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Martin sieht Schicksalswahl für Wallhalben

Martin sieht Schicksalswahl für Wallhalben

Wallhalben. Noch nie war ein Landtagswahljahr für die Verbandsgemeinde Wallhalben so wichtig wie das 2011

Wallhalben. Noch nie war ein Landtagswahljahr für die Verbandsgemeinde Wallhalben so wichtig wie das 2011. Und deshalb gab es vor allem für Wähler aus den zwölf Verbandsgemeindeorten auch einen Ratschlag des Verbandsbürgermeisters Berthold Martin (FWG) beim gemeinsamen Neujahrsempfang von Orts- und Verbandsgemeinde Wallhalben: "Ich habe es noch nie als Bürgermeister von dieser Stelle aus getan, doch diesmal komme ich wegen der Brisanz nicht umhin, zu empfehlen: Schauen sie bei den Parteien hin, wer für den Erhalt oder die Fusion steht und ziehen sie daraus ihre Schlüsse."Zahlreich waren Bürger, Politiker und andere Personen des öffentlichen Lebens gekommen aus den zwölf Orten und erlebten im Jahresrückblick des Verbandsbürgermeisters noch einmal die tief greifenden Veränderungen ihrer Verwaltungseinheit in den fast 40 Jahren ihres Bestehens. "Viele hatten damals das Scheitern dieser neu gebildeten Gebietskörperschaft vorausgesagt. Wunderbar, dass diejenigen nicht Recht behalten haben, die dieses Glaubens waren." Es habe sich nicht nur in der Vergangenheit gezeigt, dass die örtliche Verwurzelung, die lokale Verbundenheit der Motor der kommunalen Selbstverwaltung und der Antrieb für ehrenamtliches Engagement seien, betonte Martin, der nicht nur auf die funktionsfähige, leistungsstarke und kostengünstige Verwaltung näher einging, sondern ebenso die Entwicklung von Schulen, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, Brandschutz und vor allem dem Tourismus aufzeigte.

Auch dem demografischen Wandel habe sich Wallhalben frühzeitig gestellt, bemerkte Martin und verwies auf eine Studie der Uni Kaiserslautern. Den Vergleich mit anderen Verbandsgemeinden müsse Wallhalben nicht scheuen. "Jede Ortsgemeinde verfügt über ansehnliches Eigenkapital, die VG hat drei Millionen Euro auf der Hand. Im Finanzvergleich aller 163 Verbandsgemeinden sind wir zusammen mit den Werken unter den 15 Besten im Land. Deshalb ist der Fortbestand unsere Forderung!"

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative zum Erhalt der Verbandsgemeinde nutzte gleichfalls die Gunst der Stunde und Anwesenheit der Landtagskandidaten Michael Wöhler und Reiner Hohn, um noch einmal zu betonen, dass es einfach nicht sein könne, am Bürgerwillen vorbei zu entscheiden. Und er warnte die Bürger: "Aufgepasst, es geht auch um euer Geld, es geht auch an euer Gebührenportemonnaie!"