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Kreuzung Kirrberger Straße L 463 in Bechhofen wird entschärft

Ortsgemeinderat : Mehr Übersicht für die Kreuzung

Bechhofen ist es jetzt gelungen, das dafür notwendige Grundstück an der Kirrberger Straße zu kaufen.

Der Dorfstraßenausbau ist zusammen mit dem Neugestalten des Einmündungsbereichs bei der Kirrberger Straße in der Bechhofer Ratssitzung am Montag ein zentrales Thema gewesen. Dabei konnte Ortsbürgermeister Paul Sefrin von einem beachtenswerten Verhandlungserfolg berichten: Die neuen Grundstückseigentümer einer kleineren Grünfläche im Straßeneinmündungsbereich der Kirrberger Straße sind bereit, die notwendige Flächen an die Ortsgemeinde zu veräußern. Jetzt kann die Anregung der Straßenbehörde beim Landesbetrieb (LBM) in Kaiserslautern realisiert und der latente Gefahrenpunkt durch eine bauliche Umgestaltung entschärft werden. 

„Ich  musste in der Sache viele Gespräche führen und bin wirklich froh darüber, dass jetzt eine Lösung auf dem Tisch liegt, welche insbesondere den Anliegern der Kirrberger Straße und übrigen Verkehrsteilnehmern zugute kommt“, berichtet Paul Sefrin. Überaus unübersichtlich sei die Einmündungsstelle der Kirrberger Straße in die vielbefahrene Landstraße 463 von Rosenkopf kommend gewesen. Doppelverkehrsspiegel seien in der Vergangenheit ein beschränktes Hilfsmittel gewesen, damit ein unfallfreies Einfädeln in den fließenden Straßenverkehr überhaupt möglich wurde.

Derweil der Ausbau der Kirrberger Straße abgeschlossen sei, habe man in der Vergangenheit noch nach der besten Lösung für den Einmündungsbereich gesucht. Gescheitert sei das bisher stets daran, dass der Grundstücksvorbesitzer nicht bereit gewesen sei, die notwendige Grünfläche an die Gemeinde zu veräußern. „Diesen gordischen Knoten konnte ich jetzt durchschlagen“, so Sefrin und damit ließen sich auch die Umgestaltungspläne der Straßenbehörde realisieren. Zudem würde der Flächenerwerb als Ersatz für versiegelte Flächen beim Ausbau der Lambsborner Straße dienen. „Wir schlagen jetzt zwei Fliegen mit einer Klappe“, so Sefrin im Gespräch.

Der Ausbau der rund 350 langen Germannstraße steht im beschlossenen Straßenausbauprogramm als nächster Straßenzug an. Bereits im Bauausschuss war die Maßnahme vorberaten worden, denn bis zum 15.Oktober musste die Verwaltung den Zuschussantrag für Förderung aus den Mitteln des Investitionsstocks stellen. Die Ratsmitglieder akzeptierten jetzt die Empfehlung des Ausschusses und stimmten gleichfalls dafür, dass in zwei Abschnitten die Germannstraße ausgebaut wird. Beginnen wird man im Einmündungsbereich Waldstraße. Der Abzweig zur Finkenstraße wird dann Bauende für den ersten Bauabschnitt sein.  Die Bildung von zwei Bauabschnitten hat auch den Vorteil, dass der wiederkehrende Beitragssatz von 22-23 Cent je Quadratmeter Beitragsfläche zu halten ist. Insgesamt wird von Baukosten für die Germannstraße in Höhe von 800 000 Euro ausgegangen.

Beim bevorstehenden Ausbau der Kreisstraße 65 in Richtung Lambsborn (wir berichteten) werden auch die beiden Haltepunkte in der Lambsborner Straße barrierefrei umgestaltet. Zum einen der beim Dorfplatz, zum weiteren der am Abzweig Talstraße.

Moderate Gebührenanhebungen gab es bei den Bestattungsgebühren, die für das Öffnen und Schließen von Grabstellen haben sich sogar vermindert. So mussten bisher beim Tiefengrab 916,30 Euro entrichtet werden, nunmehr nur noch 773,50 Euro.

Für die weitere Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses, dieses soll saniert werden, war ein schallschutztechnisches Gutachten notwendig. Der Tüv Saar in Sulzbach hat es erstellt. Grundsätzlich kann das Haus wie bisher, auch mit den Einschränkungen des Urteils des Verwaltungsgerichtes Neustadt. Bei der Sanierung wird der Haupteingang zudem auf die Rückseite verlegt, wo auch weitere Parkplätze angelegt werden sollen. Das Gutachten soll jetzt zur Prüfung der Kommunalaufsicht vorgelegt werden, so Sefrin der den Rat auch über die Genehmigung des aufgestellten Doppeletats für die Jahre 2020/2021 informierte. Damit würde den im Etat veranschlagten Großprojekte wie Sanierung Dorfgemeinschaftshaus, Erweiterung Kindergarten und auch das neue Baugebiet zumindest aus haushaltsrechtlicher Sicht nichts mehr im Wege stehen, so der Ortsbürgermeister.