Mehr Kitaplätze für Contwig

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Errichtung einer Kindertagesstätte beschlossen.

Dass Contwig "einen Kinderzuwachs hat, ist gut", sagte Thorsten Sefrin (CDU) in der Gemeinderatssitzung. Damit zähle Contwig zu den Gemeinden ohne Rückgang, stellte auch Volker May (SPD) erfreut fest. Doch der Zuwachs hat auch eine Folge: Nach Einschätzung des Landes- und Kreisjugendamts fehlen in Contwig ab 2018 rund 60 Kindergartenplätze. "Die müssen wir schaffen. Das ist eine Pflichtaufgabe", sagte Sefrin.

Darin waren sich auch alle Ratsmitglieder einig. Uneins war sich der Rat jedoch über die Formulierung im Beschlussvorschlag, der nur einen Neubau vorsieht. "Wir sollten rein schreiben, andere Optionen zu prüfen", schlug May vor. Wenn keine praktikabel sei, müsse neu gebaut werden. Dabei hatte die SPD an den Umbau des katholischen Schwesternhauses als Möglichkeit gedacht. "Das Landesjugendamt hat von einem Umbau eines Altbaus abgeraten", sagte Bürgermeister Karlheinz Bärmann (CDU). Helmut Weis (UWG) meinte wie Sefrin, dass ein Umbau eines Gebäudes "ein Fass ohne Boden" sei.

Auf Vorschlag von Walter Carius (CDU) wurde der Beschluss geändert. Der Rat beschloss einstimmig "die Errichtung einer Kindertagesstätte von drei Gruppen". Damit blieben alle Möglichkeiten offen. Bärmann forderte die Fraktionen auf, in den nächsten beiden Wochen Vorschläge zu machen. Einen neuen Kindergarten in der Größe hatte die Gemeinde erst vor zwei Jahren in Stambach geschaffen. Einen Anbau an das Gebäude sei wegen der Erschließung nicht machbar, sagte Bärmann. Zudem sei es unpraktikabel, in Stambach zu erweitern, wenn in Contwig ein Neubaugebiet entstehe. Der Neubau kostete rund 1,8 Millionen Euro. Nach der Berechnung von Bärmann könne Contwig insgesamt mit Zuschüssen in Höhe von 640 000 Euro rechnen. "Dann blieben noch 1,1 bis 1,2 Millionen Euro für die Gemeinde." Nach dem Neubau des Rathauses, des Kindergartens in Stambach sowie dem Straßenausbau komme Contwig "an die Schmerzgrenze", meinte May. "Wir müssen aber auch das stemmen", verwies Sefrin auf die Pflichtaufgabe.

Als Folge der Attraktivität von Contwig als Wohngemeinde wurde ein Beschluss aus dem Herbst 2016 geändert. Das Gebiet "Auf dem Mühlbach hinterm Bohnrech" sollte in zwei Abschnitten entwickelt werden. "Aufgrund der großen Nachfrage wäre es sinnvoll, das gesamte Gebiet komplett zu erschließen", schlug Bürgermeister Bärmann vor. Der Rat stimmte zu. Zumal so auch Kosten eingespart werden. In dem Gebiet entstehen 89 Bauplätze. 41 davon sind im Besitz der Gemeinde. In dem Gebiet wurde auch der Bebauungsplan geändert. Auch im Gewerbegebiet "Am Bahnhof" wurde der Bebauungsplan geändert. Der Wertstoffhof soll Richtung Sportplatz verlegt und vergrößert werden. Auf dem bisherigen Gelände des Wertstoffhofs möchte sich ein Gewerbebetrieb ansiedeln, sagte Bärmann. Die Planung für den Contwiger Wald wird weiter das Land Rheinland-Pfalz und kein privates Unternehmen übernehmen.

Die Klimaanlage in der Friedhofshalle ist defekt. Der Gemeinderat ermächtigte den Bürgermeister, den Auftrag an den günstigsten Bieter zu vergeben. Ebenso bei der Anschaffung eines Eingangselements für das Haus in der Hohlbachstraße. Der Maibau bekommt nach rund 30 Jahren neue Schilder. Den Auftrag für rund 5600 Euro erhielt die Werbewerkstatt in Zweibrücken. Der Rat gestattete der neu formierten Straußjugend, den Platz vor dem Rathaus für ein Treffen mit anderen Straußbuben an Pfingsten zu nutzen.