Zuschuss geschrumpft Weniger Landesgeld für Martinshöher Dorfmitte

Martinshöhe · Weiterer Punkt im Rat: Die Pfalzwerke sollen prüfen, inwieweit man zum Stromsparen die Straßenlaternen dimmen kann.

Der Bereich vor Rathaus (rechts), Kirche und Pfarramt soll jetzt in der Martinshöher Dorfmitte passend zum gegenüberliegenden Platz gestaltet werden. Das Land sichert eine Förderung in Höhe von mehr als 80 000 Euro zu.

Der Bereich vor Rathaus (rechts), Kirche und Pfarramt soll jetzt in der Martinshöher Dorfmitte passend zum gegenüberliegenden Platz gestaltet werden. Das Land sichert eine Förderung in Höhe von mehr als 80 000 Euro zu.

Foto: Norbert Schwarz

Jetzt steht es schriftlich fest. Das Land fördert weiterhin den Ausbau der Ortsmitte von Martinshöhe. Es geht dabei um den Teil, welcher dem bereits neu geschaffen Dorfplatz gegenüber liegt und über dessen Gestaltung im Rat schon viele Diskussionen geführt wurden (wir berichteten). Die gute Nachricht konnte jetzt Ortsbürgermeister Hartwig Schneider an die Ratsmitgliedern weitergeben. Nach Bescheid vom 30. 8. gewährt das Land Rheinland-Pfalz einen Zuschuss aus dem Dorferneuerungsprogramms 2022 in Höhe von 83 100 Euro. Auf drei jahre verteilt werden die Zuschussgelder fließen. 

Ortsbürgermeister Schneider erinnerte die Ratsmitglieder daran, dass es eigentlich bereits zur Jahresmitte eine gesicherte Erkenntnis war, dass die Höchstförderung (65 Prozent) für das Land wohl nicht in Frage kommen kann. Mehrheitlich hatten sich die Ratsmitglieder trotzdem dafür ausgesprochen, die Sache weiter zu betreiben und das begonnene Werk zu vollenden.

An der Fördersumme in Höhe von 166 230,88 Euro habe sich nichts verändert. Dieser Förderbezugspunkt bleibe unverändert. Wie der Ortsbürgermeister allerdings vermitteln musste, gibt es statt der 65 Prozent nur noch einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent. Rund 109 000 Euro als Förderung des Landes waren zunächst beantragt, jetzt bekommt die Ortsgemeinde 25 900 Euro weniger, nämlich „nur“ noch 83 100 Euro. Das Planungsbüro SDU aus Waldfischbach-Burgalben hat Planungsauftrag für das nunmehr anstehende Projekt.

Betroffen ist die Rathausseite mit Flächen vor der Martinskirche und dem Pfarramt der katholischen Kirchengemeinde. Mit dieser konnte sich die Ortsgemeinde bereits hinsichtlicher möglichen Gestaltung einigen. Bereits in der Sitzung zur Jahresmitte plädierte der verantwortliche Planer Klaus Feller dafür, dass die dem neuen Dorfplatz gegenüberliegende Straßenseite gleichfalls mit einer wassergebundenen Decke hergestellt wird. Die jetzigen Parkflächen müssten „entsiegelt“ werden. Auch ist früher einmal der Wunsch nach mehr Großgrün im Rat geäußert worden. Ob es dazu jetzt bei der Detailplanung kommen wird, hängt wohl auch von der Kostenentwicklung ab. Zwar sind die förderfähigen Kosten mit rund 167 000 Euro unverändert geblieben, dennoch rechnet schon in der Planungsphase Ortsbürgermeister Schneider mit Gesamtkosten von rund 300 000 Euro. 

Kindergarten, Dorfgemeinschaftshaus  und Rathaus werden über die zentral bei der Grundschulturnhalle stationierten Hackschnitzelheizung für Wärme. Sie wird auch an die Grundschule und die Sporthalle abgegeben. Über den Anschluss ans Wärmenetz der Verbandsgmeinde Bruchmühlbach-Miesau hatten sich Ortsgemeinde Martinshöhe und Verbandsgemeindeverwaltung bereits im Jahr 2006/2007 geeinigt. Allerdings nur in mündlicher Absprache. Diese Rechtsunsicherheit war von der Kommunalaufsicht beanstandet worden. Der nunmehr ausgearbeiteten Wärmeversorgungsvereinbarung stimmten nunmehr die Ratsmitglieder einvernehmlich zu. Die Verwaltung soll allerdings nochmals prüfen, ob auch Privatgrundstücke künftig an dieses Nahwärmenetz angeschlossen werden können.

Die WVE Kaiserslautern hat inzwischen den Betrieb der Anlage übernommen. Nach Einschätzung von Ortsbsürgermeister Schneider ist seitdem eine bessere Effizienz durchaus spürbar. Nach seiner Einschätzung könnte der Anschluss weiterer Privatgrundstücke die Effektivität insgesamt steigern.

Ringstraße soll die Bezeichnung für den Straßenzug im Neubaugebiet „Zur Rennwiese“ sein. Hartwig Schneider beharrte vor allem auf einer Festsetzung des Straßennamens, denn dadurch würde sich die Beurkundung der Bauplätze wesentlich erleichtern.

Schon jetzt spart die Ortsgemeinde Martinshöhe Strom ein. In Absprache mit der katholischen Kirchengemeinde ist auf das Beleuchten der Dorfkirche, dem Wahrzeichen des Ortes schlechthin, verzichtet worden. Die Strahler bleiben abends ausgeschaltet. Die Pfalzwerke AG soll jetzt weiter prüfen, inwieweit die Straßenbeleuchtung gedimmt werden kann. 

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