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Notruf 112 aus der Südwestpfalz geht bald in Landau ein

Notruf 112 aus der Südwestpfalz geht bald in Landau ein

Zweibrücken/Pirmasens. Wenn Bürger aus Zweibrücken oder aus dem Landkreis Südwestpfalz ab Herbst 2009 die 112 wählen, dann kommt ihr Anruf direkt in Landau an. Dort wurde jetzt der öffentlich-rechtliche Vertrag über die Einrichtung und den Betrieb der Integrierten Leitstelle Südpfalz unterzeichnet

Zweibrücken/Pirmasens. Wenn Bürger aus Zweibrücken oder aus dem Landkreis Südwestpfalz ab Herbst 2009 die 112 wählen, dann kommt ihr Anruf direkt in Landau an. Dort wurde jetzt der öffentlich-rechtliche Vertrag über die Einrichtung und den Betrieb der Integrierten Leitstelle Südpfalz unterzeichnet. In der Leitstelle werden dann Hilfegesuche nicht polizeilicher Art, die über den einheitlichen Notruf 112 eingehen, angenommen und koordiniert. Die Anrufe aus sechs Gebietskörperschaften, darunter auch der Landkreis Süwestpfalz sowie die Städte Pirmasens und Zweibrücken, werden hier eingehen. Dass die Landauer Leitstelle alle Hilfegesuche nicht polizeilicher Art koordiniert heißt, dass dort Notrufe aufeinander abgestimmt werden, die den Rettungsdienst, den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz betreffen. Die Einsatzkräfte vor Ort werden dann entsprechend zugeteilt. Noch befindet sich die Integrierte Leitstelle auf dem Gelände der Landauer Feuerwehr im Bau. Erst Ende des Jahres soll das rund 800 Quadratmeter große und 1,5 Millionen teure Gebäude fertig gestellt werden. Ab März 2009 soll dann damit begonnen werden, die technischen Apparaturen einzubauen. Bis zum Herbst nächsten Jahres soll die Leitstelle voll funktionsfähig sein. "Die Technik verschlingt nochmals 1,8 Millionen Euro, wird aber komplett vom Land Rheinland-Pfalz finanziert", erklärte Peter Grüßner, zuständiger Abteilungsleiter des Innenministeriums. Auch 40 Prozent der Personalkosten würden vom Land übernommen. Das Zuständigkeitsgebiet der Leitstelle, die mit ihren Leistungen die Landkreise Südwestpfalz, Germersheim und Südliche Weinstraße sowie die Städte Zweibrücken, Pirmasens und Landau abdeckt, erstreckt sich über 2270 Quadratkilometer. Im Zentrum des blockförmigen Neubaus auf dem Gelände der Landauer Feuerwehr befindet sich die so genannte Leitstellenzentrale. Darin werden acht Computer-Arbeitsplätze eingerichtet. An ihnen sitzen im 24-Stunden-Dienst die Disponenten, die dann für die Versorgung von 460000 Bürgern zuständig sind. Landau ist neben Trier, Bad Kreuznach, Kaiserslautern und Montabaur nun der fünfte Leitstellen-Standort in Rheinland-Pfalz. Drei weitere, in Koblenz, Mainz und Ludwigshafen sollen folgen. Hans-Dieter Schlimmer, Landaus Oberbürgermeister, bezeichnete die Leitstelle bei der Vertragsunterzeichnung als "Großen Wurf". Sie stehe für eine zielsichere Koordination der Rettungskräfte und sei ein Fortschritt für die Südpfalz. Landrat Hans Jörg Duppré (Foto: pm) lobte, dass die Vereinbarung unter den Gebietskörperschaften zügig zustande gekommen sei. Nach Fertigstellung müsse die Leitstelle so funktionieren, dass alle Bürger, die einen Notruf tätigen, auch einwandfrei versorgt würden, forderte er.