Nur ein Teil der Wahrheit

Personal bei der Polizei

Unsere Ministerpräsidentin Malu Dreyer und unser Innenminister Roger Lewentz haben schon vor dem Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Kaiserslautern in der Presse erklärt, dass man mehr Polizeibeamte einstellen wird. In den Jahren 2017/18 sollen das etwa 500 Beamte sein. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) betonte, mit rund 450 neuen Polizisten in diesem und dem kommenden Jahr sei die höchste Einstellungszahl erreicht, die es je in Rheinland-Pfalz gab. Damit solle die anstehende Pensionierungswelle abgefedert werden, so die Aussage der Gewerkschaft (GdP). Das heißt, in den nächsten zwei Jahren werden etwa 450 Beamte eingestellt. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Daran schließen sich in der Regel zwei Jahre bei der Bereitschaftspolizei an. Es dauert also fünf Jahre, bis die Beamte in den Einzeldienst kommen. Wieviel Beamte in den nächsten zwei Jahren in Pension gehen oder durch Krankheit ausscheiden, verrät die politische Führung nicht.

Rheinland-Pfalz hat fünf Polizeipräsidien. Ein Präsidium hat zirka 14 nachgeordnete Dienststellen. Das kann man alles im Internet nachlesen. Diese wollen alle personell versorgt sein.

Die Berechnungen, die der Landtagsabgeordnete Christoph Gensch gemacht und in Ihrer Zeitung dargestellt hat, sind nicht so weit von der Wahrheit entfernt. Ich fand es schon bemerkenswert, dass sich der Innenminister Lewentz persönlich bemüßig fühlte, auf die Darstellung von Christoph Gensch in Ihrer Zeitung zu antworten. Die Politik nennt immer nur einen Teil (zum Beispie, wie viele Beamte eingestellt werden) des Gesamtpaketes. Natürlich verkaufen sich 450 Neueinstellungen in der Presse besser.

Wie viele ausscheiden, das benennen sie nicht gerne. Das würde ihre ja ach so gute Darstellung mindern. Über das wahre Ausmaß des Dilemmas lässt man den Bürger lieber im dunkeln. Das Volk wird sich schon beruhigen nach einiger Zeit.