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Lambsborner Straße in Bechhofen wird erneuert

Lambsborner Straße Bechhofen : Startschuss für zwei Jahre Bauzeit

Mit dem Ausbau der Bürgersteige soll im Juli der Ausbau der Lambsborner Straße in Bechhofen beginnen.

„Jetzt geht´s los, jetzt geht´s los!“ Oft genug skandieren Fans mit diesen Worten das Nahen eines Großereignisses. Bechhofens Ortsbürgermeister Paul Sefrin neigt nicht zu derlei Ausbrüchen. Trotzdem, die Freude über den baldigen Baubeginn für das seit vielen Jahren in der Priorität ganz oben anstehende Projekt sei durchaus vorhanden, räumt ein. Kommenden Montag werden die Arbeiten in der Lambsborner Straße vergeben, für die die Ortsgemeinde Baulastträger ist, die Bürgersteige. 

„Keine Frage, dieses Projekt begleitet seit vielen Jahren die kommunalpolitische Arbeit aller. Gespräche, Abstimmungen, Planvorstellungen bei den Bürgern und der Dinge mehr. Jetzt läuft der Countdown. Im Rat vergeben wir die Aufträge für den Gehsteig-Ausbau. Losgehen soll es mit den eigentlichen Ausbauarbeiten im Juli. Beim Dorfplatz wird gestartet.“

Die Lambsborner Straße als vielbefahrene Verkehrsader zwischen den beiden Nachbargemeinden Bechhofen und Lambsborn wird im Ortsbereich von Bechhofen völlig neu ausgebaut. Der Landkreis Südwestpfalz, die Ortsgemeinde und auch die Verbandsgemeindewerke von Zweibrücken-Land investieren rund 2,5 Millionen Euro ins Straßenausbauvorhaben.

Zwei Jahre wird die vielbefahrene Straße in Richtung Lambsborn Baustelle sein. „Das werden wir alles hinbekommen, keine Frage, ich bin froh, wenn es im Juli endlich losgeht, Eine saubere Ortsdurchfahrt ist für jede Gemeinde ein Aushängeschild. Für dieses Projekt sind wir schon lange zugange, mussten wir dicke Bretter zu bohren, bis wir jetzt bald Bagger beim Arbeiten haben“, sagt Paul Sefrin.

In den späten 60er und frühen 70er Jahren schon ist mit Stützmauerbau und Gehwegherstellung durch die Anlieger vieles nicht so gelaufen, wie es bei einer ordnungsgemäßen Erschließungs- oder Ausbaumaßnahme hätte der Fall sein müssen. Sich allerdings darüber noch heute den Kopf zu zerbrechen sei fruchtlos, winkt Sefrin ab. Die Ortsgemeinde Bechhofen muss zu den Kosten rund eine halbe Million Euro beisteuern. „Die Gemeinde teilt sich diese Kosten entsprechend der Beitragssatzung mit den Anliegern und dadurch, dass wir ja den wiederkehrenden Beitrag einführten, wird die Beitragslast nicht allein auf die Grundstückseigentümer in der Lambsborner Straße, sondern auf die im gesamte Ort verteilt“, klärt Paul Sefrin über die beitragsrechtliche Frage auf.

Dass der Straßenausbau sich immer wieder hinauszögerte, hat salopp gesehen auch seine gute Seite, denn jetzt können die Verbandsgemeindewerke von Zweibrücken-Land die passenden Vorkehrungen dafür treffen, dass der neu zu verlegende Hauptkanal auch die Abwässer aus dem in Erwägung gezogenen Neubaugebiet „Am Neupeler Hofer“ aufnimmt. Sefrin: „Dort sollen weitere 25 neue Einzelheime errichtet werden, muss der Kanal in der Lambsborner Straße folglich Schmutz- und Oberflächenwasser aufnehmen“. Neuberechnungen für die Kanaldimensionierung wurden angestellt, sind abgeschlossen.

Grundsätzlich ist das Erneuern der Hausanschlüsse im Bereich Wasser und Kanal bei einem derartigen Straßenausbauprojekt gängige Gepflogenheit. Dort, wo noch Gussleitungen verlegt seien, würde der Hausanschluss nicht allein bis zur Grundstücksgrenze, sondern bis ins Haus selbst erneuert. 

Eine zügige Abwicklung eines solchen Vorhabens ist nur bei Vollsperrung machbar. Insgesamt habe die Ausbaustrecke eine Länge von 650 Metern. Für einen Bauabschnitt würde mit 200 Metern gerechnet. Der Schwerlastverkehr müsse überörtlich umgeleitet werden. Es wird nach den Erfahrungen mit anderen Großprojekten von einer Bauzeit bis zu 24 Monaten ausgegangen. Bei der Einmündung der Friedhofstraße wird es neue Unterstellmöglichkeiten für die Busreisenden und Schüler geben. Zudem sollen Verkehrsinsel an den Ortseingängen verhindern, dass zu schnell gefahren wird. Überquerungshilfen für die Fußgänger sind geplant und natürlich wird endlich, der Gehsteig auf beiden Straßenseiten einheitlich ausgebaut. Eben der Part, für den die Ortsgemeinde bei den Großprojekt verantwortlich ist. Hier soll Verbundsteinpflaster des Typs eingebaut werden, wie jetzt in der Kirrberger Straße.