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Hinweis der Kreisverwaltung: Krötenwanderungen beginnen

Hinweis der Kreisverwaltung : Krötenwanderungen beginnen

(red) In den ersten milden Nächten und bei hoher Luftfeuchtigkeit beginnen Amphibien – Kröten, Frösche, Molche, Salamander und Lurche – mit ihren Wanderungen, in der Region meist ab Ende diesen Monats.

An mehreren Stellen im Landkreis müssen diese besonders geschützten Tierarten stark befahrene Straßen überqueren, um von ihren Lebensräumen zu den angestammten Laichgewässern zu gelangen. Das ist für die relativ langsamen Tiere ein äußerst gefährliches Unterfangen. Die voraussichtlich bis Ende April dauernden Schutzmaßnahmen sollen viele Amphibien vor dem Tod bewahren und auch die Helfer, die sie über die Straßen bringen, schützen.

Die Untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung lässt daher an 22 Straßenabschnitten im Landkreis sogenannte Amphibienschutzzäune mit einer Gesamtlänge von etwa zehn Kilometer errichten. Dadurch werden die Amphibien gehindert, die Straßen zu queren. Um morgens und abends täglich die Zäune zu kontrollieren sind viele ehrenamtliche HelferInnen erforderlich. Diese bringen die in Eimern gesammelten Amphibien sicher über die Straße, wo sie dann ungefährdet zu ihren Laichgewässern weiterwandern können.

Im Interesse der Tiere und der engagierten Helfer appelliert die Kreisverwaltung an alle Verkehrsteilnehmer, in den betroffenen Bereichen besondere Vorsicht walten zu lassen und langsam zu fahren.

Auch in diesem Jahr sucht die Untere Naturschutzbehörde für die Dauer der Wanderung, in Regel sechs bis acht Wochen, wieder ehrenamtliche Helfer, die bei jeder Witterung bereit sind, die geschützten Tiere sicher über die Straßen zu tragen. Wer Interesse hat mitzuhelfen, kann sich telefonisch unter (0 63 31) 80 92 22 oder per Mail an a.sprau@lksuedwestpfalz.de mit der Kreisverwaltung in Verbindung setzen. Besonders in den Bereichen Fischbach und Ludwigswinkel in der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland und im Bereich Contwig werden noch Helfer gesucht, wie die Untere Naturschutzbehörde mitteilt. Die Helfer selbst werden vor Ort eingewiesen.

An den Gefahrenstellen wird unter anderem die Höchstgeschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde beschränkt. Dies erfolgt mit so genannten Geschwindigkeitstrichtern, die zunächst den Verkehr auf 70 Stundenkilometer verlangsamen, bevor die 50 Stundenkilometer eingehalten werden müssen.

Insbesondere an den folgenden Straßenabschnitten im Westen des Landkreises bittet die Kreisverwaltung Autofahrer um rücksichtsvolles Fahren:L 478 Großsteinhausen – Großsteinhauser Mühle, L 499 Waldfischbach – Heltersberg, K 88 Winterbach – Wiesbach, K 67 Battweiler – Kreisgrenze Oberauerbach, L 479 Hornbach – Kreisgrenze Brenschelbach, L 471 Contwig – Stambach.