Neues Angebot Auto-Leihstation bei Verbandsgemeinde eingerichtet

Zweibrücken-Land · Der Neunsitzer ist in erster Linie für Bürger aus Zweibrücken-Land gedacht – aber nicht nur.

Ins Buchungsverfahren des mikar-carsharing-Fahrzeuges ist die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land nicht eingebunden, allein am Tag der Übergabe hatte der Verbandsbürgermeister Björn Bernhard (rechts) den Fahrzeugschlüssel und erste Mietinteressenten waren auch prompt zur Stelle.

Ins Buchungsverfahren des mikar-carsharing-Fahrzeuges ist die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land nicht eingebunden, allein am Tag der Übergabe hatte der Verbandsbürgermeister Björn Bernhard (rechts) den Fahrzeugschlüssel und erste Mietinteressenten waren auch prompt zur Stelle.

Foto: Norbert Schwarz

Dass Mobilität gerade auf dem „flachen Land“ für Menschen aus allen Altersschichten eine ganz bedeutende Rolle spielt, hat der heutige Verbandsbürgermeister Bernhard als Landbewohner von allem Anfang an mitbekommen, wenngleich das Auto in seiner Familie bereits immer einen ganz besonderen Stellenwert dadurch einnahm, dass der verstorbene Vater Kraftfahrzeugmeister in größeren Betrieben gewesen ist. Als das „Mikar-Carsharing Modell“ vor längerer Zeit auf den Markt kam, wuchs das Interesse, dieses Angebot auch in Zweibrücken-Land zur Verfügung zu stellen. Seit Wochenanfang gibt es auf dem seitlichen Parkplatz des Verwaltungsgebäudes direkt an der Landauer Straße einen Standort für einen neunsitzigen Kleinbus.

„Carsharing-Station“ heißt es auf dem speziellen Parkplatzschild, die Dauerparkfläche davor ist weiß deutlich abgegrenzt. Neben der Unternehmensbezeichnung mikar wird auch noch darauf hingewiesen, dass diese Stellfläche für einen fahrbaren Untersatz von Mikar-Carsharing reserviert ist. Geparkt ist dort ein Kleinbus mit insgesamt neun Fahrgastsitzen, alles nagelneu und direkt vom Werk. Es ist ein Dieselfahrzeug von Renault mit 107 kW Motorenleistung. Die weiße Autofläche ist teilweise bereits mit Logos von Unternehmen aus der Region beklebt, sie haben mit dem Eingehen dieser Werbeleistung zum Anschaffen des Sharing-Fahrzeuges wesentlich beigetragen.

Natürlich haben die Mitglieder des Verbandsgemeinderates diesem Projekt insgesamt zugestimmt, nach Aussage von Björn Bernhard hat die Vorbereitungsphase insgesamt rund 18 Monate gedauert. Mit einem Führerschein der Klasse BE oder noch dem altbekannten grauen Lappen mit Führerscheinklasse 3 darf man das Fahrzeug führen.

Die Formalitäten für die Buchung werden allesamt mit einer App geregelt, wie das heutzutage modern ist und beispielsweise auch bei den Elektrorollern in größeren Städten geschieht. Diese App gibt auch Aufschluss darüber, ob am fraglichen Tag nicht schon eine Buchung vorliegt und der Dinge mehr. Der Dieselverbrauch für die Strecke wird zum Abschluss der Fahrt berechnet und muss nachgetankt werden. Die Mikar-App regelt Buchung und Abrechnung gleichermaßen. App laden. Fahrt buchen und losfahren, so ist die Losung. Für die Stunde 6,90 Euro, am Tag insgesamt 59,90.

Für vier Stunden rund 28 Euro an Mietkosten, das könnte andere Mitbewerber nicht so leicht bieten, hat der Verbandsbürgermeister ausgetüftelt, der insbesondere eine Nutzungschance bei Vereinen, geselligen Treffs und größeren Familien sieht. Der Projektgedanke nahm in der Corona-Zeit Gestalt an und da sei es nicht so einfach gewesen die Werbepartner für die Freiflächen auf dem Kleinbus zu finden, räumt der Verbandsbürgermeister ein. Zudem sei die Lieferzeit des Neufahrzeuges lang gewesen.

Die Verbandsgemeinde selbst muss sich um überhaupt nichts kümmern, sie stellt die Parkfläche lediglich zum Abstellen des Sharing-Fahrzeugs bereits in der Hoffnung, dass viele Bürger und Vereine aus der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land davon Gebrauch machen. Eine Grundvoraussetzung ist das aber nicht, das Ausleihen des Fahrzeuges steht allen interessierten Bürgern offen.