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Contwigs Einnahmen sollen in den neuen Kindergarten fließen: Neubauten spülen Geld in die Kassen

Contwigs Einnahmen sollen in den neuen Kindergarten fließen : Neubauten spülen Geld in die Kassen

Contwig profitiert vom Verkauf von Bauplätzen. Die Einnahmen sollen in den geplanten Kindergarten fließen.

Der Verkauf von Bauplätzen im gegenwärtigen Neubaugebiet „Oberhalb des Bohnrechs“ spült erhebliches Geld in die Gemeindekasse von Contwig. Das stellte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bärmann mit Zufriedenheit bei der Beratung des zweiten Haushaltsnachtrags in diesem Jahr in der Ratssitzung am Donnerstagabend im Rathaus fest. Grundstückserlöse in diesem und dem kommenden Jahr sind nach Darlegung des Ortsbürgermeisters Bärmann die Haupteinnahmequelle der Gemeinde.

40 Bauplätze sind der Ortsgemeinde im Zuge des gesetzlichen Umlegungsverfahrens zugesprochen worden. 35 baureife Plätze im Gebiet an der Kreisstraße, die nach Oberauerbach führt, sind nach den Angaben von Karl-Heinz Bärmann bereits verkauft. Vielfach ist der Grundstücksverkauf bereits beim Notar beurkundet worden. Die Erlöse aus dem Verkauf von 17 Bauplätzen spülten jetzt eine Einnahme von 350 800 Euro in die Gemeindekasse.

Hinzu kam der Bodenerlös eines Grundstücksverkauf innerhalb der Ortslage. Das waren nochmals 167 000 Euro, womit unterm Strich die Gemeinde zu einer Einnahme von 517 800 Euro kam. Bärman: „Das ist in diesem Jahr unsere Haupt­einnahmequelle gewesen und wird es auch im kommenden Jahr sein, wenn wir den Erlös aus dem Verkauf von 24 weiteren Bauplätzen im Haushalt einstellen“. Geld, das die Gemeinde gut gebrauchen kann, denn mit dem Bau des dringend notwendigen weiteren Kindergartens tun sich für die Kommunalpolitiker erhebliche Finanzierungslücken auf. Bis 2019/2020 fehlen in der größten Ortschaft der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land 60 Kindergartenplätze. Schon jetzt sind 30 Plätze überfällig, weshalb eine Übergangslösung her musste und beim Kommunalen Kindergarten in Stambach wie den konfessionellen Kindergärten in Contwig Notgruppen gebildet wurden. 20 Kindergartenkinder haben einen passenden Platz im Gemeindehaus der protestantischen Kirchengemeinde gefunden, die dortige Einrichtung musste deshalb baulich dem neuen Verwendungszweck angepasst werden, was rund 47 000 Euro teuer war und wozu die Gemeinde einen Kostenanteil von 15 000 Euro beisteuerte.

Eine Maßnahme, die nunmehr im zweiten Haushaltsnachtrag gleichfalls verabschiedet wurde. Rund 2,2 Millionen Euro werden in den neuen Kindergarten, dessen Einrichtungsträgerin gleichfalls die Gemeinde ist, investiert. Die Genehmigungsplanung dafür sei vom beauftragten Planungsbüro Bohrer aus Zweibrücken fertiggestellt, erläuterte der Vorsitzende im Zusammenhang mit seinen Erläuterungen zur zweiten Nachhaushaltssatzung. Eine Abstimmung mit dem Landesjugendamt und der Kreisverwaltung als Genehmigungsbehörde des Bauantrags habe ein positives Echo gefunden, kleinere Plankorrekturen würden jetzt eingearbeitet.

Bärmann geht davon aus, dass bis zum Frühjahr 2018 die Baugenehmigung für den neuen Kindergarten vorliegt und dann mit den eigentlichen Arbeiten losgelegt werden kann. Bis zum Schuljahrbeginn 2019 müsse die neue Einrichtung fertig sein, daran führe kein Weg vorbei, so Bärmann. Oberhalb der Pestalozzischule in Contwig wird dieser zweite kommunale Kindergarten in Contwig seinen Standort haben. Notwendige bebauungsplanrechtiche Beschlüsse fassten die Ratsmitglieder in gleicher Sitzung, nachdem eine ursprüngliche vereinfachte Änderung des Bebauungsplan in diesem Gebietsbereich nicht zum Tragen kam. Der Kindergartenstandort liege im Außenbereich, da wolle man auf rechtssicherer Seite sein, weshalb jetzt ein normales Bebauungsplanverfahren die Rechtsgrundlage für die Baugenehmigung sein wird. Parallel werden die beiden Verfahren betrieben.

Die Urnenbeisetzung hat auf den Friedhöfen in Stambach und Contwig der noch bis vor einigen Jahren üblichen Erdbestattung den Rang abgelaufen. Insgesamt werden acht neue Stelenwände installiert, fünf auf dem Friedhof in Contwig und drei auf dem im Ortsteil Stambach. Zusammen mit der zusätzlichen Arbeit wird das eine Investition von rund 105 000 Euro ergeben Insgesamt hatte dieser zweite Haushaltsnachtrag ein Gesamtvolumen von rund 6,684 Millionen Euro. Der Nachtrag wurde einstimmig angenommen.