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Martin Eichert (FWG) will Bürgermeister von Thaleischweiler-Wallhalben werden

Verbandsbürgermeister-Kandidat der FWG für Thaleischweiler-Wallhalben : „Aktivposten“ Martin Eichert tritt zur Wahl an

Thaleischweiler-Wallhalben: FWG-Versammlung kürt den 56-Jährigen zum Kandidaten für das Verbandsbürgermeister-Amt.

Einstimmig hat der FWG-Gemeindeverband Thaleischweiler-Wallhalben im Bürgerhaus Schauerberg den 56-jährigen Martin Eichert zum Bürgermeisterkandidaten für die am 13. März 2022 anstehende Wahl des Verbandsgemeinde-Bürgermeisters gewählt. 17 Mitglieder des rund 230 Mitglieder zählenden FWG-Gemeindeverbands waren eigens zu diesem Anlass zusammengekommen.

Vorgeschlagen als Bürgermeisterkandidat wurde der Gemeindeverbandsvorsitzende durch seinen Stellvertreter Peter Sammel aus Höhfröschen. Weitere Vorschläge gab es nicht. Eichert, ehrenamtlicher Ortsbürgermeister von Schauerberg in der dritten Amtsperiode, ist von Beruf Vermessungsingenieur und als solcher beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Kaiserslautern beschäftigt. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 2009 ist er politisch tätig und bezeichnet sich selbst als „aktiven Freien Wähler“.

So war Eichert Gründungsmitglied der Freien Wähler Rheinland-Pfalz, wurde nach der Fusion der beiden FWG-Gemeindeverbände in der fusionierten Verbandsgemeinde der erste Vorsitzende des neuen Verbands, ist Schatzmeister sowohl des Bezirksverbands der Freien Wähler als auch des FWG-Kreisverbands Südwestpfalz. Im Landesverband ist er Vorsitzender des Fachbereichs 4 Energie, Umwelt, Landwirtschaft. Dem Verbandsgemeinderat Wallhalben gehörte Eichert ab 2009 an, im Rat der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben sitzt er seit 2014. Was seine Aktivitäten in sonstigen Vereinigungen betrifft, so ist er zweiter Vorsitzender des DRK Wallhalben und gehört der Feuerwehr seines Heimatorts an.

Sammel verwies noch einmal auf den Umstand, dass die FWG im Verbandsgemeinderat über gleich viel Mandate verfügt wie die SPD und darüber hinaus noch über mehr Wählerstimmen als diese. Von daher leite man auch den Willen ab, für die Wahl einen eigenen Kandidaten zu präsentieren – und als diesen schlage er Martin Eichert vor. Weitere Kandidaten wurden aus der Versammlung nicht vorgeschlagen. Die folgende geheime Wahl ergab eine 100-prozentige Zustimmung, das heißt 17 Stimmen für den Kandidaten Martin Eichert.

Dieser selbst sprach anschließend über seine Beweggründe für die Kandidatur. Im Mittelpunkt des Handelns einer Verbandsgemeinde dürfe demnach nicht die Politik stehen, weil diese Behörde für jeden Bürger Anlaufpunkt, Ansprechpartner und Dienstleister sein müsse. Auch sollte ein Verbandsbürgermeister kein „Reiseleiter“ sein, wie dies bei der Kandidatenaufstellung der CDU zur Sprache gekommen sei. Die Verbandsgemeinde brauche jemand, der die Richtung vorgebe und durchgreife. Es genüge beileibe nicht, die Bürger „als Reiseleiter zu bespaßen, denn die Verwaltung müsse funktionieren.

Es bedürfe einer modernen, schlagkräftigen, zukunftsorientierten Verbandsgemeinde, die zudem fachlich auf der Höhe sein müsse. Gebraucht werde eine starke Hand, die anpacke, wo es fehle, Verwaltungserfahrung und Fachkompetenz mitbringe. Es gehe nicht um Parteigehabe, sondern um die Sache, unabhängig von einer Partei. Das sei nur mit einem Kandidaten der Freien Wähler erreichbar, der parteineutral und zielorientiert agiere, um mit Herz und Verstand die Verbandsgemeinde nach vorne zu bringen, so Eichert.

Als seine besonderen Ziele nannte er die interkommunale Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden, die Ausweisung von Gewerbeflächen als Garant für Arbeitsplätze vor Ort und zur Stärkung der Infrastruktur sowie die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in den beiden Grundzentren Thaleischweiler-Fröschen und Wallhalben.

Weiterhin stehe er für die Verbesserung des Personennahverkehrs, wobei ihm die Einführung von „Drive by Call“ als zukunftsorientiertes System vorschwebt. Touristisch will Eichert zusammen mit den Pfalzwerken ein „Drive and Ride“-System umsetzen, das heißt den Ausbau von Ladestationen und die Bereitstellung von E-Bikes zur Erkundung der Region.

Kirchengebäude sollen unter dem Slogan „Kirche trifft Kultur“ wieder mit Leben gefüllt werden durch kulturelle Veranstaltungen in diesen Gebäuden. Schließlich will Eichert auch ein schlüssiges Hochwasserschutzkonzept, die Unterstützung der Ortsgemeinden bei der Kita-Verwaltung und die zukunftssichere Ausstattung der Grundschulen anstreben. Letztendlich geht es ihm um das altersgerechte Wohnen unter dem Slogan „Alt werden in der Heimat“ und Seniorenbegegnungsstätten vor Ort.

Zu seinen Erfolgschancen hinsichtlich der Kandidatur als Bürgermeister der Verbandsgemeinde meinte Eichert abschließend: „Es wird hart, denn wir haben eine CDU-Region.“ Trotzdem sehe er gute Chancen – und wenn die Wahl erfolgreich für ihn ausgehe, werde er die kommenden acht Jahre seiner Amtszeit auch nutzen, um die jüngere Generation so aufzubauen, dass der Staffelstab weitergegeben werden könne.

Martin Eichert aus Schauerberg ist der bislang vierte Kandidat, der sich am 13. März kommenden Jahres als Bürgermeister-Kandidat der Verbandsgemeinde zur Wahl stellen wird. SPD, CDU und FDP haben ihre Kandidaten bereits gekürt. Nach der durch den Verbandsgemeinderat beschlossenen öffentlichen Ausschreibung der Stelle könnten noch weitere Kandidaten dazukommen.