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Neue Laternen für Ortsmitte von Contwig

Drei neue Lampen : Mehr Licht für die Contwiger Ortsmitte

In der Ortsmitte muss wegen der Ampel und der Bürgersteige sowieso gearbeitet werden. Darum soll auch gleich in neue Lampen investiert werden.

Der Kreuzungsbereich beim alten Marktplatz in Contwigs Ortsmitte soll besser ausgeleuchtet werden. Für eine solche Maßnahme haben sich die Ratsmitglieder in ihrer ersten Arbeitssitzung unter der neuen Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette einstimmig ausgesprochen. Drei neue Lampen sollen es werden. Eine bei der Pizzeria Classico, eine gegenüber bei der Laurentius-Apotheke und die dritte bei der Metzgerei Burkart. Mit diesem Grundsatzbeschluss kann jetzt die Kostenfrage geklärt werden.

„Wir haben dort ein dunkles Loch und bei den Erneuerungsarbeiten zur Ampelanlage bietet es sich förmlich an, neue Leuchten zu installieren“, umriss Ortsbürgermeisterin Brinette die gegenwärtige Ausgangssituation. Wie bekannt, wird das Land die dortige Ampelanlage modernisieren. Entsprechend dem heutigen Standard erfolgt die Steuerung der Ampel nach dem Verkehrsaufkommen. Dadurch soll der Verkehrstrom flüssiger werden, sollen unnötige Haltezeiten am Kreuzungspunkt vermieden werden, wenn auf der Gegenfahrbahn keine Autos auf ein Lichtzeichen warten.

Der Fahrbahnbelag wird bei dieser Maßnahme gleichfalls erneuert und die Ortsgemeinde sprach sich bereits dafür aus, dass sie Bürgersteigflächen die sich in ihrem Eigentum befinden, einheitlich erneuert werden (wir berichteten).

Eröffnet wurde das umfangreiche Beratungsprogramm mit dem Vorstellen des Forstwirtschaftsplanes für das laufende Wirtschaftsjahr. Ortsbürgermeisterin Brinette konnte zu diesem Beratungspunkt den verantwortlichen Revierförster Jürgen Leis begrüßen. Dieser informierte nicht allein über das im Plan festgeschriebene Zahlenwerk. Leis gab zugleich einen umfassenden Überblick zur Preissituation auf dem Holzmarkt und dem Zustand im Gemeindewald Contwig. Die große Schwarzbachtalgemeinde hat eine der größten Gemarkungsflächen in der Pfalz. Allein 300 Hektar an Waldungen. Die Flächen sind allesamt zertifiziert. Deshalb ist auch mit einer Förderung des Landes von 100 Euro pro Hektar zu rechnen. Die Zuwendung sei noch nicht in den Forstwirtschaftsplan eingerechnet, sagte Leis. Zum Zeitpunkt des Planaufstellens sei es noch ungewiss gewesen, ob die Zuwendung gewährt wird.

Der Vorschlag von Förster Jürgen Leis, die Summe von rund 30 000 Euro wieder in den Wald zu investieren, fand einhellige Zustimmung. Die Kosten zum Anlegen für Holzlagerplätze könnten damit beglichen werden. Zwei sind vorgesehen. Ein Platz bei der Hohlbach in Contwig, einer weiterer beim Bahnhaltepunkt in Stambach. Das Anlegen geschehe in Absprache mit der Ortsgemeinde, betont Jürgen Leis.

Ein gutes Wirtschaftsjahr habe es 2019 gegeben. Rund 36 000 Euro gebe es für dieses Wirtschaftsjahr zu verzeichnen, stellte Revierförster Leis bei seinem Rückblick fest. Danach nahmen Borkenkäfer und heiße Sommer Einfluss auf den Holzeinschlag und die Dürre in den Wäldern. Förster Leis sprach von der „heißen Phase“ in den Waldungen. Im Wirtschaftsjahr 2020 wurden „nur noch“ 1532 Festmeter Holz eingeschlagen. Ertrag und Aufwendungen hielten sich fast die Waage. Übrig blieb ein Gewinn im Forst für die große waldbesitzende Gemeinde Contwig in Höhe von rund 1200 Euro.

1620 Festmeter sollen dieses Jahr eingeschlagen werden. Da die Holzpreise gesunken sind, wird nur mit einem Ertrag von 29 506 Euro gerechnet. Die Aufwendungen belaufen sich auf 20 850 Euro. Nach Abzug der weiteren Kosten, wie etwa der Beförsterung, die mit 16 550 Euro den Erlös belastet, bleibe dem Plan nach nur die schon oft zitierte „schwarze Null“, so der Revierförster bei seinen Erläuterungen. Dem vorgelegten Forstwirtschaftplan stimmten die Ratsmitglieder ohne Änderungen zu. 

Schnelles Internet möchte Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette schnellstmöglich für Contwig und den Ortsteil Stambach haben. Glasfaser soll es möglich machen. Als Partner könnte dabei das Unternehmen UGG aus Ismaning zur Verfügung stehen. Die Ortsbürgermeisterin stellte die Kontakte zu dem Unternehmen her und wünscht sich, dass es in einer kommenden Sitzung dem  Rat  seine Vorstellungen über den Aufbau eines Glasfasernetzes in den beiden Ortsteilen vorstellt. Grundsätzlich war das Gremium damit einverstanden.