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Kreistag vertraut Kreisverwaltung und Personalrat

Kreistag vertraut Kreisverwaltung und Personalrat

Pirmasens. Die Kreisverwaltung bekommt kein weiteres "Türschild", wie Manfred Seibel (Grüne), Peter Dincher (SPD) oder reiner Hohn (FDP) das Zertifikat der Hertie Stiftung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Kreistagsitzung bezeichneten

Pirmasens. Die Kreisverwaltung bekommt kein weiteres "Türschild", wie Manfred Seibel (Grüne), Peter Dincher (SPD) oder reiner Hohn (FDP) das Zertifikat der Hertie Stiftung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Kreistagsitzung bezeichneten. Die CDU, die FDP und die FWG im Kreistag (19) stimmten gegen den Beschlussvorschlag, drei (Grüne, ein Vertreter der CDU und Landrat Hans Jörg Duppré) enthielten sich. Lediglich die SPD und ein Vertreter der FWG stimmten für Prüfung durch ein neutrales Büro."Wir sagen ja nicht, dass die Kreisverwaltung nichts tut, um Beruf und Familie zu vereinbaren. Aber wir sollten uns das von einem Dritten dokumentieren lassen", warb Alexander Fuhr (SPD) für das Prüfverfahren. "Damit geht die Kreisverwaltung mit gutem Beispiel voran." Kosten: 10000 Euro plus Mehrwertsteuer. Der Kreis kann mit einem Zuschuss von 40 Prozent rechnen. Seibel meinte, dass man das Geld besser für eine "sinnvolle Maßnahme" ausgeben soll. Auch für Hohn ist die Prüfung "nicht zielführend". Dincher meinte, dass man "ein Grundvertrauen in die Kreisverwaltung und die Personalvertretung" haben sollte. Zumal der Personalratsvorsitzende, Hans Schickel meinte, dass eine Prüfung "keine Verbesserung" zu den bestehenden Betriebsvereinbarungen brächte. Nur in einem waren sich alle Fraktionen einig, wie Landrat Duppré sagte: "Wir wollen alle, dass Familie und Beruf vereinbar sind."Der Kreistag beschloss einstimmig den Nachtragshaushalt, der ein um knapp 1,1 Million Euro höheres Defizit (ursprünglich 3,1 Millionen) ausweist. sf