Ortsgemeinderat Martinshöhe : Neuer Platz für 31 Familien in Martinshöhe

Noch in diesem Jahr soll die Rechtsgrundlage für den Bebauungsplan „Zu den Rennwiesen“ geschaffen sein.

Platz für 31 neue Eigenheime wollen die verantwortlichen Kommunalpolitiker in Martinshöhe mit dem neuen Bebauungsplan „Zu den Rennwiesen“ schaffen, der sich in der Mache befindet. Ortsbürgermeister Hartwig Schneider hofft darauf, dass der Plan noch dieses Jahr Rechtskraft erlangt. Die Chancen dafür stehen gut. Neben dem Bebauungsplan ist auch eine Änderung des rechtsgültigen Flächennutzungsplanes notwendig. Diese Änderung fällt in die Zuständigkeit der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau. Der Ortsbürgermeister hofft, dass noch dieses Jahr die Rechtsgrundlage in trockne Tücher kommt.

Mit aller Macht soll in der Gewanne „Zu den Rennwiesen“, eben dort, wo bereits in den 50er Jahren ein erstes Baugebiet des Ortes entstand, eine weitere Baufläche ausgewiesen werden. Auf einer Fläche von fast 30 000 Quadratmetern. Dabei gilt es, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Neben der Schaffung von Bauland soll nämlich auch mit einem Kreisel am Ortsende in Richtung Landstuhl ein wesentlicher Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet werden. Zuständig hierfür ist allerdings der Landesbetrieb Mobilität (LBM) aus Kaiserslautern.

Statt des nicht ungefährlichen Einmündungsbereichs der Landstraße 466 (Richtung Schmitshausen kommend) in die Landstraße 465 (aus Richtung Rosenkopf kommend), soll es in diesem Bereich einen Verkehrskreisel geben. Hartwig Schneider dazu im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur: „Wir treffen uns zum Monatsende mit Vertretern des LBM. Dann werden Details besprochen, damit der Kreisel nicht allein in die Planung gehen kann, sondern auch das Projekt für die Finanzierung im Landeshaushalt gemeldet wird.“ Der Kreiselbau wird später eine Gemeinschaftsaufgabe von Land und Ortskommune sein.

22 Bauplätze wären mit dem ersten Bauabschnitt zu erschließen. Die Chancen dafür stehen gut. Erfolgreich sind die Gespräche mit den Grundstückseigentümern geführt worden. Die notarielle Beurkundung stehe nunmehr unmittelbar bevor, so der Ortsbürgermeister im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Die Erschließungsfläche im ersten Bauabschnitt befindet sich in Hand der Ortsgemeinde. Was die Größe der Baugrundstücke angeht, ist man vom großen Zuschnitt längst abgekommen, erläuterte Ingenieur Schlunz, bei dem die Planungsfäden zusammenlaufen. 565 Quadratmeter groß sollen die Grundstücke werden, natürlich ist die Ortsgemeinde bemüht, den Wünschen der künftigen Bauherren Rechnung zu tragen.

Die Westpfälzischen Ver- und Entsorgungsbetriebe (WVE) in Kaiserslautern, eine Tochter der Stadt Kaiserslautern, ist der Erschließungspartner der Ortsgemeinde. Die Frage der Ableitung des Oberflächenwassers, zunächst ein sehr heikler Verfahrenspunkt, ist inzwischen auch zu den Akten genommen. Auf der Fläche von 2000 Quadratmetern lässt sich ein 700 Kubikmeter großes Rückhaltebecken realisieren.

22 Bauplätze im ersten Bauabschnitt, die restlichen neun Bauplätze dann im zweiten. Läuft alles weiterhin plangemäß, kann im kommenden Jahr mit den eigentlichen Erschließungsarbeiten begonnen werden. Festpreise wird die WVE mit den künftigen Grundstückseigentümern vereinbaren. Das ist auch zu deren Sicherheit, weil die Erschließungskosten im Bodenpreis beinhaltet sind. Die Höhe ist derzeit noch offen. Allerdings, schon bei den Verhandlungen und dem Vorstellen des Erschließungsvertrages meinte damals ein WVE-Vertreter: „Die Zeiten, wo auf dem flachen Land die Bodenpreise unter 100 Euro pro Quadratmeter voll erschlossenem Bauland lagen, sind längst Vergangenheit.“

Der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses, dieses hat seine baulichen Wurzeln im einstigen Volksschulgebäude, ist gleichfalls beschlossene Sache. Mit einem Anbau beim Erdgeschoß wird ein behindertengerechter Hauszugang ermöglicht. Neben einem Büro für den Ortsbürgermeister (das Rathaus steht zum Verkauf an) wird es neue Toiletten geben.