Lust auf Bücher machen

Wallhalben. Zufälle schreibt das tägliche Leben und ein solcher war es auch, der die Realschule Plus in Wallhalben an den Autor ihrer gestrigen Lesung kommen ließ. "Die Stiftung lesen und der Bundesverband Friedrich-Bödecker-Kreis haben uns Autor Manfred Theisen für eine unserer Leseförder-Aktionen vorgeschlagen", erklärt Lehrerin Eva Winter

Wallhalben. Zufälle schreibt das tägliche Leben und ein solcher war es auch, der die Realschule Plus in Wallhalben an den Autor ihrer gestrigen Lesung kommen ließ. "Die Stiftung lesen und der Bundesverband Friedrich-Bödecker-Kreis haben uns Autor Manfred Theisen für eine unserer Leseförder-Aktionen vorgeschlagen", erklärt Lehrerin Eva Winter. Bereits im Spätsommer war der in Köln lebende freie Buchautor an der Schule zu Gast, um eden zehn Lesescouts beim Schreiben von eigenen Geschichten zu helfen. Die Lesescouts sind Acht- bis Zehntklässer, die sich freiwillig um die schuleigene Bücherei kümmern. Die Zusammenarbeit war für beide Seiten so angenehm und fruchtbar, dass der vierfache Familienvater und ehemalige Redaktionsleiter einer Tageszeitung gestern wieder in das "Tal, wo auch Menschen leben" kam, wie er es nennt. Dieses Mal las er Auszüge aus einem seiner eigenen Bücher vor und die Schüler der achten Klassen waren die Zuhörer. "Wie Pech und Schwefel" heißt das Werk von Manfred Theisen, das er in einer lockeren und etwas kratzigen Art den Schülern in zwei Schulstunden näher brachte. Die Kölner Frohnatur lebte mit vielen Fallbeispielen und vollem Körpereinsatz verschiedene Szenen aus seinem Buch vor. Dabei nahm er kein Blatt vor den Mund, während er sich in der Rolle des Ich-Erzählers den Wirren der ersten Liebe, widmete. Zwei Jahre hat Theisen an dem Buch recherchiert und gearbeitet. Von Pickelausdrücken, Anmachtheorien oder der Ermittlung der Busengröße anhand von Handflächen als Maßeinheit dreht es sich in dem Taschenbuch. Dies führte zu Gelächter bei den Schülern und zu roten Köpfen bei den Lehrern, die aber genau diese Art des Vortragens spannend fanden und begrüßten. "Gerade in diesem Alter ist es schwierig, Jugendliche mit dem Lesen beziehungsweise einer Lesung zu fesseln und dies hat der Autor genau mit seiner nicht glatten Art genau erreicht", zeigt sich Eva Winter überzeugt davon.