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Verbandsgemeinderat: Neue Heizung für Bechhofer Grundschule

Verbandsgemeinderat : Neue Heizung für Bechhofer Grundschule

der Verbandsgemeinderat hat sich außerdem mit der Integrationspauschale und dem Contwiger Diakonieprojekt befasst.

„Wir sollten schauen, dass die neue Heizung bis zur nächsten Heizperiode in Betrieb geht“, mahnte Achim Scherer (SPD) bei der Beratung über die Heizanlage der Grundschule Bechhofen zur Eile. Durch die neue Anlage könnten zwei alte ersetzt werden. „Wir setzten aber weiter auf den klimaschädlichsten Brennstoff Öl“, warf Fred Konrad (Grüne) in die Diskussion im Verbandsgemeinderat Zweibrücken-Land ein.

Wobei Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (SPD) darauf hinwies, dass alternativ für Öl und Gas ausgeschrieben werde. Der Rat ermächtigte den Bürgermeister im Benehmen mit den Beigeordneten, die Aufträge für die Erneuerung der Heizanlage zu vergeben. Die Grünen stimmten dagegen. Um den Schulbetrieb nicht zu stören, müssen die Arbeiten im Sommer ausgeführt werden. Der Rat vergab ohne Gegenstimme zudem den Ausbau der bestehenden Nachtspeicherheizung an die Firma Engelmann aus Zweibrücken zum Preis von 13 600 Euro. Allerdings werde der Ausbau nur erfolgen, wenn die neue Anlage in Betrieb genommen werden kann.

Zuvor hatte Michael Claren vom Ingenieurbüro Unitec über die verschieden Möglichkeiten informiert. Dabei verwiesen Gundacker und Scherer auf die hohe Förderung, wenn jetzt die Heizung ausgetauscht wird. Für Konrad blieben noch Fragen offen.

Bei der Sanierung der Grundschule Dellfeld wurden dem Architekturbüro Bohrer aus Zweibrücken sowie dem Büro CP Beratende Ingenieure aus Spiesen die Projekt- und die Tragwerksplanung übertragen. Bei der Vergabe der Planung der technischen Ausrüstung wurde der Bürgermeister ermächtigt, diese vorzunehmen.

„Wir sollten den eingeschlagenen Weg weitergehen“, sprach sich Achim Scherer (SPD) für die Anschaffung von elektronischen Tafeln Smartboards für alle Grundschulen aus. Dem schloss sich der Verbandsgemeinderat einstimmig an. Mit der Einstellung von 140 000 Euro in den Haushalt  habe die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land gezeigt, dass sie in dem Bereich nicht abwarten möchte, sagte Bürgermeister Jürgen Gundacker (SPD). Für die beiden folgenden Jahren stehen jeweils 20 000 Euro zur Verfügung.

„Wir können stolz darauf sein, was in den Gemeinden für die Integration getan wird“, sagte Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker (SPD) Deshalb gebe die Verbandsgemeinde auch 60 000 Euro der Integrationspauschale (96 000 Euro) an die Ortsgemeinden weiter. Alle Gemeinden erhalten gemäß ihrer Finanzkraft einen Anteil. Dazu werden 23 000 Euro an die acht Ortsgemeinden verteilt, in denen Asylbewerber untergebracht waren. Maßstab ist die Anzahl der im Durchschnitt 2018 untergebrachten Personen. Der Rat stimmte der Verteilung zu. Fred Konrad (Grüne) hätte gerne die gesamten 96 000 Euro auf die Gemeinden verteilt. Zudem würde ihn ein Bericht interessieren, was die Gemeinden mit dem Geld machen. „Das muss man die Gemeinden fragen“, merkte Klaus-Martin Weber (CDU) an. Das sei zudem schwer aufzuschlüsseln. Gundacker verwies auf das von der Verbandsgemeinde geschaffene Netzwerk, in dem ehrenamtliche Helfer zusammen geführt worden seien.

Der in Contwig von Gemeinde und Diakonie Zentrum Pirmasens geplante Wohn- und Pflegkomplex im Bereich der Schachenstraße macht eine Änderung des Flächennutzungsplans notwendig. Auf rund 10 000 Quadratmeter soll dort ein „Nachbarschaftsprojekt“ geschaffen werden, erläuterte der kaufmännische Vorstand der Diakonie, Carsten Steuer, die Pläne (wir berichteten). Bei dem Projekt stünde nicht die Pflege, sondern die Nachbarschaft im Vordergrund. Es soll mit Neubauten die Möglichkeit geschaffen werden, dass die Menschen länger in ihrer Wohnung bleiben können. Dabei sollen niederschwellige Dienstleistungen bis zur Pflege angeboten werden.

Marco Müller vom Planungsbüro Fries betonte, dass man bei dem Projekt die gesamte Gemeindeentwicklung im Blick habe. Dabei setzte man auf die Einbindung der Bürger. So findet am Freitag, 5. April, 15 Uhr, in der Turn- und Festhalle eine Auftaktveranstaltung statt.

Fred Konrad (Grüne) zeigte sich skeptisch, da in dem Gebiet auf „dem Berg“ erst „ein Sozialraum erfunden werden muss“. Volker Schmitt (FDP) war enttäuscht, dass das Projekt nicht in Großsteinhausen angegangen wird. „Wir haben mit der Diakonie deshalb gesprochen.“ Schmitt missgönnte Contwig zwar nicht das Projekt, „aber wir dürfen die kleinen Orte nicht vergessen“. Steuer wies darauf hin, dass ein solches Projekt eine gewisse Größe benötige. Beim Aufstellungsbeschluss enthielten sich die beiden Grünen und Wolfgang Rapp (SPD).