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Mauschbach beteiligt sich mit 150 000 Euro an Kindergarten Althornbach

Rat Mauschbach : 150 000 Euro für den Kindergarten

Der Ortsgemeinderat von Mauschbach stimmt für den Ausbau der gemeinsamen Einrichtung in Althornbach

150 000 Euro steuert die Ortsgemeinde Mauschbach zum Kindergartenprojekt in Althornbach bei. Das haben die Mitglieder des Ortsgemeinderates in der Montagssitzung so beschlossen. Für die Aufnahme weiterer Kinder ist eine dritte Gruppe dringend notwendig, doch dafür fehlt es augenblicklich an den passenden Räumlichkeiten. Die sollen jetzt geschaffen werden. Kinder aus Mauschbach und Dietrichingen besuchen auch die Kindertagesstätte in Althornbach, die zum Beginn der 90er Jahre für 1,2 Millionen, damals noch D-Mark, in unmittelbarer Nachbarschaft zur dortigen Grundschule geschaffen wurden.

„Es ist ein ständiges Gerede davon, dass Kinder unser aller Zukunft sind, also müssen wir auch dementsprechend handeln. Dabei will ich aber nicht unerwähnt lassen, dass es sich gerade die Politiker auf den übergeordneten Ebenen, etwa dem Land, mit ihren Entscheidungen leicht machen. Etwa dem Anspruch für Zweijährige nach dem neuen Kindergartengesetz, das im kommenden Jahr in Kraft tritt“, stellte Ortsbürgermeister Bernhard Krippleben einmal mehr fest und übte scharfe Kritik daran, wie das mit den Kosten für solche Einrichtungen tatsächlich ist.

Die Ortsgemeinden müssten letztendlich dafür aufkommen, gleich wie sie finanziell dastehen, so Ortsbürgermeister Krippleben in seiner kritischen Betrachtung. „Als der Kindergarten damals gebaut wurde, saß der damalige Ortsbürgermeister Willi Schmidt im Landtag. Davon haben wir profitiert. Es flossen viele Fördermittel in das Projekt. Unsere Nachbargemeinde Dietrichingen war finanziell in jenen Jahren besser gestellt und steuerte zum Vorhaben 35 000 DM bei, Mauschbach 10 000 DM weniger. Heute sind wir es, die sich finanziell besser dastehen. Deshalb sollten wir uns entsprechend beteiligen“, fasste Krippleben zusammen.

Dass sich die Protestantische Kirchengemeinde sich schon damals beim eigentlichen Kindergartenbau finanziell nicht beteiligt hatte, ließ Bernhard Krippleben nicht unerwähnt. „Vielleicht kommt es aber jetzt wie mit Corona und der Bundesregierung, vielleicht werden wir künftig nur einen Teil der Kirchensteuer zahlen müssen“, so Kripplebens Wunschdenken.

Lob gab es allerdings für das gesamte Personal des Kindergartens vom Ortsbürgermeister: „Ich glaube im Namen aller zu sprechen, wenn ich feststelle, dass unsere Kinder in Althornbach gut aufgehoben sind. Das ist Fakt. Wir sind eine Gemeinschaft innerhalb der drei Orte, deshalb sollte auch jede Gemeinde das beisteuern, wozu sie finanziell in der Lage ist“, so die Vorgabe Kripplebens.

Ratsmitglied Marc Dahlhauser war es dann, welcher den Vorschlag unterbreitete, dass sich Mauschbach aufgrund der finanziellen Ausstattung derzeit mit 150 000 Euro am Projekt finanziell beteiligt. Einig war sich das Gremium allerdings darin, dass über das Raumprogramm dezidiert gesprochen werden müsste. Die bisher genannten 1,2 Millionen Euro für die Erweiterung seien doch sehr pauschal in den Raum geworfen worden.

Ortsbürgermeister Krippleben wurde deshalb auch beauftragt, die Vorstellungen aus dem Rat Mauschbach bei der Planung einzubringen. Krippleben: „Es gibt bestimmte Punkte die wir ändern müssen. Beispielsweise sind die Stromversorgung und ähnliche Dingen fest mit der Grundschule verknüpft, wenngleich es zwei unterschiedliche Bauträger gibt. Das muss getrennt werden, das geht heute nicht mehr anders.“

Den Einwand des Vorsitzenden Krippleben über die Nichtbeteiligung der Kirchengemeinde Althornbach an den Investitionskosten wollte das Ratsmitglied Suse Günther, selbst Pfarrerin, allerdings nicht im Raum stehen lassen. Sie erinnerte ihrerseits an die immensen Personalkosten, welche die Kirche für die Einrichtung aufbringe.

Über den Tellerrand wird grundsätzlich in Sachen Kinderbetreuung bei gleich allen Ortschaften im Hornbachtal geschaut. So stellte Bernhard Krippleben in einem Nebensatz fest, dass zwischen Althornbach, Hornbach, Dietrichingen und Mauschbach Gespräche für die Gründung eines Zweckverbandes liefen, was die Betreuung angehe. „Wir müssen  flexibel sein und den Wünsche der Eltern entgegenkommen. Ein Zweckverband könnte die Grundlage dafür sein, dass wir beim Personaleinsatz besser zu Rande kommen, da sind wir dabei, eine Lösung zu finden.“

Der Neuordnung der Forstreviere stimmten alle Ratsmitglieder zu. Mauschbach besitzt lediglich 27 Hektar Gemeindewald und die gute Zusammenarbeit mit den Bediensteten des Landesforstes wurde betont. Der Aspekt, dass es in der kleinen Ortschaft noch sehr viele Brennholzabnehmer gibt und an diese alle zwei jahre das eingeschlagenen Holz verkauft wird, war ein weiter Grund dafür, keine andere Lösung bei der Waldbewirtschaftung anzustreben.