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Lob für Vereine, Kritik an Flüchtlingspolitik

Lob für Vereine, Kritik an Flüchtlingspolitik

Dieses Jahr stehe in Wiesbach das Vorbereiten der wiederkehrenden Beiträge für den Straßenausbau im Vordergrund, kündigte Ortsbürgermeister Emil Mayer gestern beim Wiesbacher Neujahrsempfang an.

Im Wiesbacher Gemeinderaum war gestern Mittag kein Meter mehr Platz. Gut, viele Menschen passen auch nicht rein, aber über 40 Personen dürften es schon gewesen sein, die Bürgermeister Emil Mayer zum Neujahrsempfang der Gemeinde begrüßte. Lob ging besonders an die Vereine im Ort, "die Träger unserer Jugend", wie Mayer sie nannte. Dem Gemeindearbeiter Bernhard und seiner Frau Christa Hemmer sprach er einen besonderen Dank aus: Christa Hemmer räumte im Herbst die Leichenhalle komplett aus, reinigte sie und versiegelte den Boden in ehrenamtlicher Mission.

Aber auch auf das Weltgeschehen ging Mayer (als Parteiunabhängiger gewählt) ein, das schließlich auch vor Wiesbach nicht halt mache. "Die Flüchtlingspolitik war das Riesen-Thema, das 2016 in aller Munde war", erklärte Mayer und machte seinen Standpunkt klar. Für ihn wurden 2015 bereits Fehler gemacht, in dem in einer Größenordnung Menschen aufgenommen wurden, "ohne die Leute zu registrieren und zu erfassen". "Heute zahlen wir die Quittung", fuhr Mayer fort und sprach das Attentat in Berlin an. Auch mit der Flüchtlingspolitik in der Region sei er nicht einverstanden. "Es muss irgendwas passieren", schloss Mayer das Thema ab, bevor er das vergangene Jahr in der Ortsgemeinde Revue passieren ließ. So begeisterte ihn der Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Kindergartens und er zeigte auf, dass sich die Zahl der Angestellten des Kindergartens von 2004 mit acht Personen bis 2017 mit 17 Personen mehr als verdoppelt habe. Die Zahl der Kita-Kinder sei um ein Drittel gestiegen. Zu den wichtigen Ratsbeschlüssen und Ereignissen des vergangenen Jahres zählte der Bürgermeister die Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der Schul- und Bauertstraße, die Ernennung des ehemaligen Bürgermeisters Anton Buchmann (20 Jahre im Amt und maßgeblich an der Entwicklung der Wiesbacher Infrastruktur beteiligt) zum Ehrenbürger, wie auch die Entwicklung in Sachen Windkraft. Drei Windkraftanlagen seien geplant, und die Ortsgemeinde habe nun im Namen aller Bürger fristgerecht Einspruch eingelegt. Auch die Erhöhung der Friedhofsgebühren sei 2016 beschlossen worden und gelte seit diesem Monat.

2017 soll es ebenfalls vorangehen in Wiesbach . Mayer sah hier das Vorantreiben der wiederkehrenden Beiträge für den Straßenausbau, die 2018 eingeführt werden sollen. Außerdem soll neben dem Gemeindesaal eine Umkleide für die Feuerwehr entstehen, die Heizung im Gemeindesaal soll durch eine neue Gastherme und Heizkörper mit Kosten in Höhe von 9000 Euro ersetzt werden.

Für den Feuerwehranbau werden noch Helfer gesucht, damit möglichst viel in Eigenleistung realisiert werden könne, sagte Mayer. Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Gundacker (SPD ) richtete ebenfalls ein paar Worte an die Gäste. Für ihn sei 2016 das Jahr der Planung gewesen. Dies betreffe, mit der Vorbereitung zu den wiederkehrenden Beiträgen, auch Wiesbach .