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Krähenbergs Ortsbürgermeister Thomas Martin über die Pläne für 2021.

Jahresvorschau Krähenberg : Dorfgemeinschaftshaus bleibt auf der Agenda

Krähenbergs Ortsbürgermeister Thomas Martin über die Pläne für 2021.

Ein dörfliches Schmuckstück soll das Dorfgemeinschaftshaus in Krähenberg werden. Rund 300 000 Euro investiert die Ortsgemeinde. Fast ein Drittel der Investitionssumme erhält die Kommune an finanzieller Unterstützung durch das Land. Gern hätte Ortsbürgermeister Thomas Martin schon den Schlussstrich unter das Projekt gezogen, weil weitere Zukunftsaufgaben zu erledigen sind. Aber, die bekannten Umstände verhinderten dies im letzten Jahr. Alle Hoffnungen liegen deshalb im angebrochenen, neuen Jahr 2021 das eine Besserung insbesondere bei den Corona-Auswirkungen bringen soll. 

Noch im ersten Halbjahr dieses neuen Jahres sollen die Sanierungsarbeiten weitgehend abgeschlossen sein. Weil Thomas Martin fast schon  leidenschaftlich danach trachtet, Fördermittel für Gemeindeprojekte zu generieren oder Gelder einzusparen, müssen die Verantwortlichen der Daniel-Theysohn-Stiftung demnächst über einen Antrag der Ortsgemeinde Krähenberg entscheiden, mit welchem um die Förderung der Baukosten bei der Schaffung eines behindertengerechten Treffenaufganges zum Dorfgemeinschaftshaus, wie einem barrierefreien Nebenraum im Untergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses, gebeten wird. Thomas Martin: „Bisher ist der Zugang für ältere Menschen sehr schwierig, fast unmöglich gewesen. Mit einem Rollator ging es gerade so, mit einem Rollstuhl nur, wenn Helfer Behinderten und Rollstuhl hochtrugen, das soll sich jetzt ändern.“ Allein für den neuen Aufgang zum Dorfgemeinschaftshaus müssen die Krähenberger rund 42 000 Euro investieren. Ein stattliche Summe, die bei der Haushaltslage der Gemeinde schon einen Batzen Geld bedeutet. Mit der Umbaumaßnahme im Kellergeschoss wird ein Nebenraum geschaffen, der schon im März zur Landtagswahl als barrierefreier Wahlraum genutzt werden könnte. „Wenn wir ein solches Angebot an die älteren Wähler machen können, dann haben sich die vielen Mühen restlos gelohnt“, ist sich Ortsbürgermeister Martin gewiss und sieht zudem bei der Sanierung des Bereiches für die Jugend im Obergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses Licht am Tunnelende.

Kinder und Jugendliche haben im Obergeschoss über dem Gemeindesaal bald ein Refugium, um das sie von Altersgenossen aus anderen Orten fraglos beneidet werden. Neben dem angemessenen Spiel- und Versammlungsraum eine Küche, Putzraum, separate WC-Anlage und sogar einen eigenständigen Treppenaufgang zu den Räumen von außerhalb. 7100 Euro stellten Spender und Gönner für die Sanierung bereit. Bis April soll alles fix und fertig sein. Die Innensanierung des Dorfgemeinschaftshauses war schon vor der Außensanierung abgeschlossen. Der Einbau neuer Fenster beim großen Gemeindesaal im Hinblick auf die energetische Sanierung des Hauses ist weiter kein Problem. Als Mann vom Fach hat Thomas Martin selbst lange daran getüftelt, mit welchem Heizkonzept das Dorfgemeinschaftshaus unter dem Gesichtspunkt Umwelt und Energieeinsparung auszustatten ist. Thomas Martin: „Wir haben kontrollierte Be- und Entlüftung und eine Wärmerückgewinnung, für die in den Wänden eingebaute Keramikkörper sorgen.“ 

Die Feuerwehr hatte im Kellergeschoss ihre Fahrzeuggarage und Mannschaftsunterkünfte. Seit dem Umzug ins benachbarte neue Gerätehaus tüftelt Thomas Martin zusammen mit dem Ortsbeigeordneten Walter Arzt und den Mitgliedern des Rates an einem neuen Nutzungskonzept. Eine barrierefreie WC-Anlage für Erwachsene ist ebenso der Wunsch gewesen wie ein Besprechungszimmer für die Verwaltungsspitze. Zum bestehenden Versammlungsraum sollte ein weiterer gleichfalls barrierefreier Nebenraum hinzukommen, welchen die Verantwortlichen unbedingt bis zur Landtagswahl in diesem Frühjahr fertig haben wollen, sollten die Fördergelder wie beantragt zugesichert werden. Schon jetzt sprechen alle von einem echten „Schmuckstück“ im Ort. Mit den Arbeiten zur passenden Außenanlage, die das Gesamtbild entsprechend abrundet,  soll noch in diesem Frühjahr begonnen werden.

Eine neue Baustelle im Ort zeichnet sich zudem jetzt schon ab. Bevor die Ortsdurchfahrt (Landstraße 467) eine neue Fahrbahndecke bekommt, wird die Wasserleitung erneuert. Das sei alles andere als ein Luxus, denn es liegt noch die erste Wasserleitung aus dem Jahr 1900. Der bestehende Zweckverband Wasserversorgung Sickingerhöhe-Wallhalbtal zeichnet dafür baulich verantwortlich und wird über die Leitungserneuerung in der Eckstraße zugleich die künftige Versorgung des sich anschließenden Baugebietes ermöglichen.

Mit ins Boot geholt bei diesem Projekt hat Ortsbürgermeister Thomas Martin die Pfalzwerke AG, die im gleichen Atemzug die Stromversorgung in die Gehsteigbereiche verlegen. Die Dachständer auf den Häusern können dann abgebaut werden. Jetzt will der Ortsbürgermeister auch noch Glasfaser mitverlegen, Inexio und Telekom seien da Mitbewerber. Sollten die sich jetzt noch nicht in Position bringen, dann müsste jetzt zumindest ein Leerrohr im Bürgersteig mitverlegt werden, findet der Bürgermeister.