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Nachwuchs-Boom: Kindergarten muss wachsen

Nachwuchs-Boom: Kindergarten muss wachsen

Einen kleinen „Babyboom“ gab es 2014 in Riedelberg. Sechs Geburten wurden verzeichnet – schon jetzt machen sich die Ratsmitglieder deshalb Sorge um die Kindergartenplätze.

Mit seinen 381 Einwohnern zählt Riedelberg zu den kleineren Orten Zweibrücken-Lands. Umso mehr freute Ortsbürgermeister Peter Lethen, dass er jetzt dem Gemeinderat berichten konnte, dass 2014 mit sechs Geburten sowas wie ein "Babyboom" in Riedelberg zu verzeichnen war.

Die Frage ist nur: Reicht da bald noch der Platz im Kindergarten der Ortsgemeinde? Nach jetzt schon eingeleiteten Prüfungen, bieten sich Lösungsmöglichkeiten an. "Wir bekommen die Betriebserlaubnis, was die Gruppe für die Kinder unter drei Jahren angeht, kurzfristig aufgestockt", berichtet Lethen. "Einer Überbelegung wird zugestimmt, das haben uns die Verantwortlichen von Kreis- und Landesjugendamt schon zugesichert." Bislang gibt es maximal fünf Plätze für unter Dreijährige. Auf Antrag sind bis sieben Plätze möglich. Derzeit seien vier Plätze belegt und Lethen ist zusammen mit den Ratsmitgliedern zuversichtlich, dass alle Kinder einen Platz bekommen, wenn es soweit ist.

Keinen Platz in der Gemeinde haben die Tischtennissportler vom TTC Riedelberg , dem sportlichen Aushängeschild des Ortes, welche ihre Heimat weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht haben. Ein Drittel der Bevölkerung ist Mitglied in diesem Verein, der 80 Aktive in 14 Mannschaften zählt. Um den Spielbetrieb abwickeln zu können, musste der Verein vier Sporthallen anmieten. Das soll sich jetzt ändern: Gegenüber dem Dorfgemeinschaftshaus wollen sich die Tischtennissportler eine eigene Sporthalle bauen. Die Weichen dafür sind längst gestellt - doch auf Bitten der Kommunalaufsicht musste auch der voriges Jahr neu gewählt Rat den schon gefassten Beschluss über eine zehnprozentige Förderung dieses Bauvorhabens bekräftigen. Die Zustimmung wurde nun voll und ganz erneut erteilt. "Was in diesem Verein allein an erfolgreicher Jugendarbeit geleistet wird, ist beispielhaft", würdigte Lethen.

Grüner wird es in der Gemarkung, denn die Kompensationsmaßnahmen für die errichteten Windräder werden dieses Frühjahr beendet. 262 Obstbaum-Hochstämme werden insgesamt gepflanzt, der größte Teil steht. Ein Fachunternehmen aus Contwig nahm die Pflanzungen vor und weil die Bäume weitgehend auf Gemeindegelände stehen, können sich die Dorfbewohner später einmal des Obstes bedienen, verspricht der Rat. Bedauert wurde, dass nicht noch mehr Bürger das Angebot, Obstbäume kostenfrei auf ihr Eigentum zu bekommen, angenommen haben.

Am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" wird die Gemeinde in diesem Jahr wieder teilnehmen. Vertagt wurde die Entscheidung über ein Anlegen von Urnengräbern. Nachfrage und Standorte sollen hier nochmals auf den Prüfstand.