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Anzeige ILGI Mauschbach: Männer am Herd und am Grill

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Der Kochkurs der Landfrauen ließ die Männerherzen höher schlagen.

Ich brauche nicht kochen zu lernen, ich kann schon Wiener und Nudeln warm machen“, verrät ein anonym bleiben wollender „Spitzenkoch“ aus Mauschbach seinen Bezug zum Thema Kochen. Zehn gestandene Männer, darunter auch Ortsbürgermeister Bernhard Krippleben, waren am vergangenen Wochenende an der idyllisch gelegenen Grillhütte „Im Plomb“ angetreten, um ihre Kochkünste zu erwecken, beziehungsweise verbessern zu lassen. Kein geringerer als Bernhard Wacker, Koch im Uni-Klinikum Homburg, kam auf Einladung der Landfrauen Mauschbach in den Ort, um dem Nachmittag mit seinen Rezepten, Anleitungen und Vorführungen die gewisse Würze zu geben. Alles an der in neuem Glanz strahlenden Grillhütte wurde genutzt, um ein mehrgängiges Menü hinzuzaubern, zu dessen Verzehr später auch die Landfrauen erschienen. Natürlich nicht, ohne für das entsprechende Tisch-Ambiente und die korrespondierenden Getränke zu sorgen.

Wie sah sie aus, die Speisekarte mit insgesamt zehn Punkten auf der Liste der Mauschbacher Hobby-Köche? Gamba-Spieße mit exotischem Gemüse, Hähnchenbrustfilet im Schinken-Salbei-Mantel, Fischfilet in Fenchelgemüse, Selbst gemachte Bratwürste und Rumpsteak in der Senfkruste. Dazu selbst gemachte Kräuter- und Salbeibutter, selbst gemachte Barbecue-Soße und Grenaille Kartoffeln. Wem da beim Lesen nicht schon das Wasser im Munde zusammenläuft, der hätte beim Anblick der überall brutzelnden Köstlichkeiten bestimmt seinen Appetit kaum zügeln können. Es mache Spaß, unter so erfahrener Anleitung zu kochen und zu grillen, war aus aller Munde zu hören, obwohl bei der Frage, was denn bei so einem Kurs besonders schön sei, auch die Antwort „Am liebsten ist mir das Essen“ nicht verwunderte. Zumal als Dessert vom Koch ein flüssiger und durchsichtiger Nachtisch versprochen wurde. Viel Rätselraten gab’s da nicht, sind doch klare Sachen ein gern gesehener Begleiter einer kulinarischen Männerrunde auf dem Land. Apropos flüssig – Bernhard Wacker verblüffte beim Kochkurs nicht nur mit seinem Barbecue-Soßen-Rezept aus eingekochter Cola mit Ketchup, Marsalla, Rauchsalz, Salz, Pfeffer und Chilischoten für die feurige Note. Püriert und zur richtigen Konsistenz eingekocht ein unschlagbarer Konkurrent zu den gängigen Regal-Angeboten. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Cola-Soße ans Fleisch mache“, witzelte Wolfgang Ries, der auch zu hause gerne kocht und einiges ausprobiert, da er Selbstversorger ist. In der Männerrunde war er zuständig für die selbst gemachten Bratwürste aus Schweinehack, die er, gut gewürzt mit Kräutern und Chilischoten, aus dem Fleischwolf laufend im Naturdarm abband. Beim Aufschnitt des perfekt gegrillten, innen rosafarbenen Rumpsteaks, zollten alle ihrem Kochlehrer Applaus und ließen es sich, nicht ohne an den Nachtisch zu denken, in aller Ruhe schmecken.

Bratwürste, Gemüse, Soße und Rumpsteak warten auf dem Grill auf den garen Moment. Foto: Volker Baumann
Die Wasserbüffel leben in den Tal-Auen zwischen Mauschbach und Hornbach. Foto: Volker Baumann
Vier Generationen Mauschbacher Ortsbürgermeister Kopf an Kopf: Jakob Bischoff, Hans Stadler, Helmut Tiedtke und Bernhard Krippleben (von vorne nach hinten). Foto: Volker Baumann

Das emsige Gewusel während der Kochphase war gegen Abend in die verdiente Genussphase übergegangen. Annemarie Weber, Vorsitzende der Landfrauen Mauschbach und ihre Kolleginnen, genossen die servierten Köstlichkeiten ebenfalls. Wann kann man sich von den Männern schon mal so verwöhnen lassen, so der allgemeine Tenor. Etwa dreimal im Jahr werden bei den Landfrauen Kochkurse angeboten, bei denen der Verband Köche zur Verfügung stelle und ein Thema vorgegeben würde. In Mauschbach sind 37 Frauen bei den Landfrauen, deren Verein allerdings auch für Männer oder ganze Familien offen ist. Am 27. August ist mit „Kräuterhexe“ Heidi Durez wieder eine Kräuterwanderung in und um Mauschbach geplant. Neu bei den Landfrauen sind ab Herbst Erste-Hilfe-Kurse für Kleinkinder und Säuglinge.