Direktwahlen im Zweibrücker Land Nur eine politische Überraschung auf dem Land

Update · In vielen Orten gab es nur einen Bewerber und selbst dort, wo es mehrere gab, setzte sich fast immer der Favorit durch.

Kommunalwahlen Zweibrücken-Land
Foto: Norbert Schwarz

Die einstige SPD-Hochburg Dellfeld ist an diesem Wahlsonntag lautlos und doch spektakulär von Marcus Spies als CDU-Frontmann für das Ehrenamt des Ortsbürgermeisters erobert worden. Mit einer Wahlbeteiligung von fast 80 Prozent (!), es gingen in der Schwarzbachtal-Ortschaft exakt 878 Wähler von insgesamt 1114 Wahlberechtigten zur Urne, stimmten 451 Wähler für den CDU-Kandidaten Spies. Für Erich Buchmann, der für die Freien Wähler Dellfeld erneut ins Rennen gegangen war, votierten 390 Wahlberechtigte (nicht 490, wie es aufgrund eines Tippfehlers in der ersten Fassung dieses Artikels stand).

Auf dem kommunalpolitischen Parkett hat es Erich Buchmann wiederholt versucht, doch meist gab es einen Dämpfer, weil die SPD-Kandidatin Doris Schindler sich in der SPD-Hochburg Dellfeld meist zu behaupten wusste. Doch ob seines zuletzt vor fünf Jahren guten Abschneidens witterte seine Anhängerschar nunmehr bei den Kommunalwahlen 2024 im gewissen Sinn Morgenluft, musste sich aber nach einem sehr engagiert geführten Wahlkampf von Markus Spies dem Spitzenkandidaten der CDU geschlagen geben.

„Für ein geeintes Dellfeld will ich mich stark machen, die Gemeinsamkeit stelle ich oben an“, erklärte Marcus Spies immer wieder und noch wenige Tage vor dem Urnengang gegenüber dem Pfälzischen Merkur. Bei der Entscheidung über die Wahl des Ortsbürgermeisters scheint diese Devise aufgegangen zu sein. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses lagen die Ergebnisse über die Zusammensetzung der Ratsgremien detailliert noch nicht vor, insoweit muss sich erst noch zeigen, wieviel Unterstützung Spies dabei aus der eigenen CDU-Fraktion im Ortsgemeinderat Dellfeld erfährt.

Kein Wahlkampf gegen Paul Sefrin sondern einen Wahlkampf dafür, dass die Bechhofer Wähler sich zwischen zwei Bewerbern entscheiden können, so hatte Thorsten Jung von der SPD seine Kandidatur um das Ehrenamt des Ortsbürgermeisters von Bechhofen publiziert. Bei der gestrigen Auszählung musste der Behördenleiter Brügel am längsten auf die Meldung des Ortes Bechhofen warten, denn dort musste eifrig nachgezählt werden. Dabei brachten es die Wahlberechtigten fertig, am Ende mit einem ganz außergewöhnlichen Ergebnis aufzuwarten, dass es in dieser Form am gestrigen Wahlsonntag sonst in keiner anderen Ortschaft gab. Insgesamt wurden 116 ungültige Stimmen (!) von den Wahlhelfern festgestellt und gezählt. Im Ehrenamt bleibt Paul Sefrin mit insgesamt 707 Stimmen. Auf den SPD-Kandidaten Thorsten Jung entfielen 439 Stimmen.

Für ein Kopf-an-Kopf-Rennen sollte nach Einschätzung der SPD in Althornbach auch die Kandidatur von Miriam Schery sorgen. Doch Bernd Kipp verwies mit 253 Stimmen diese Kontrahentin, die auf 169 Stimmen kam, in die Schranken. In Großbundenbach wollte es diesmal Steffen Schmidt von der CDU wissen, scheiterte aber mit nur 36 Stimmen klar an Amtsinhaber Dieter Glahn, der auf 139 Stimmen kam und für die SPD ins Rennen gegangen war.

Nadine Brinette konnte in Contwig als einzige Bewerberin mit einer Zustimmung von 80,58 Prozent verbuchen, Ulrike Vogelgesang aus Dietrichingen mit 82,18 Prozent. Volker Schmitt aus Großsteinhausen verbuchte erneut eine Zustimmung von 78,57 Prozent, Angela Schneider-Gabriel in Käshofen bei ihrer Premiere als Kandidatin 80,74 Prozent. Martina Wagner aus Kleinsteinhausen kam auf 60,39 Prozent. Der Mauschbacher Bernhard Krippleben wurde erneut mit einem Wahlergebnis von 84,69 Prozent belohnt. Gereon Lethen in Riedelberg erreichte 63,57 Prozent der Wählerstimmen. Maria Fier in Rosenkopf bekam auf Anhieb 91,21 Prozent und in Wiesbach bleibt Klaus Buchmann mit 81,27 Prozent der Wählerstimmen im Ehrenamt.

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