Baubeginn im Frühjahr : Erste Arbeiten für neue Kita vergeben

Im Frühjahr soll der Bau beginnen. Contwigs Bürgermeister Karlheinz Bärmann rechnet mit einer Kostensteigerung um 15 Prozent, auf insgesamt etwa 2,5 Millionen Euro.

Die Vergabe der Erd-, Entwässerungs-, Mauer-, Beton und Abdichtungsarbeiten an die Firma Küntzler aus Waldfischbach in Höhe von 773 000 Euro wertete Contwigs Bürgermeister Karlheinz Bärmann (CDU) in der jüngsten Sitzung des Contwiger Gemeinderates als „Startzeichen“. Und zwar für den neuen Kindergarten an der Maßweilerstraße in Nähe der Pestalozzischule. Zumal neben der Baugenehmigung auch die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn vorliege.

Nach den Worten Bärmanns soll der Neubau im Frühjahr beginnen. „Das ist eine gute Nachricht für die Kinder und die Eltern, dass sich was tut“, erklärte der Bürgermeister in der Sitzung. Im Februar 2017 hatte das Jugendamt des Landkreises Alarm geschlagen, dass in Contwig Kindergartenplätze fehlen. Innerhalb von acht Wochen hat sich der Rat nach eingehender Beratung für einen Neubau und den Standort ausgesprochen.

„Es ist gut, dass es losgeht“, sagte Holger Hell (SPD). Allerdings bedauerte er, dass zwischen der Entscheidung für den Standort und dem Spatenstich doch fast zwei Jahre vergehen werden. Bärmann wies darauf hin, dass die Genehmigung lange beim Landesjugendamt gelegen habe. Die Behörde, die mehr Kindergartenplätze fordere, habe am längsten gebraucht.

Eine schlechte Nachricht war die vom Bürgermeister eingeräumte Kostensteigerung von 15 Prozent gegenüber der Kostenschätzung bei der ersten Vergabe. Und Bärmann äußerte in der Sitzung auch Bedenken, dass die Schätzung der Gesamtkosten in Höhe von 2,2 Millionen Euro eingehalten werden könne. Der Bürgermeister rechnet mit Kosten zwischen 2,5 und 2,6 Millionen Euro.

„Da müssen wir uns Gedanken über unseren Haushalt machen“, merkte Volker May (SPD) an. Kostensteigerungen erfahren derzeit viele Baumaßnahmen in den Gemeinden, sagte Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (SPD). „Aber daran kommen wir nicht vorbei.“

Verzögerungen gibt es beim Bebauungsplan des Gewerbegebiets am Bahnhof. Bereits im März hatte der Gemeinderat eine Änderung des Plans beschlossen, um den Wertstoffhof zu erweitern. „Doch es fehlen zehn Meter für den Lärmschutz“, sagte Bärmann. Deshalb muss das Verfahren mit Bürgerbeteiligung noch einmal durchgeführt werden. Gleichzeitig mit der Erweiterung für den Wertstoffhof wurde auch eine anschließende Fläche für einen Gewerbebetrieb ausgedehnt, um eine bauliche Verbindung zwischen zwei Hallen zu ermöglichen.

Beim Forst wird Contwig im kommenden Jahr wieder „eine schwarze Null“ schreiben, wie Revierförster Jürgen Leis in der Ratssitzung sagte. Bei einem Einschlag von rund 1100 Festmetern Holz werde nach Abzug der Kosten für Pflege oder Verkehrssicherungspflichten noch ein Gewinn von 500 Euro bleiben. Leis informierte, dass er beim Holzeinschlag nicht an die Obergrenze gehen werde. Zumal der Contwiger Wald auf zwei Flächen auch vom Borkenkäferbefall betroffen sei. Leis: „Das könnte aber noch schlimmer sein.“ Der Rat stimmte dem Plan zu.

Der Rat vergab die Arbeiten für einen Handlauf an der Freifläche an der Urnenwand auf dem Contwiger Friedhof an die Firma Grünfelder aus Zweibrücken in Höhe von 4673 Euro. Auf dem Friedhof und entlang der Hauptstraße müssen aus Gründen der Sicherheit einige Bäume gefällt werden. Der Rat beauftragte die Firma Maisch, neue Bäume zu besorgen und anzupflanzen. Der Gemeinderat verteilte noch ein Weihnachtsgeschenk für Vereine, die Jugendarbeit betreiben. Im Haushalt stehen dazu noch 2900 Euro zur Verfügung. Das Geld wird an die Vereine verteilt. Pro Jugendlichem gibt es 5,89 Euro. Zu Beginn der Sitzung wurde Peter Weidler (CDU) für den aus Contwig verzogenen Jochen Schunck als Ratsmitglied verpflichtet.