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Kleinsteinhauser Rat stimmt Entwurfsplan für L 477 zu

Kleinsteinhauser Rat stimmt Entwurfsplan für L 477 zu

Auf den Einbau von Farbasphalt an einem Gefahrenpunkt legen die Kleinsteinhauser Ratsmitglieder keinen Wert und ersparen damit dem Land als Baulastträger Mehrkosten. Die „Raser“ ausbremsen bleibt das Ziel.

Ein Mammut-Arbeitsprogramm musste jetzt von den Mitgliedern des Ortsgemeinderates Kleinsteinhausen bewältigt werden. Dabei galt es, aus den vielen Redebeiträgen bei der Vorstellung der Entwurfsplanung zum Ausbau der Landstraße 477 innerhalb der Ortsdurchfahrt die passenden Rückschlüsse zu ziehen. Die Zustimmung der Ratsmitglieder zum Entwurfsplan war einer der Schwerpunkte in der direkt nach der Versammlung folgenden Ratssitzung im kleinen Kreis. Der Verzicht auf roten Asphalt bei der Einmündung des Emmerer Weges war eine richtungsweisende Entscheidung.

Leicht machten es sich die Ratsmitglieder dabei auf keinen Fall, schließlich muss die Gemeinde für solche Kosten überhaupt nicht aufkommen. Doch mit einer Ausnahme war sich das Gremium darin einig, dass einzig und allein an diesem Punkt das optische Signal zu einer Gefahrenstelle nicht viel weiterhilft. Jetzt will die Gemeinde versuchen, mit einem "Verkehrsspiegel" eine Situationsverbesserung zu erreichen. Angeregt wurde zudem, statt der geplanten Verkehrseinengungen vielleicht mit "Fahrbahnteilern" auch innerhalb der Ortsdurchfahrt mehr Ruhe in den fließenden Verkehr zu bringen. Sie könnten zudem als Überquerungshilfen für Kinder und ältere Menschen dienen. Solche könnten insbesondere im Abschnitt der "Walshauser Straße" vorgesehen werden, wo eine entsprechende Fahrbahnbreite zur Verfügung stehe, so die Ratsmitglieder in ihrer Argumentation. Generell begrüßt wurde jedoch die Möglichkeit, die geplanten "Einengungen" einmal auszuprobieren. Ortsbürgermeisterin Martina Wagner: "Dann kann sich jeder Anlieger ein besseres Bild von dem machen, was geplant ist."

In der Planung ist zudem ein Märchen- und Erlebniswald für die Kinder des Ortes. Eva Metzner, die sich in dieser Sache einbringt, stellte im Rat ihre Idee vor und bekam dafür Zustimmung. Sieben Märchen könnten Hintergrundmotive sein. Eva Metzner denkt allerdings nicht ans Aufstellen von Figuren. Sie will ganz subtil vorgehen und mit dem Gestalten des Vorhandenen die Fantasie der Kinder anregen. In Eigenleistung und mit Sponsoren und Spendengeldern will sie alles umsetzen. Im Scheuerwald beim Sportplatz soll die Märchentour beginnen und am Emmerer Brunnen, wo derzeit ein Bouleplatz in Eigenleistung gebaut wird, enden. Ortsbürgermeisterin Martina Wagner glaubt, dass die Idee gewiss auch bei der bevorstehenden Dorfmoderation diskutiert wird. Beifall gab es jetzt schon im Rat für das Engagement von Eva Metzner.

Außerdem wurde eine Ergänzungssatzung beschlossen. Damit wird einem Grundstückseigentümer die Möglichkeit zum Bauen gegeben. Im Gseilwald, rechts vom Friedhof, soll das Beisetzen von Urnen unter Bäumen möglich werden.