Vorstellung im Verbandsgemeinderat „Einfach und kompakt“

Thaleischweiler-Wallhalben · Die Maßweiler Feuerwehr bekommt eine neue Unterkunft.

Die Tage der alten Unterkunft der Feuerwehr Maßweiler sind gezählt, nachdem der Verbandsgemeinderat einstimmig die Entwurfsplanung für einen Neubau beschlossen hat.

Die Tage der alten Unterkunft der Feuerwehr Maßweiler sind gezählt, nachdem der Verbandsgemeinderat einstimmig die Entwurfsplanung für einen Neubau beschlossen hat.

Foto: Lothar Feldner

Einstimmig entschied sich der Verbandsgemeinderat Thaleischweiler-Wallhalben unter der Leitung von Bürgermeister Patrick Sema im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes Wallhalben für die von Architekt Alexander Blanz vorgelegte Entwurfsplanung für die neue Feuerwehrunterkunft in Maßweiler. Zuvor hatte der Planer unter der Sitzungsleitung des zuständigen Beigeordneten Heino Schuck ausgiebig seinen Vorschlag erläutert und Fragen der Ratsmitglieder beantwortet.

Vorgesehen ist, das seitherige Gebäude, das nicht mehr den Anforderungen entspricht, so lange zu nutzen, bis das neue Feuerwehrhaus in unmittelbarer Nähe, mit getrennter Zu- und Abfahrt, bezugsfertig sein wird. Eine anschließende andere Nutzung des Altbaus ist bis dato nicht vorgesehen, das heißt, er wird wahrscheinlich abgerissen, so Schuck. Der Neubau weist laut Blanz eine „kompakte Baustruktur“ auf und „keinerlei Schnickschnack“. Der Rechteckbau, gegliedert in einen hohen Bauteil für die Fahrzeughalle und einen niedrigeren für die weiterhin erforderlichen Räume, weist zwei Satteldächer auf, auf die später Solaranlagen installiert werden können.

Die Fahrzeughalle mit zwei Rolltoren hat zwei Stellplätze und einen Lagerraum, der Restbau enthält neben einem 45 Quadratmeter großen Schulungsraum, einen Jugendraum und einem Technikraum geschlechtergetrennte Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten. An der Planung beteiligt sind auch schon die Fachplaner, so auch für die Haustechnik. Blanz sprach von einem „einfachen und kompakten Grundriss“ des Bauwerks. Die voraussichtlichen Baukosten belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro, inklusive der Baunebenkosten und Honorare in Höhe von 270 000 Euro sowie der Außenanlage für 100 000 Euro.

Peter Sammel, Sprecher der FWG-Fraktion, erkundigte sich, inwieweit die geschätzten Kosten auch realistisch sind. Dazu der Architekt: „Ich bin zuversichtlich, dass ich dieses Gebäude zum genannten Preis bauen kann.“ Die Baupreise hätten sich von 2015 bis 2021 um 21 Prozent erhöht. Dann kam es zu weiteren Steigerungen, so dass sie derzeit um 53 Prozent höher liegen als 2015. Derzeit könne man aber eine Stabilisierung registrieren.

Die Kosten für eine Solaranlage, etwa 50 000 Euro, sind nicht in den genannten Baukosten enthalten. Erzeugt werden können damit 30 kW, die in einen Speicher eingespeist werden. Die Frage von SPD-Sprecher Pascal Schuck nach der eventuellen Mitversorgung der nahen Grundschule wurde vom Architekten positiv beschieden. Was die Ausstattung des Gebäudes angeht, so kündigte Beigeordneter Schuck an, dass komplett neues Mobiliar vorgesehen sei. Gefragt nach einer eventuellen Förderung des Bauprojekt, meinte der zuständige Sachgebietsleiter Mirko Schwarz, dass mit „relativ wenig“ zu rechnen sei.

Die Zeitplanung sieht laut Heino Schuck vor, dass nach der Verabschiedung der Entwurfsplanung ein Bauantrag gestellt wird, um dann die Ausführungsplanung vorzunehmen. Die Ausschreibung sei für Ende des laufenden Jahres vorgesehen, um nach der Auftragsvergabe im Frühjahr 2025 loszulegen. Zu rechnen sei dann mit einer Bauzeit von einem Jahr, das heißt die Löscheinheit Maßweiler kann voraussichtlich im ersten Halbjahr 2026 umziehen.

Auf einen in einer vorausgegangenen Sitzung von der FWG gestellten Antrag hin, trug Wehrleiter Harald Borne die 129 Seiten umfassende 28. Fassung des Feuerwehrorganisations- und -bedarfsplans vor. Nach seiner Aussage wurde die Fortschreibung in Zusammenarbeit mit den Wehrführern erstellt. Zahlreiche Wehrleute im Zuhörerraum verfolgten den Vortrag. FWG-Sprecher Peter Sammel äußerte Zufriedenheit mit der Antragswahrnehmung, hätte den Punkt aber gerne nichtöffentlich behandelt, um den Wehrführern Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Das ist aber laut Heino Schuck in dieser gewünschten Form nicht möglich.

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