Neue Ideen für Freizeitgelände Contwig Rat will Planung in der Hand behalten

Contwig · Im Freizeitgebiet beim Freibad in Contwig sollen mehrere Bereiche saniert oder verbessert werden.

 Das Freizeitgebiet (Bild) unterhalb des Warmfreibades „ConAqua“ soll für die Zukunft überarbeitet werden.

Das Freizeitgebiet (Bild) unterhalb des Warmfreibades „ConAqua“ soll für die Zukunft überarbeitet werden.

Foto: Norbert Schwarz

Optimieren und sanieren. Für verschiedene Bereiche im Freizeitgebiet der Ortsgemeinde direkt beim Warmfreibad „ConAqua“ sei das nicht länger aufschiebbar, stellte Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette bei der jüngsten Ratssitzung am Donnerstagabend fest und erinnerte das Gremium an vorausgegangene Gespräche. Weil die Ortsgemeinde nicht alles aus der eigenen Kasse begleichen möchte und Fördergelder haben will, sei eine Vorplanung notwendig. Bei der Auswahl eine entsprechenden Planungsbüros sollte der Rat sie im Hinblick auf die zeitliche Schiene ermächtigen, ein passendes Büro mit der Vorplanung zu betrauen. 

Den Gedanken, mögliche Fördertöpfe anzuzapfen fanden alle Ratsmitglieder gut. Allerdings: Bei der Planung und künftigen Zielsetzung sollte der Rat als Entscheidungsgremium die Vorgaben machen, meinte insbesondere David Betz (SPD). Der Rat als Gremium will von seiner Planungshoheit unbedingt Gebrauch machen und zwar von allem Anfang an. Einer fertigen Planung nachher nur noch zustimmen, das möchten die Ratsmitglieder auf keinen Fall mehr hinnehmen, so der Tenor in der parteiübergreifenden Diskussion bei diesem Beratungspunkt. David Betz skizzierte in dieser eine Art Drei-Stufen-Plan: Was muss sein, was wollen wir und wie sieht es mit einem Sahnehäubchen aus?

Nadine Brinette wolle allerdings zeitnah wie auch aus Gründen der Praktikabilität zunächst einmal einen Planer auswählen: „Der kann uns ja dann auch gewiss schon sagen, dieses und jenes funktioniert mit dem Gedanken einer Förderung und jenes nicht!“ Bestimmte Planvorgaben zu erarbeiten und diesem dem Planer mit auf den Weg zu geben, fand auch Jürgen Klein (CDU) gut. Natürlich, die Ortsgemeinde sei planbestimmend, andererseits habe der Planer einen reichen Erfahrungsschatz und wisse, was gefördert wird und was nicht.

Volker May, Fraktionssprecher der SPD: „Es soll, egal wie, erst mit der Rat gesprochen und nicht vom Planer eine fix und fertige Planung vorgelegt werden. Bei den Straßenplanungen haben wir in der Vergangenheit wiederholt kritisiert dass uns fertige Planungen vorgelegt werden und der Rat als Entscheidungsorgan nur noch zuzustimmen hat!“ Auf dieser Basis gab es einen gemeinsamen Konsens und die Vorsitzende wurde beauftragt, ein geeignetes Planungsbüro zusammen mit der Verwaltung auszusuchen.

Die Parksituation in der Maßweilerstraße beschäftigt den Rat sehr intensiv, denn die Meinungen gehen weit auseinander. Sie reichen von Ge- und Verbotsschildern bis hin zum Installieren von „Höhenschranken oder Höhenbegrenzungssperren“, die etwa bei den Parkplätzen auf dem Friedhof installiert werden sollen, weil dort ständig mit sogenannten Sprintern, Wohnwagen oder gar Lastern die Parkplätze widerrechtlich genutzt werden. „Einfache Hinweisschilder mit der Aufforderung zum Auslegen einer Parkscheibe als zeitliche Begrenzung brauchen wir keine aufzustellen, das wird nicht mal gelesen“, meinte SPD-Fraktionssprecher Volker May. Seine Forderung ging klar nach einem Höhenbegrenzungsbalken. Peter Stauch (CDU) verwies auf die Rechtssituation. Oftmals seien größere Fahrzeuge auf den Bürgersteigen abgestellt. Gerade gegenüber einer Arztpraxis in der Maßweilerstraße. Das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde sei deshalb gefordert, hier nach dem Rechten zu sehen und mit entsprechenden Ordnungswidrigkeitsmaßnahmen für eine Besserung zu sorgen.

Das widerrechtliche Parken auf den Stellflächen beim Friedhof will die Ortsgemeinde zumindest nicht länger hinnehmen. Das Ordnungsamt soll verstärkt kontrollieren und eingreifen. Auf eine Verlagerung entlang der Pirmasenser Straße sind die Mitglieder des Rates nicht erpicht. Beim Landesbetrieb Mobilität soll geprüft werden, ob ein halbseitiges Parken auf dem Bürgersteig links in Richtung Ruppenthalerhof möglich ist. Hinweisschilder soll es jetzt geben, mit einem zeitlich begrenzten Parken soll dem widerrechtlichen Parken begegnet werden.