1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken-Land

Neubaugebiet Auf dem Alten Feld im Ortsgemeinderat Kleinsteinhausen

„Auf dem Alten Feld“ : Kleinsteinhausen plant 30 neue Bauplätze

„Auf dem Alten Feld“ wollen Gemeinderat und Bürgermeisterin nun endlich Nägel mit Köpfen machen, damit ihr 742-Einwohner-Ort kräftig wachsen kann.

Einen Schubladenplan wieder hervorgekramt haben die Kommunalpolitiker von Kleinsteinhausen: In der Gewanne „Auf dem Alten Feld“ sollen rund 30 neue Baugrundstücke entstehen. Die Baugesellschaft Artec aus Ramstein-Miesenbach mit Dipl.-Ing. Rainer Martin an der Spitze wird planen, die Vermarktung betreiben und möglicherweise als Partner der Ortsgemeinde auch die Erschließung des neuen Baugebietes vornehmen.

In zwei Bauabschnitten wird das künftige Baugebiet oberhalb des Kleinsteinhauser Friedhofes vorgenommen. Das ist jetzt schon sicher. Für Ortsbürgermeisterin Martina Wagner vor allem wichtig: Es gebe schon recht viel Interessierte für ein Baugrundstück. Die Mitglieder des Ortsgemeinderates ziehen in der Grundsatzfrage voll mit.

Gelände für acht neue Eigenheime, junge Familie als Grundstückseigentümer, hat die Ortsgemeinde in der Nachbarschaft des älteren Baugebietes „Buchhecke“ erst vor Jahresfrist erschlossen.

Gemeinsamen mit dem Baulanderschließungsträger Berthold Staab aus Schmitshausen konnte Bürgermeisterin Wagner eine wahre Erfolgsgeschichte schreiben. Die Ortsbürgermeisterin rückblickend: „Wir haben da nur gute Erfahrungen gesammelt, das ging alles ratzfatz und natürlich wünsche ich mir zusammen mit den Mitgliedern des Ortsgemeinderates, dass wir jetzt mit dem Baugebiet ,Auf dem Alten Feld’ sowas wiederholen können. Keine Frage, das ist für alle Beteiligten nicht einfach, doch wir werden das probieren.“

Wagner ist positiv eingestimmt, weiß bei ihren Überlegungen die Mitglieder des Ortsgemeinderates auf ihrer Seite und geht die Sache mit großem Elan an. „Wir planen ja nicht zum ersten Mal. Wichtig dabei ist: Junge Familien wollen nach Kleinsteinhausen. Mit dem Kindergarten und von dem, was Dorfbevölkerung und Dorfvereine den Neubürgern anzubieten haben, ist jeder begeistert. Ich habe schon viele Interessierte für ein Baugrundstück auf der Liste. Und wenn die Grundstückssuchenden spüren, in Kleinsteinhausen tut sich was, dann sind die auch fix bei der Hand als potenzielle Bauplatzerwerber. Aber, es muss sich was tun und nicht allen bei den oftmaligen Absichten und Erläuterungen bleiben.“

Die Bürgermeisterin jedenfalls ist mehr als zuversichtlich, zumal mit dem nun zur Baulandschaffung vorgesehene Gebiet schon viele Dinge durchexerziert sind. Dazu Wagner: „Selbst die oftmals obligatorische gesetzliche Bodenordnung war bereits in die Wege geleitet. Das Vermessungsamt hatte bereist, alles war spruchreif fertig.“

Dass es dann an besagter Stelle zwischen dem Friedhof und der Brunnengasse dann doch kein Bauland gab, habe verschiedene Gründe gehabt, erinnert Wagner. Die Ortsbürgermeisterin hat jedoch diese Vergangenheit abgeschlossen, es gelte nunmehr die Zukunft zu gestalten. „Fakt ist, wir brauchen Bauland, es besteht Nachfrage zu Baugrundstücken und für das erneut zur Bebauung vorgesehene Gebiet kann auch jetzt noch im ,beschleunigten’ Verfahren nach den Bestimmungen des Baugesetzbuchs Bauland werden.“

Im ersten Bauabschnitt hat es die Ortsgemeinde mit vier verschiedenen Grundstückseigentümern zu tun, im zweiten Abschnitt mit fünf Eigentümern, von denen aber zwei bereits im ersten Bauabschnitt zum Kreis der zählten, deren Zustimmung für die Aufgabe des Geländes notwendig war. Entgegen dem früheren Bebauungsplan für das Gebiet, ein solcher war bereits rechtskräftig, sehen die Verbandsgemeindewerke nunmehr mit Werkleiter Eckart Schwarz an der Spitze weniger Probleme.

Insbesondere das Ableiten des Oberflächenwassers sorgt für weniger Kummerfalten auf den Stirnen der Verantwortlichen. Wagner: „Es sind zusammen mit der Fachbehörde Auswege gefunden worden. Im ersten Bauabschnitt haben sie schon in der Vergangenheit nicht bestanden!“ Dipl.-Ing. Rainer Martin wird jetzt den neuen Bebauungsplan konzipieren und nach der Sommerpause vorstellen. Die Zustimmung zu diesem Grundsatzbeschluss geschah vergangene Woche in der Sitzung des Ortsgemeinderates einstimmig.

Das Herstellen des Ringankers beim Wartehäuschen für Busreisende am „Kapellchen“ soll in diesen Tagen geschehen. Weitere Arbeiten wurden nicht vergeben angesichts der aktuell überregional sehr hohen Preise im Baugewerbe. Deshalb soll die Auftragsvergabe auch dann erst erfolgen, wenn die unmittelbare Ausführung sich anschließt. Es sollen dadurch Kosten eingespart werden. Die Leimbinder um das Gebälk herzustellen, konnte Martina Wagner günstig beim Fachbetrieb Sattler aus Niederauerbach in Auftrag geben. Dort gab es noch Altbestand.

Am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ nimmt Kleinsteinhausen im kommenden Jahr teil, beschloss der Ortsgemeinderat.

Die zusätzlichen Arbeiten beim Dorfgemeinschaftshaus (Glockenturm etc.) hat das Land Rheinland-Pfalz erneut mit 30 000 Euro gefördert.