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Martin Amann ist neuer Wehrleiter in Zweibrücken-Land

Neuwahl nach Rücktritt : Martin Amann ist neuer Wehrleiter in Zweibrücken-Land

Erstmals wurden zwei Vertreter des Feuerwehrchefs bestimmt.

Die Feuerwehrfrauen und -männer aus den 17 Löscheinheiten der 17 Ortschaften der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land haben wieder einen Vormann. Ohne Gegenstimme wurde Martin Amann zum Verbandsgemeindewehrleiter gewählt. Amann stammt aus Bechhofen und führt dort seit längerer Zeit die örtliche Löscheinheit. Stimmberechtigt waren allein die Wehrführer der 17 Feuerwehren von Zweibrücken-Land.

Die vollzählig zum Wahlabend erschienen Wehrführer aus den Löscheinheiten hatten allerdings nicht allein einen neuen Nachfolger für den im September dieses Jahres zurückgetretenen bisherigen Amtsinhabern Thorsten Preyer aus Dellfeld zu wählen. Andreas Glahn, der seit längerer Zeit die Aufgaben des Verbandsgemeindewehrleiters wahrgenommen hatte, blickte auf eine zehnjährige Amtszeit zurück und ist am gleichen Abend bei zwei Gegenstimmen erneut zum Stellvertreter des Verbandsgemeindewehrleiters gewählt worden. Dieses Ehrenamt wird künftig der Käshofer Wehrführer Andreas Schumacher gleichfalls innehaben, der erstmals zum gleichberechtigten Stellvertreter gewählt worden ist. Die Verantwortlichen hatten sich wegen des gestiegenen Arbeitsaufkommens zuvor dafür ausgesprochen, die Arbeit künftig auf insgesamt drei Schultern zu verteilen.

Verbandsgemeindebürgermeister Björn Bernhard nannte diesen Wahlabend einen eindrucksvollen Vertrauensbeweis für den neuen Amtsinhaber Martin Amann. Seit der Naturkatastrophen im Ahrtal seien die Anforderungen gerade an die örtlichen Feuerwehraktiven noch mehr gewachsen. Björn Bernhard, selbst aktiver Feuerwehrmann in Dietrichingen, betonte bei der Gelegenheit noch einmal den ausgezeichneten Ausbildungsstand aller Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner.

Seit seinem Amtsantritt in Juni 2020 habe es rund 300 registrierte Einsatzfälle im Amtsgebiet geben. Im laufenden Einsatzjahr seien es bis dato 131. Der Bürgermeister erinnerte an die zu verzeichnenden Großbrände, schweren Verkehrsunfälle mit Todesopfern, Großeinsätze zur Bombenentschärfung und ähnliche Vorkommnisse. Dabei hätten die Aktiven stets große Hilfsbereitschaft und Einsatzwillen offenbart, sagte der Verbandsbürgermeister, der in diesem Zusammenhang auch dem zurückgetretenen bisherigen Verbandsgemeindewehrleiter Thorsten Preyer für die geleistete Arbeit dankte. Von der zehnjährigen Amtszeit hatte Preyer vier Jahre geleistet.

 Der Verbandsgemeindebeigeordnete Thomas Hohn (Hornbach), zeigte sich von der Geschlossenheit der 17 Wehrführer angetan und sprach von einem guten Zeichen für die künftige gemeinsame Arbeit. Hohn leitet bei der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land den Geschäftsbereich Feuerwehr. Der Vertrauensbeweis, wie ihn der neu gewählte Verbandsgemeindewehrleiter Amann erfahren habe, gelte im Übrigen auch für die beiden Stellvertreter Andreas Glahn und Andreas Schumacher.

Für Martin Amann, 42 Jahre alt und im Hauptberuf Filialleiter der Sparkasse Saarpfalz in Homburg-Erbach, der als Zwölfjährige vom damaligen Wehrführer Siegbert Bernhard, Vater des heutigen Verbandsbürgermeisters für die Jugendfeuerwehr Bechhofen geworben wurde, stehen Kameradschaft, Einsatzbereitschaft Weiterbildung und eine zeitgemäße Ausstattung der Löscheinheiten ganz oben an. Mit nun zwei Stellvertretern „im Rücken“, lasse sich eine gute Arbeitsteilung vornehmen, so Martin Amann, der sich auf die künftige Arbeit freut.

Andreas Schumacher, 44, Fachdienstleiter bei Schaeffler/Homburg/Saar in der Produktionslogistik, schätzt sich in einem Top-Team mit seinem Wissen und Sachverstand einbringen zu können. In alles Löscheinheiten herrsche ein guter Teamgeist und das schon längere Zeit. Schumacher sprach insgesamt von „einem verschworenen Haufen“ der sich den Herausforderungen stelle. An Arbeit mangle es nicht, die Herausforderungen würden seit Ahrtal noch mehr wachsen.

Der als Stellvertreter wiedergewählte Andreas Glahn, dessen Arbeit insbesondere in den Monaten der Vakanz und zuvor Bürgermeister Björn Bernhard besonders zu würdigen wusste, befindet sich im Augenblick im Krankenstand. Wie der Pfälzische Merkur dennoch erfuhr hat ihn die Wiederwahl gefreut. Die Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit sei geschaffen.