Ortsgemeinderat : Neue Bauplätze für Dietrichingen

Der Ortsgemeinderat hat sich für das Gebiet zwischen Flur- und Feldstraße entschieden.

Jungen Leuten aus dem Dorf eine Chance zum Bauen der eigenen vier Wände zu geben, vielleicht sogar Anreize für interessierte Bauwillige von auswärts zu schaffen, das wollen die Dietrichinger Kommunalpolitiker mit Ortsbürgermeisterin Ulrike Vogelgesang. Die Weichenstellung dafür erfolgte bei der Ratssitzung letzte Woche mit einem Grundsatzbeschluss. Zwischen zwei Möglichkeiten hatte das Gremium die Wahl. Das jetzige Grün zwischen Flur- und Feldstraße bekam in der Grundsatzentscheidung den Vorzug. Jetzt wird Ortsbürgermeisterin Ulrike Vogelgesang bei den Grundstückseigentümern vorsprechen. 

Die Entscheidung für dieses Gebiet fiel erfreulicherweise einstimmig. Auf die Frage, ob denn mit den Grundstückseigentümern schon gesprochen worden, sei hatte die Vorsitzende nur eine passende Antwort: „Konnte ich doch nicht, ich wusste ja nicht, für welches Gebiet sich die Ratsmitglieder entscheiden!“ Neben dem Bereich zwischen den beiden Straßenzügen wäre auch ein Gebiet bei der Gustav-Schmenger-Straße und dem Friedhof in Frage gekommen. Doch die Wahl für das jetzige Wunschgebiet löste keinerlei Diskussionen aus. Allenfalls Thomas Klein hinterfragte, ob denn Dietrichingen gleichfalls ein Baugebiet brauche, wo doch gegenwärtig in vielen Ortschaften der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land diesem Trend gefolgt werde. Dem widersprach die Ortsbürgermeisterin vehement, denn sie bekomme viele Anfragen zu möglichem Bauland. Zudem sei es auch für die Gemeindefinanzen gut, wenn Neubürger in den Ort zögen, denn die Gemeinde würde allein über den Anteil an der Einkommensteuer steuerlich partizipieren. Freie Bauflächen gebe es nicht, Leerstände seien keine zu verzeichnen. Auf jeden Fall sei die Nachfrage gegeben.

„Wir kommen nicht drum herum ein neues Baugebiet auszuweisen“, meinte auch die Erste Ortsbeigeordnete Ruth Stegner und erinnerte daran, dass das letzte Baugebiet vor zig Jahren erschlossen worden sei. Konkret stehen jetzt als nächster Schritt die Gespräche mit den Grundstückseigentümern an, die Ortsbürgermeisterin Ulrike Vogelgesang führen wird.

Auf die Erschließungs-Möglichkeiten ging Verbandsbürgermeister Björn Bernhard nur am Rande ein. Die Ortsbürgermeisterin favorisiert das Erschließen des neuen Baugebietes mit einem Erschließungspartner, weil das Tragen der Erschließungslast wohl nicht mit dem steuerlichen Aufkommen der Gemeinde zu schultern sei. Doch diese Gespräche können erst konkret geführt werden, wenn die jetzigen Grundstückseigentümer der Planungsabsicht der Ortsgemeinde zugestimmt haben. Die Baugebietsfläche wird rund 8000 Quadratmeter betragen. 

Mehr Personal wird wohl beim baulich erweiterten Kindergarten in Althornbach benötigt. die Protestantische Kirchengemeinde Althornbach als Einrichtungsträgerin ist allerdings nicht bereit, das Mehr an Personalkosten zu übernehmen. Kosten für 3,3 Mehrstellen fallen an. Der Rat stimmte der vorgelegten Zusatzvereinbarung zu. Der müssen jetzt noch als Letzte in der Runde die Ratsmitglieder aus Mauschbach zustimmen.