Moulin folgt Fuhr

Mit nur zwei Neinstimmen ist Stéphane Moulin am Samstag an die Spitze des SPD-Unterbezirks Pirmasens-Zweibrücken gewählt worden. Seine Stellvertreter sind Angelika Glöckner und Peter Spitzer.

Auf den Landtagsabgeordneten und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden in der SPD-Landtagsfraktion Alexander Fuhr folgt jetzt der Zweibrücker Stéphane Moulin an die Spitze des SPD-Unterbezirks Pirmasens-Zweibrücken. Beim Parteitag am Samstag im Dellfelder Bürgerhaus war der neue "Steuermann" von 85 Genossen der 90 Stimmabgeber gewählt worden. Lediglich zwei Mal stand ein Nein auf dem Wahlzettel.

Gleichberechtigte Stellvertreter im Parteivorstand sind die Bundestagsabgeordnete Angelika Glöckner und der SPD-Kandidat für das Amt des Landrats im Landkreis Südwestpfalz, Peter Spitzer. Sie waren mit 86 beziehungsweise 85 Ja-Stimmen erneut gewählt worden. "Ich habe Lust auf dieses Amt. Ich habe Lust, vieles von dem, was ich mir für die kommende Arbeit vorgenommenen habe, mit eurer Unterstützung umzusetzen", gab sich Moulin kämpferisch bei seiner eigenen Vorstellung. Zu den Arbeitszielen, die Moulin hervorhob, zählt unter anderem, Forderungen der westpfälzischen Sozialdemokraten in Berlin klarzumachen und ins Bewusstsein der Entscheidungsträger zu bringen sowie die Parteiarbeit der Genossen von der Basis her zu intensivieren. Dabei gelte es auch, verstärkt Mitglieder für die Partei zu gewinnen und gemeinsam um die Sache und sozialdemokratischen Werte zu kämpfen.

Moulin möchte seine Arbeit nicht allein an Wahlterminen orientiert wissen, obwohl diese für jeden Kommunalpolitiker weiterhin die große Herausforderung seien. Mit Peter Spitzer stelle die SPD einen mehr als herausragenden Kandidaten. Dass der Unterbezirk mit Wolfgang Denzer (GV Rodalben) und Markus Keller (VG Dahner Felsenland) zwei weitere, aussichtsreiche Kandidaten ins Rennen schicke, sei gleichfalls eine sehr wichtige, richtungsweisende Personalentscheidung.

In seinem Rechenschaftsbericht betonte der scheidende Vorsitzende Alexander Fuhr noch einmal, was ihn dazu bewogen hat, nicht mehr für das Ehrenamt innerhalb der Partei zu kandidieren. Die Belastung innerhalb der Landtagsfraktion und das Ehrenamt des Stadtbürgermeisters von Dahn lasse eine verantwortungsvolle Arbeit an der Spitze des Unterbezirks nicht weiter zu.

Minutenlangen Beifall hatte die Bundestagsabgeordnete Angelika Glöckner bekommen, die sehr detailliert über die Arbeit in der Bundeshauptstadt berichtete und erneut betonte, dass sie sich dafür einsetze, dass die Region Westpfalz von den Fördertöpfen des Bundes partizipieren kann. Sie endete mit dem Satz: "Wir brauchen eine sozialdemokratische Stimme der Region in Berlin." Daniel Stich als Generalsekretär der Landes-SPD wusste mit seinen Redebeitrag viele Hintergrundinformationen zur Ampelregierung zu vermitteln und meinte, dass das Vermitteln von sozialdemokratischen Werten die große Herausforderung für alle Genossen sei. "Das muss wieder unser Credo sein, daran müssen die Menschen wieder glauben können."