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Möglichst früh zur Selbstständigkeit erziehen

Möglichst früh zur Selbstständigkeit erziehen

Im Riedelberger Kindergarten sollen die Kleinen möglichst früh zur Selbständigkeit herangeführt werden. So lernen sie Wäsche waschen, kochen und putzen. Bald soll auch wieder das Hochbeet bepflanzt werden, um die Natur beim Wachsen beobachten zu können.

Ohne Kinder haben die Kommunen keine Zukunft. Besonders im Blick auf den zu erwartenden Bevölkerungsrückgang in der Südwestpfalz stehen deshalb umfangreiche Angebote für junge Familien bei der politischen Arbeit an erster Stelle. Der Nachwuchs liegt deshalb den politisch Handelnden in Riedelberg ganz besonders am Herzen.

Seit 20 Jahren gibt es in der Gemeinde nun schon den Kindergarten "Regenbogen", wie Leiterin Petra Limycz berichtet. Derzeit besuchen elf Kinder diese Einrichtung. Die Knirpse stammen fast ausschließlich aus dem Ort. Einige von ihnen sind keine drei Jahre alt. Es lägen auch schon einige neue Anmeldungen vor, da es in letzter Zeit viele Geburten in Riedelberg gegeben habe. Allein in der Zollhausstraße seien sechs Babys zu verzeichnen.

Geöffnet hat der Kindergarten von 7.30 bis 16 Uhr. "Wir haben eine Gruppe", macht Limycz klar, dass es sich um eine sehr kleine Einrichtung handele, die aber vor allem mit ihrer Qualität überzeuge. Das Gebäude ist allerdings in zwei Bereiche aufgeteilt, um dem Altersunterschied der Kinder gerecht werden zu können.

Eine der vier Erzieherinnen sei eine Sprachförderkraft. In Riedelberg sollen die Kinder vor allem möglichst früh zu Selbstständigkeit herangeführt werden. So lernten sie Wäsche waschen, kochen und putzen. Es gebe auch eine enge Zusammenarbeit mit der Vinninger Grundschule. "Die Vorschulkinder besuchen diese zwei Mal", berichtet die Leiterin. Außerdem finde ein Info-Nachmittag statt und die Kinder würden auch am Spielfest der Schule teilnehmen. Der Kindergarten sieht sich in Riedelberg im Dorfgeschehen voll integriert. So organisiere der Förderverein den Martinsumzug. Auch eine Teilnahme am Dorffest sei selbstverständlich. Darüber hinaus sei der Nachwuchs auch bei der Erntedankfeier präsent.

Auf dem schattigen Grundstück der Einrichtung, auf dem sich einige Spielgeräte befinden, soll nun auch wieder das Hochbeet bepflanzt werden. Schließlich soll dem Nachwuchs noch mehr über die Natur erfahren.

Das Mittagessen liefere die Arbeiterwohlfahrt . "Wir können zwischen drei Gerichten wählen", sagt die Erzieherin, die sich die Speisen auch selbst schmecken lässt. Es gebe aber auch die Möglichkeit, im Kindergarten selbst kleine Gerichte zu kochen, merkt sie an.

Das benachbarte Dorfgemeinschaftshaus nutzen die Kleinen dann zum Turnen, denn der Bewegungsdrang ist altersgemäß natürlich groß. Dieser solle auch unterstützt werden, da dies der Gesundheit förderlich sei.