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Nach der Wahl genossen die Zweibrücker die Sonne

Nach der Wahl genossen die Zweibrücker die Sonne

Zweibrücken. Strahlender Sonnenschein lockte gestern Mittag viele Zweibrücker in den Rosengarten. Annegret Kirchner hatte in ihrem kleinen Laden alle Hände voll zu tun. Seit elf Uhr bediente sie dort ihre Kunden. "Vorher war ich selbstverständlich noch wählen", sagt die Geschäftsfrau. Schließlich habe sie später keine Gelegenheit mehr. Auch in der Fußgängerzone war jede Menge los

Zweibrücken. Strahlender Sonnenschein lockte gestern Mittag viele Zweibrücker in den Rosengarten. Annegret Kirchner hatte in ihrem kleinen Laden alle Hände voll zu tun. Seit elf Uhr bediente sie dort ihre Kunden. "Vorher war ich selbstverständlich noch wählen", sagt die Geschäftsfrau. Schließlich habe sie später keine Gelegenheit mehr. Auch in der Fußgängerzone war jede Menge los. Familie nutzen den Sonntag, um gemütlich an den Geschäften vorbei zu bummeln und gönnten sie bei spätsommerlichen Temperaturen einen Besuch in der Eisdiele. Die Wenigsten werden den Tag wohl zu Hause verbracht haben. "Schließlich beginnt bald der Herbst mit seinem trüben Wetter. Da hat man noch genügend Gelegenheiten, um sich auf dem kuscheligen Sofa im Wohnzimmer breitzumachen", so Ulrike Oppermann, die mit ihrem Mann die Sonne während eines Spaziergangs am Schwarzbach genießt. Gewählt habe sie noch nicht. "Das werde ich aber auf dem Heimweg nachholen", versichert die Contwigerin. Kurz nach Öffnung der Wahllokale war in der Stadt kaum jemand unterwegs. Der ein oder andere wird den Weg in die Bäckerei für seine Stimmabgabe genutzt haben. Andere machten ihre Kreuzchen, bevor sie zu einem Ausflug aufbrachen. Nach Auskunft der Wahlhelfer war gegen Mittag noch einmal großer Andrang an den Urnen. Das seien hauptsächlich Langschläfer oder Gottesdienstbesucher gewesen. Über Mittag habe dann gähnende Leere geherrscht. Ganz anders in den meisten Lokalen der Stadt: Besonders in den Biergärten war kaum noch ein freier Platz zu ergattern. Außer den ehrenamtlichen Wahlhelfern mussten in Zweibrücken gestern auch viele andere Menschen arbeiten. Neben Gastronomen unter anderem Polizisten, Ärzte und Krankenpfleger. Die meisten von ihnen hatten vorher die Briefwahl genutzt. Während der Schicht, die oft bis zu zwölf Stunden dauert, mal kurz ins Wahllokal fahren, ist schließlich nicht möglich. "Vorher war ich selbstverständlich noch wählen."Annegret Kirchner