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Kunstschüler sollen ihre Seele baumeln lassen können

Kunstschüler sollen ihre Seele baumeln lassen können

Zweibrücken. Im Gewerbepark Dorndorf öffnet am Sonntag, 21. September, um elf Uhr, die neue Kunstschule Artefactura. Bei dem Tag der offenen Tür stellt die Leiterin Elisabeth Jensen allen Interessierten ihre "Kunstwerkstatt für Jung und Alt" vor und zeigt auch ihre neuesten Bilder zum Thema "menschen-s-kinder"

Zweibrücken. Im Gewerbepark Dorndorf öffnet am Sonntag, 21. September, um elf Uhr, die neue Kunstschule Artefactura. Bei dem Tag der offenen Tür stellt die Leiterin Elisabeth Jensen allen Interessierten ihre "Kunstwerkstatt für Jung und Alt" vor und zeigt auch ihre neuesten Bilder zum Thema "menschen-s-kinder". Außerdem soll die Musikschule während der Matinee für ein klangvolles Ambiente sorgen. Mit dem Projekt der gebürtigen Neunkircherin gibt es in Zweibrücken jetzt erstmals auch eine Jugend-Kunstschule."Die Stadt plante erst selbst eine solche Einrichtung", erinnerte Bürgermeister Heinz Heller gestern, als er die neue Schule vorstellte. Nachdem es aber das private Vorhaben Jensens gab, habe des Subsidiaritäts-Prinzip gegolten. Die Verwaltung schloss mit der Schulbetreiberin einen Kooperationsvertrag ab, in der sie zusicherte, Einladungen, Flyer und Plakate für Veranstaltungen zu übernehmen. Das Land hat die neue Jugendkunstschule in diesem Jahr mit einem Zuschuss in Höhe von 7800 Euro gefördert.

Bei der Privatschule, in der Kinder ab sechs Jahren sich mit bildender Kunst beschäftigen können, handelt es sich laut Heller um ein so genanntes Projekt im Rahmen von Public-Private-Partnership (Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und Unternehmen): "Wir werden alles tun, damit das Ganze ein Erfolg wird." Jensen, die bereits Kinder- und Erwachsenenkurse bei der freien Kunstschule Artefix in Homburg geleitet hat, will im Gewerbepark Dorndorf eine Stätte schaffen, in der die Teilnehmer auch die Seele mal baumeln lassen können: "Es soll möglich sein, vom Alltag abzuschalten und mit einer Kunst ohne Bewertung etwas Neues zu wagen."

Bereits in den Herbstferien sollen die ersten Kurse mit einem Mosaik-Workshop beginnen. "Die Räumlichkeiten in der ehemaligen Fabrik sind ideal", lobt die Artefactura-Leiterin. Insbesondere das Flair der 140 Quadratmeter großen alten Werkhalle sei für die künstlerische Arbeit optimal. Die Ziele der neuen Schule würden vor allem in der Malerei und den Workshops für Kinder liegen.

Jensen hat aber auch eine Mosaikwerkstatt aufgebaut. Dort könnten mit abgerundeten Gläsern beispielsweise Tiffany-Arbeiten oder Projekte an Wänden gefertigt werden. Künftig könne auch eine Foto-Werkstatt genutzt werden. Dort sei es möglich, eigene Erfahrungen mit der Kamera und dem Material zu sammeln. Außerdem sollen in der Kunstschule Artefactura regelmäßig Vernissagen stattfinden. nob