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Kooperation der Krankenhäuser in Zweibrücken und Landstuhl begrüßt

Kooperation der Krankenhäuser in Zweibrücken und Landstuhl begrüßt

Landstuhl/Zweibrücken. "Es wird auf Dauer nicht mehr finanzierbar sein, dass jedes Krankenhaus sämtliche Einrichtungen von der Wäscherei über das Labor bis hin zur Zentralsterilisation vorhält

Landstuhl/Zweibrücken. "Es wird auf Dauer nicht mehr finanzierbar sein, dass jedes Krankenhaus sämtliche Einrichtungen von der Wäscherei über das Labor bis hin zur Zentralsterilisation vorhält. Gerade benachbarte Krankenhäuser müssen in Zukunft stärker kooperieren und eine sinnvolle Arbeitsteilung verabreden", sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) gestern in Landstuhl. Sie war anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme der Zentralsterilisation am St.-Johannis-Krankenhaus zu Besuch. Dreyer lobte, die Nardini-Stiftung habe die Notwendigkeiten erkannt und sich als Krankenhausträger zukunftsweisend für eine gemeinsame Zentralsterilisation ihrer beiden Krankenhäuser entschieden. Die Förderung des Bauprojektes im Krankenhaus sei dem Konjunkturprogramm II zu verdanken, hob Ministerin Dreyer hervor. Von den Gesamtkosten in Höhe von 3,42 Millionen Euro übernehmen Bund und Land fast 3,1 Millionen Euro, wobei der Bund fast 2,4 Millionen Euro trägt, und das Land 769 500 Euro zur Verfügung stellt. Den darüber hinausgehenden Betrag von 342 000 Euro finanziere der Krankenhausträger. "Die Zentralsterilisation gehört zu den wichtigsten Einrichtungen eines Krankenhauses. Dort werden alle Güter des medizinischen und pflegerischen Bedarfs des Krankenhauses, die keine Einmal-Artikel sind und wieder verwendet werden, gereinigt und sterilisiert", so Dreyer. Da die rund 30 Jahre alte Zentralsterilisation im St.-Johanniskrankenhaus veraltet und die Sterilisationsstation im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Zweibrücken ebenfalls in die Jahre gekommen war, stand eine Erneuerung und Zusammenführung der Sterilgutversorgung beider Häuser dringend an. Die Sterilisationsstation in Zweibrücken wurde Mitte dieses Monats geschlossen; alle zweieinhalb Stellen wurden in die Landstuhler Einrichtung übernommen. "Mit der neuen, größeren Zentralsterilisation können mehrere Ziele gleichzeitig erreicht werden", betonte Dreyer. Die Zusammenlegung führe zu einer Reduzierung der Betriebskosten, das Land spare Investitionskosten, und drittens werde die Qualität der Reinigung spürbar verbessert. Durch den Umbau verfüge das Klinikum nun über eine Zentralsterilisation mit höchsten krankenhaushygienischen Ansprüchen und einer erheblich größeren Kapazität. red/eck