Doppelhaushalt 24/25 Mauschbach schreibt weiter schwarze Zahlen

Mauschbach · Der Ort rühmt sich, als erster in der Verbandsgemeinde ein vollständiges Starkregen-Konzept vorweisen zu können.

 Zwei großvolumige Rückhaltebecken schuf jetzt schon die Ortsgemeinde Mauschbach, damit bei Starkregen und Sturzfluten Oberflächenwasser von den Feldern gesammelt wird.

Zwei großvolumige Rückhaltebecken schuf jetzt schon die Ortsgemeinde Mauschbach, damit bei Starkregen und Sturzfluten Oberflächenwasser von den Feldern gesammelt wird.

Foto: Norbert Schwarz

Bei der Verabschiedung des Doppeletats für die Jahre 2024/2025 konnte Mauschbachs Ortsbürgermeister Bernhard Krippleben mit einer Überraschung aufwarten: „Wir bleiben weiterhin schuldenfrei, trotz Neubaugebiet, als erste Ortschaft in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land mit einem vollständigen, schlüssigen Konzept gegen Starkregen und Sturzfluten.“ Wenngleich die Telekom AG den Ort in Sachen Glasfaseranschluss einfach im Regen stehen ließ und gemachte Zusagen nicht einhält, dürfen die Mauschbacher dennoch hoffen. Lösungen zeichnen sich ab. Der Ortsbürgermeister: „Damit es keine Zeitverzögerungen im Verhandeln gibt, bin ich berechtigt, Nägel mit Köpfen zu machen!“

Vor Wochen fand im benachbarten Großsteinhausen eine Informationsveranstaltung in Sachen Glasfaserausbau im Südbereich der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land statt (wir berichteten). Althornbach, Dietrichingen. Großsteinhausen und Walshausen werden von der UGG, Unsere Grüne Glasfaser, ans schnelle Internet geführt. Den ersten Gesprächen soll die Bauphase noch in diesem Jahr folgen. Derzeit wird die Akzeptanz in den Ortschaften ausgelotet. Parallel dazu laufen nach den Darlegungen des UGG-Repräsentanten Verhandlungen mit Bautrupps, welche die Verlegearbeiten in den verschiedenen Orten ausführen.

Wie Ortsbürgermeister Krippleben jetzt den Rat informierte, stehen die Chancen nicht schlecht dafür, dass der „weiße Fleck Mauschbach“ im Übersichtsplan der Glasfaserdominanz in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land gleichfalls verschwinden kann. Im jüngst erschlossenen Neubaugebiet hat die Ortsgemeinde auf eigenen Kosten von rund 30 000 Euro sogar ein Leerrohr zur Aufnahme des Glasfaserkabels verlegen lassen. Es war, nebenbei vermerkt, ursprünglich von der Telekom AG zugesichert gewesen das zu übernehmen, bevor die grundsätzliche Ablehnung des Netzausbaues überhaupt kam.

Gespannt sind die Ratsmitglieder einschließlich Ortsbürgermeister jetzt darauf, wenn die künftigen Bauherrn einen Telefonanschluss bei der Telekom beantragen. Ob dieser dann noch mit dem überholten Kupferkabel verlegt wird? Den Ortsbürgermeister Krippleben ermächtigten die Ratsmitglieder jedenfalls dazu, eine Absichtserklärung zum Aufbau des Glasfasernetzes in Mauschbach unterzeichnen zu dürfen. Hinter dem eigenwirtschaftlichen Partner steht noch ein Fragezeichen, es könnte aber durchaus gleichfalls die UGG sein.

Erfahrungen mit Starkregenereignissen, Sturzfluten und Überschwemmungen konnte Mauschbach in den zurückliegenden Jahrzehnten zahlreich sammeln. Daher war im Ort das Interesse am Erstellen eines Konzepten gegen solche Naturereignisse groß. Die Mitarbeit der Bevölkerung beim Erstellen des Konzeptes durch das Planungsbüro Dilger aus Dahn war deshalb groß. Ortsbürgermeister Krippleben dankte noch einmal allen für diese Art des bürgerschaftlichen Miteinanders. Bauingenieur Steffen Daux stellte nunmehr das Konzept und bereits auf den Weg gebrachte Maßnahmen detailliert vor.

Zahlreiche vor-Ort-Besuche führten zum Endergebnis: Haupt- und Eckstraße sind besonders gefährdete Bereiche bei Hochwasser des Hornbachs. Während die Ortsgemeinde für ihre Bereiche in eigener Zuständigkeit Gegenmaßnahmen vorsieht, könnte die Überschwemmungsgefahr in Haupt- und Eckstraße durch das Hochwasserschutzkonzept für den Hornbach gebannt werden. Derzeit läuft für dieses Vorhaben, das vor mehr als 20 Jahren auf den Weg gebracht wurde, das Genehmigungsverfahren mit dem Ziel, auf Dietrichinger Gemarkung ein Rückhaltevolumen von fast 100 000 Kubikmeter zu schaffen. Damit könnten auch die Gefährdungsmomente in Mauschbach, darin waren sich alle in der Ratssitzung einig, zu den Akten genommen werden.

Beim Schaffen des letzten Neubaugebietes hat die Ortsgemeinde selbst einen ganz wesentlichen Beitrag zum Schutz der Unterlieger geschaffen. Beim Freizeitgebiet wurden zwei große Rückhaltebecken errichtet, welche Oberflächenwasser von den Außengebieten aufnehmen. Sie haben in jüngster Vergangenheit bereits eindrucksvoll ihre Funktionalität unter Beweis stellen können.

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