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Kreis-VHS ausgewählt: "AlphaNetz" auch in der Südwestpfalz

Kreis-VHS ausgewählt: "AlphaNetz" auch in der Südwestpfalz

Zweibrücken/Pirmasens. Die Kreisvolkshochschule Südwestpfalz ist als Standort im Projekt "AlphaNetz" ausgewählt worden

Zweibrücken/Pirmasens. Die Kreisvolkshochschule Südwestpfalz ist als Standort im Projekt "AlphaNetz" ausgewählt worden. "Nicht zufällig, denn sie hat mit ihren drei Alphabetisierungsklassen und mit ihren mehr als 150 qualifizierten Leselernhelfern schon seit Jahren einen Schwerpunkt 'Grundbildung' geschaffen", erklärt Steffi Rohling, Verbandsdirektorin des Landesverbands der Volkshochschulen.Bei dem Projekt "AlphaNetz" wird unter dem Dach eines Trägerverbundes (VHS-Landesverband, Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft und Landesarbeitsgemeinschaft "anderes lernen") und mit Fördermitteln der Landesregierung angestrebt, regionale "Alphanetze" aufzubauen, um den Anteil funktionaler Analphabeten maßgeblich zu senken. Laut einer Studie der Universität Hamburg (leo. Level-One) können 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland "keine zusammenhängenden Texte lesen oder schreiben" und gelten als "funktionale Analphabeten".

Sieben Netzstandorte werden in Rheinland-Pfalz eingerichtet (außer in der Südwestpfalz zum Beispiel auch in Kaiserslautern und in Mainz). Ziel bis Ende des Jahres 2013 ist es, "Bündnisse für die Alphabetisierung und Grundbildung" aufzubauen, um gemeinsam besser mit den Zielgruppen in Kontakt zu kommen und das Lernen zu fördern. Es soll gelingen, bei den Analphabeten die Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern und berufliche Perspektiven zu stärken, so Hans Heinen von der Kreisvolkshochschule Südwestpfalz. Um in dem Projekt erfolgreich zu sein, braucht die Kreisvolkshochschule Partner. Dazu gehören beispielsweise die Tafeln, Horte, Kindertagesstätten oder Kirchliche Beratungsstellen. Das Projekt wird bis Ende 2013 gefördert. red