Ortsgemeinderat : Walshausen will Bauland schaffen

Der Ort kommt in diesem und dem nächsten Jahr ohne Kredite aus.

In den beiden Gewannen „Am Dorfberg“ und „Am Kornberg“ will Walshausens Ortsbürgermeister Gunter Veith zusammen mit den Ratsmitgliedern neues Bauland schaffen. Ein entsprechender Planungsauftrag dafür ist an das Planungsbüro WSW in Kaiserslautern ergangen. Dieses hat bereits Voruntersuchungen vorgenommen. Das Schaffen des neuen Baugebietes ist auch ein wichtiger Punkt im Investitionsprogramm des Doppeletats für die Jahre 2020/2021 gewesen, welchen die Ratsmitglieder gleichfalls am Sitzungsabend zum Wochenbeginn in Gegenwart des neuen Verbandsbürgermeisters Björn Bernhard verabschiedet haben.

Bernhard sicherte eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu, ganz im Sinne  der gesetzlichen Vorgaben und so, wie das bereits in der Vergangenheit der Fall gewesen sei. Erfreut wie alle im Rat nahm auch der neue Verwaltungschef dabei zu Kenntnis, dass die von Ortsbürgermeister Gunter Veith seit Jahren geführte Ortschaft bestens aufgestellt ist und sich dieser Umstand auch gerade im finanziellen Bereich niederschlägt. Denn, Gunter Veith konnte darlegen, dass alle Maßnahmen des vorgelegten Doppeletats für dieses und das kommende Haushaltsjahr ohne Kreditmittel finanzierbar sind.

„Wir stemmen das alles aus eigener Finanzkraft, die Liquidität in der Gemeindekasse ist gegeben“, stellte Veith fest. Allein für die Schaffung eines rechtsgültigen Bebauungsplan sind Investitionen in Höhe von 20 000 Euro vorgesehen. In welchem Bereich das Erschließen von wievielen Bauplätzen möglich ist, wird auch davon abhängig sein, welche Auswirkungen die neuen Immissionsschutzbestimmungen für Windkraftanlagen auf die vorgesehenen Wohnbereich haben. Gunter Veith: „Oberhalb unseres Ortes haben wir zwei Windkraftanlagen und da wollen wir sicher sein, dass es keine Beeinträchtigung durch Schall für die angedachte Wohnbebauung gibt.“ Ein entsprechendes Schallgutachten ist gleichfalls beim Planungsbüro WSW und Partner aus Kaiserslautern zum Angebotspreis von rund 3500 Euro in Auftrag gegeben worden.

Bereits in der Vergangenheit hat die kleine Ortschaft viel für die Kinder mit sehr gut ausgestatteten Kinderspielplätzen im Ort und bei der Grillhütte getan. Dort soll jetzt eine weitere Attraktion für den Nachwuchs etabliert werden. Nach Contwiger, Hornbacher und Käshofer Vorbild soll eine Seilbahn angeschafft und aufgebaut werden. Ortsbürgermeister Veith wurde ermächtigt, unter den entsprechenden Vorgaben einen Auftrag zu erteilen. „Wir werden ausloten, welche Seilbahn für unser Gelände bei der Grillhütte am besten passt.“ 

Den Fußweg hoch von der Hauptstraße zum Neubaugebiet hoch haben die Walshauser in Eigenleistung hergerichtet, die Pfalzwerke AG als Partner für die Straßenbeleuchtung sollen jetzt ein Angebot zur passenden Ausleuchtung unterbreiten. Die Bergstraße zählt zu den ältesten Dorfstraßen im gesamten Ortsgebiet und ganz bewusst beließen die Entscheidungsträger im Rat diese Dorfstraße im Urzustand als Kopfsteinpflaster. „Das war eine Bedingung auch bei den Kanalarbeiten vor Jahren“ erinnert sich Veith, der jetzt allerdings die Setzungen im Pflaster nicht länger hinnehmen kann. Gemeinsam mit den Verbandsgemeindewerken sollen die Setzungsschäden behoben werden. „Wer welchen Kostenanteil übernimmt, wird der Arbeitsaufwand insgesamt ergeben.“

Erneuerungsbedürftig ist zudem der Vorplatz bei der Leichenhalle und nach Einschätzung von Gunter Veith muss sich das Ratsgremium in kommender Zeit auch darüber Gedanken machen, wie mit der Friedhofseinfriedung weiter verfahren werden soll. „Unsere grüne, naturbelassene Einfriedung bindet viel an Unterhaltungsaufwand. Da müssen wir in die Zukunft blicken und entscheiden, wie wir das künftig praktizieren wollen. Vielleicht sogar mit einer neuen Buchenhecke.“

Die finanzielle Grundlage zum Erneuern der Unterstellmöglichkeit für Busreisende an der Landstraße hoch nach Kleinsteinhausen ist im angenommenen Haushalt gegeben. Das derzeit vorhandene Metallhäuschen ist stark angerostet und müsste erneuert werden. Ortsbürgermeister Veith: „Zuvor wollen wir aber prüfen, ob diese Linie überhaupt stark frequentiert wird. Ist das nicht der Fall, dann könnten wir uns diese Ausgabe auch sparen.“ Mit dem ÖPNV sollen deshalb ebenso Gespräche wie mit dem Landesbetrieb für Mobiliät in Kaiserslautern geführt werden.

Zugestimmt wie der Haushaltssatzung und dem Planentwurf wurde zudem der Neueinteilung der Forstreviere wie vom Forstamt Westrich vorgeschlagen und begründet.