Neugierig auf die Zeitung

Zweibrücken. Mittwochvormittag am Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium: Lehrer Jürgen Albert betritt den Klassensaal der 8d zur Deutschstunde. Im Schlepptau hat er den Verlagsleiter des Pfälzischen Merkur, Alexander Grimmer und Chefredakteur Michael Klein

Zweibrücken. Mittwochvormittag am Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium: Lehrer Jürgen Albert betritt den Klassensaal der 8d zur Deutschstunde. Im Schlepptau hat er den Verlagsleiter des Pfälzischen Merkur, Alexander Grimmer und Chefredakteur Michael Klein. Die beiden besuchen teilnehmende Klassen des medienpädagogischen Projektes "Zeitung macht Schule", das sich um das Thema Zeitung dreht. Die 24 Schüler haben in den vergangenen zwei Wochen im Deutschunterricht verschiedene Übungen zur Orientierung in einer Tageszeitung durchgenommen. Gegliedert in die Ressorts Sport, Wirtschaft, Kultur, Politik, sowie Zweibrücker Zeitung und Homburger Nachrichten wurden von den Gymnasiasten Artikel aus dem Merkur ausgeschnitten und nach ihrem Aufbau untersucht. Dabei blieben einige fachspezifische Fragen offen. Zum Beispiel die von Tobias Link: Wie viele Exemplare des Pfälzischen Merkur werden überhaupt pro Tag gedruckt? Oder die von Lena Müller: "Wie weit darf man bei Artikeln überhaupt mit der Kritikäußerung gehen?" Um diese und noch weitere Fragen zu beantworten, waren Grimmer und Klein in die Klasse gekommen. Der bunte Fragenstrauß beinhaltete sowohl den Redaktionsalltag als auch die Spielregeln, an die sich Zeitungsmacher zu halten haben. "Was passiert, wenn ein Artikel schon abgedruckt ist, aber der Inhalt falsch ist?", wollte zum Beispiel Benjamin Risch wissen. Für Karolin Aulenbacher war es hingegen interessant zu erfahren, wie zuverlässig und glaubwürdig die Informanten bei heiklen Themen sind oder wie sich das Fotorecht genau definiert. Eine spannende Frage nach der anderen ging an die Adresse von Grimmer und Klein. "Wie lange dauert die Recherche pro Zeitungsartikel?", fragte Pascal Urig. Die Schulstunde verging wie im Fluge und war für alle Beteiligten eine schöne, runde Sache. "Durch Zeitung macht Schule habe ich festgestellt, dass ich aus Interesse gezielter die Lokalteile Homburg und Zweibrücken lese, damit ich über unsere Region informiert bin. Dadurch kann man einiges besser verstehen und öfter mitreden", erklärte am Ende die Schülerin Alina Stephan.