfsdiensten und den Vereinen.

Über 250 Vertreter dieser Institutionen sowie aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren der Einladung des Landrats gefolgt. Duppré ist stolz auf und dankbar für die Hilfsbereitschaft. Gerade in dieser "besonders zugespitzten Situation" bewähre sich "der Bürgersinn, eine unverzichtbare Voraussetzung unseres freiheitlichen, sozialen Gemeinwesens. Ohne diesen Bürgersinn funktioniert unser Staat nicht".

Das Staatswesen könne den Bürgern nicht aufgezwungen werden, es müsse gewollt werden. Das gelte auch für die Menschen, die hierher kommen und bleiben wollen. "Das erreichen wir am besten, indem wir diesen Gemeinsinn entschlossen in unseren Gemeinden vorleben." Duppré warnte aber auch vor Überforderung des Bürgersinns. Auch vor der Materiellen. Deshalb müssten die wirtschaftlichen Grundlagen auch im Landkreis gesichert werden. Durch die Schaffung von Arbeit. Das zeigten die wirtschaftlichen Maßnahmen von Hauenstein bis Zweibrücken. Die Politik möchte auch eine gute Ausbildung für die Kinder und jungen Leute sichern. Das zeigen die vorgesehenen Investitionen in Kindergärten und Schulen. Der Landkreis möchte auch eine zukunftsfähige Infrastruktur. Dazu zählte der Landrat neben der verkehrlichen Anbindung auch einen modernen Internetanschluss. Auch die Energiesicherheit mit neuen Strategien bleibt ein Ziel.

Diese Herausforderungen in der Region dürfen nicht an den "augenblicklichen Zwängen" scheitern. Die Aufgabe könne nur in einem friedlichen Gemeinwesen und geordneten Staatswesen gelingen. Auch wenn das Staatsverständnis von der persönlichen Freiheit ausgehe, könne der Einzelne diese nicht schrankenlos ausleben. Duppré: "Vor allem darf er seine Freiheit nicht missbrauchen auf Kosten der Freiheit anderer." Das geschehe in einem demokratischen Staatswesen durch die Rechtsordnung, die alle akzeptieren und die auch durchgesetzt werden müsse. Hornbachs Bürgermeister Reiner Hohn hatte die Gäste in der Pirminiushalle begrüßt. Ein Grußwort sprach die Markgräfin Sickinger Land, Lisa-Marie Mangold. Die Popband der Kreismusikschule "Mustard - spicy & delicious" umrahmte die Veranstaltung musikalisch. Der Karosserie-Spengler Johannes Zäuner aus Vinningen, der im vergangenen August an der Berufsweltmeisterschaft in Brasilien teilgenommen hat, wurde für die Leistung vom Landrat geehrt.