1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken-Land

Mathias Kurz spendet Luftreiniger für Kindergarten Kleinsteinhausen

Kleinsteinhausen : Luftreiniger für den Kindergarten

Unternehmer Mathias Kurz hat das Gerät der Einrichtung in seinem Heimatort gestiftet.

Im Foyer des Kindergartens Kleinsteinhausen steht seit neuestem ein großes, schrankähnliches Lüftungsaggregat. Der Betrieb wird selbst bei der Gerätedemonstration kaum wahrgenommen, schon gar nicht im Alltag der Einrichtung. Seit dem Ausstellen des Luftreinigers herrscht im gesamten Gebäude bessere Luft. So die Erkenntnis der Erzieherinnen.

Die Maschine ist eine Spende von Lüftungstechnik Kurz. Dessen Geschäftsführer ist Mathias Kurz. Lüftungstechniker und Unternehmer. Er ist ein Kind des Ortes, sein Hauptunternehmen sitzt im vorderpfälzischen Hanhofen (Römerberg-Dudenhofen), Kleinsteinhausen ist Zweigniederlassung. Die Verbundenheit zur Heimat ist für Mathias Kurz weiterhin groß. Vor allem, weil in Kleinsteinhausen die Wurzeln des Unternehmens aufzuspüren sind. Vater Horst gründete hier den Betrieb Lüftungstechnik, den Sohn Mathias später übernahm und ausbaute. Das Luftreinigungsaggregat überließ der Fachmann der Ortsgemeinde kostenlos. Er schenkte es nicht, weil Wartung und der Dinge mehr notwendig sind. Allein für die Stromkosten beim Betrieb muss die Ortsgemeinde als Träger des Kindergartens aufkommen.

Für Ortsbürgermeisterin Martina Wagner kein Thema. Die Verbrauchskosten sind gering, der Nutzen für Erzieherinnen und Kinder jedoch riesig. Coronaviren filtert das Gerät zu 99,9 Prozent heraus. Kernstück des Gerätes ist ein mechanischer Filter mit einer ozonfreien UV-Desinfektion. Die UV-C Lampe muss alle sechs Jahre getauscht werden. UV-Filter kommen auch in der Schwimmbadtechnik zum Filtereinsatz. Das Aufstellen und der Betrieb sollte ohne große Hinweise in der Öffentlichkeit geschehen, doch das war nicht im Sinne der Ortsbürgermeisterin. „Wir als Gemeinde profitieren dazu zu 100 Prozent, Erzieherinnen und Kinder ebenso. Dass es immer Leute gibt die meinen, aha , gute Geschäftsidee, kann man nicht wegwischen. Die Gemeinde bekommt alles kostenlos, Erzieherinnen und Kinder profitieren von einer virenfreien Luft, wie die Erzieherinnen selbst festgestellt haben, weil ihre Arbeit in einer besseren Innenluft stattfinden kann.“

Für Schlagzeilen sorgte Geschäftsführer Mathias Kurz ohnehin. Dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium  erteilte dieser glatt die Schulnote Sechs zum Hygieneplan für Schulen. An den Pranger stellt Kurz das Stoß- und Querlüften. „Man muss bei solcher Vorgabe Dinge wie Außentemperatur und mehr im Kopf behalten. Wenn ich außen nur 8 Grad habe, im Klassenzimmer aber 19 Grad, dann senke ich die Zimmertemperatur um mehr als zwei bis drei Grad. Frischluft in den Pausen okay, dann aber alle 20 Minuten Stoßlüften, dafür gibt es energetisch die Sechs.“