Neue Marktgräfin gekrönt

Wallhalben

Wallhalben. Viele Ehrengäste, an ihrer Spitze die Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer, die CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Julia Klöckner, ihrer Landtags- und Parteikollegin Christine Schneider, Landrat Hans Jörg Duppré, die Zweibrücker Rosenkönigin Laura Geßner und die pfälzischen Weinprinzessin Katharina Sauer aus Kallstadt, sie alle gaben am Sonntag den passenden Rahmen für die Krönung der Nachfolgerin von Elisabeth Wilhelm aus Krähenberg, als neue Marktgräfin ab.Dieser Grumbeere-Markt 2011 wird als elfter Markt seiner Art mit dem Attribut "Superlativ" in die 22-jährige Veranstaltungsgeschichte eingehen. Es passte einfach alles zusammen. Die Stimmung hätte besser nicht sein können. Schon der Auftakt am Sonntag in den Morgenstunden war nach Maß. Die Landstuhler Herolde gaben in ihren Pumphosen, den tellergroßen Mützen als Fanfarenbläser, Trommler oder Fahnenschwenker ein stimmungsvolles Bild ab. Die Zeit bis zum eigentlichen Krönungszeremoniell nutzen die Besucher, nach Schätzung der örtlichen Löscheinheiten aus den Verbandsgemeindeorten, die den Verkehr regelte, sollen es den Tag über mehr als 15 000 Gäste gewesen sein, um sich entweder an den fast 30 Ständen am Speiseangebot zu laben oder an den übrigen Verkaufsständen vorbeizuflanieren. Die Kunstausstellung im Ludwigs-Katz-Haus lockte viele und nicht wenige genossen das Flair von Kunst-, Genuss- und Bauernmarkt.

CDU stärkt Martin den Rücken

Eva Weber, selbst einmal Marktgräfin moderierte vor vielen Zuschauern im kleinen Festzelt auf dem Käthe-Dassler-Platz den bunten Nachmittag am Eröffnungstag. Dass diesmal so viel CDU-Politprominenz zugegen war, geschah vielleicht nicht grundlos, wie zu vermuten ist. Wenngleich die Christdemokraten die Oppositionsbank drücken, sollen sie mithelfen, dass die Verbandsgemeinde Wallhalben überlebt. Julia Klöckner und Christine Schneider sprachen dies auch offen aus. Die lobten nämlich als Neulinge in der "Hinterpfalz" nicht nur den Charme des Riesenfestes, sie sprachen zudem Verbandsbürgermeister Berthold Martin Mut zu, in den Anstrengungen um den Lebenskampf der Verwaltungseinheit nicht zu erlahmen. Beide Politikerinnen mit sehr markigen, engagierten Worten, wobei es insbesondere für Christine Schneider viel Beifall gab, weil sie mit Maikammer in ihrem Wahlkreis sozusagen im gleichen Boot sitzt.

Landrat Duppré sparte nicht mit lobenden Worten für Elisabeth Wilhelm, die sich in den zwei Jahren ihrer Regentschaft als eine sehr engagierte Botschafterin der Region erwiesen habe. Hannah Schmitt konnte sich über Vorschusslorbeer nicht beklagen. In ihren Einführungsworten versicherte sie, dass gern für das Sickinger Land bei allen sich bietenden Gelegenheiten werben will.

Was draußen auf dem Festplatz im Dorfmittelpunkt Wallhalben an den unzähligen Ständen und Buden mit seinem Unterhaltungsangebot und Beiträgen los war, war einfach bilderbuchartig. Eine Werbung für die Verbandsgemeinde und die Vereine in den zwölf Orten. Denn deren unzählige Helfer stellten schließlich diesen traditionellen Grumbeere-Markt mit jeder Menge Arbeit auf die Beine.