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Landkreis Südwestpfalz zu Müllentsorgung und Ärzteversorgung

Südwestpfalz : Kreisausschuss hat Abfallentsorgungsverträge verlängert

Landrätin Ganster informiert über weiteren Prozess beim gemeinsamen Projekt zur hausärztlichen Versorgung mit Zweibrücken und Pirmasens.

Gleich neun Entsorgungsverträge hat der Kreisausschuss in seiner letzten Sitzung vor der Wahl verlängert. Zudem informierte Landrätin Susanne Ganster (CDU) über den aktuellen Stand bei der hausärztlichen Versorgung.

Jeweils zum Jahresende liefen die von der Kreisverwaltung abgeschlossenen Entsorgungsverträge aus. Bei drei der neun Verträge bestand bis zum 30. Juni die Möglichkeit einer Verlängerung zu den bisherigen Konditionen. Betroffen davon war die Sammlung von Sperrmüll durch Remondis Mannheim, die Verwertung von Bioabfällen (Reterra Südwest, Mannheim) und die Abholung und Verwertung von Abfällen von Recyclinghöfen (Süd-Müll, Zweibrücken). Auch bei den Entsorgungsverträgen für die Einsammlung von Restmüll und Biomüll (Remondis), die Behälterbewirtschaftung von Rest- und Bioabfall sowie Papier, Pappe und Kartonage und deren Einsammlung (Remondis) gab es die Option, diese bis zum 30. September ohne Kostensteigerung zu erhöhen. Bis zum gleichen Stichtag mussten die Verträge für die Sammlung und Einlagerung von Kühl-, Gefrier- und Klimageräten (Remondis) und die Entsorgung von Problemabfällen im Landkreis (Hunsrück-Sondertransport, Hoppstädten-Weiersbach) verlängert werden. Aufgrund der Marktlage und bei jüngeren Ausschreibungsergebnissen vergleichbarer Art sei bei einer Neuausschreibung eine deutliche Preissteigerung zu erwarten, merkte Ganster an. Sie schlug vor, aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu verlängern. Die neun Verträge wurde en bloc einstimmig um ein weiteres Jahr bis zu 31. Dezember 2020 verlängert.

Zwei positive Dinge gebe es bei der hausärztlichen Versorgung, die der Landkreis gemeinsam mit den Städten Pirmasens und Zweibrücken plant. So hätten die Krankenhäuser Pirmasens, Rodalben und Zweibrücken vereinbart, sich an einer Verbundausbildung einzubringen, informierte die Landrätin. Auch könnten Kommunen eine Genossenschaft bilden. Dies hat der Bundesrat beschlossen. „Es ist aber jetzt nicht die Aufgabe des Landkreises, ein Medizinisches Versorgungszentrum zuvorhalten. Die Ärzte müssen nun entscheiden, ob sie einen Verbund wollen“, meinte Ganster.