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Noch keine Lösung für Brückenbaustelle an der Schwalb

Brücke über die Schwalb : Noch keine Lösung für Brückenbaustelle

Im Hornbacher Stadtrat hält man einen Umweg über Wirtschaftswege für möglich.

Erneuerungsbedürftig ist die Brücke über die Schwalb gleich hinter der Hornbacher Stadtgrenze in Richtung Brenschelbach. Zur Jahresmitte erst stimmten die Stadtratsmitglieder dem Planfeststellungsverfahren für die Brückenbauarbeiten zu. Verkehrsschilder, die noch nicht freigegeben sind, deuten eine Vollsperrung dieser Landstraße zur saarländischen Nachbargemeinde an. Wegen den Straßenerneuerungsarbeiten etwa? So schnell? Und wie steht es um wichtige verkehrstechnische Fragen in Sachen Brandsicherheit, wenn keine Ersatzbrücke kommt?

Stadtbürgermeister Reinhold Hohn zeigte sich von diesen Fragen keineswegs überrascht und räumte ein, dass die schon aufgestellten Schilder zu derartigen Überlegungen verleiten könnten. Im zweiten Atemzug lüftet das Hornbacher Stadtoberhaupt  jedoch das vermeintliche „Geheimnis“: „Nein, unser Waldpächter, das Unternehmen Schmitz aus Ormont, führt Fällungsarbeiten aus und dafür ist eine Straßenvollsperrung unabdingbar.“ Allerdings, wichtige Gespräche fanden dieser Tage wegen des Landstraßenausbaus und der Brückenproblematik mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Kaiserslautern schon statt. „Bei der Gelegenheit konnte ich als Stadtbürgermeister nochmals die Sorgen um die Brandsicherheit für ein größeres Wohnanwesen an der Brenschelbacher Straße und für die städtische Gimpelwaldhütte vortragen. Gemeinsam suchen wir nach Lösungen“, so Hohn.

Den Abschluss des Planfeststellungsverfahrens zum Erneuern der Landstraße 479 bis zur saarländischen Landesgrenze bei Brenschelbach mit der Brückenerneuerung über die Schwalb am Stadtrand von Hornbach erwartet die federführende Straßenverkehrsbehörde (LBM) für das kommende Frühjahr 2021. „Eine Behelfsbrücke für die Bauzeit, direkt neben der eigentlichen Brückenbaustelle, wird es wohl nicht geben“, machte Stadtbürgermeister Reinhold Hohn nach vielen Gesprächen und Standortbesichtigungen noch einmal klar. Aber, das Naturereignis Blitzeinschlag und der dadurch ausgelöste Waldbrand mit dem Abrennen eines Nebentraktes der Gimpelwaldhütte habe seine Wirkung nicht verfehlt. Hohn zum Pfälzischen Merkur: „Ich habe bei unserer letzten Besprechung noch einmal klar gemacht, dass nur durch das schnelle Ausrücken der Stadtfeuerwehr größerer Brandschaden, ja ein Abbrennen der Hütte insgesamt, verhindert werden konnte. Bei einer längeren Umleitungsstrecke  wie zunächst in der Sache angedacht, wäre der Acht-Minuten-Einsatztakt auf keinen Fall einzuhalten. Ein Abweichen davon bringt Gefahren für Leib und Gut.“ Dieser Brand sei ein Fingerzeig gewesen.

  Wie schon  in der Vergangenheit  seien aber beide Parteien  um eine gemeinsame Lösung bemüht. Hohn machte auch im jetzigen Gespräch nochmals klar, dass den verbliebenen hauptberuflichen Landwirten, das seien gerademal eine handvoll, der weite Umweg über Altheim nicht zumutbar sei. Nach Hohns Einschätzung, die sich auch mit den Überlegungen der Mitglieder im Stadtrat deckt, kann über das vorhandene Wirtschaftswegesystem eine Lösung gefunden werden.

Nach Meinung des Stadtbürgermeisters kann mit wenig technischem Aufwand die Grundlage dafür geschaffen werden. Stadtbürgermeister Hohn: „Wir sind gemeinsam mit den Vertretern des LBM auf der Lösungssuche und haben jetzt schon erreicht, dass es notfalls für Feuerwehreinsätze eine passende Notlösung geben muss. Diese gepaart mit akzeptablen Umleitungswegen für den landwirtschaftlichen Fahrzeugverkehr wird dann die Grundlage im Planfeststellungsverfahren dafür sein, dass die Arbeiten an der L 479 wohl noch im kommenden Jahr beginnen können, wenn nicht durch Corona nochmals alles durcheinander kommt.“