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Kleinsteinhausen auf der Suche nach Bauland

Kleinsteinhausen auf der Suche nach Bauland

Junge Häuslebauer suchen in Kleinsteinhausen händeringend Bauplätze. Doch damit kann die Gemeinde nicht dienen. Jetzt soll ein privater Erschließungsträger aus der Patsche helfen.

Die Baulandnachfrage in Kleinsteinhausen ist groß, berichtete Ortsbürgermeisterin Martina Wagner im Gemeinderat. Doch die Nachfrage könne zurzeit nicht befriedigt werden. Eine zusammenhängende Baulandfläche stehe nicht zur Verfügung. Das Erschließen eines kleinen Baugebietes ist Wagner deshalb wichtig. Dazu bekam sie die Unterstützung des Rates.

Erschließungsmöglichkeiten werden in naher Zukunft ausgelotet. Es geht nur mit einem finanzkräftigen Partner, sprich Erschließungsträger, an der Gemeindeseite. Die Kommunalbau GmbH aus Mainz käme dafür beispielsweise infrage. Bernd Zimmermann von der Kommunalbau stellte am Mittwochabend im Ortsgemeinderat verschiedene Denkmodelle vor. Und Horst Wonka aus Nünschweiler, den sich für die Planung die Kommunalbau mit ins Boot holen würde, legte dem Rat zwei Planalternativen vor. Denkbar sei alles, meinte Bernd Zimmermann, der für die Kommunalbau bereits in Rosenkopf und Dellfeld zur vollen Zufriedenheit erschlossenes Bauland übergab. Ob in Kleinsteinhausen einmal das Erwerbermodell oder das sogenannte Treuhändermodell zum Tragen kommt, ist noch offen. Ohne jedoch prophetische Fähigkeiten zu entwickeln, der Gemeinde wird nur letztere Möglichkeit bleiben, weil dadurch die Kommunalbau neun Jahre total in Vorlage tritt und über diese Zeitspanne hin auch sämtliche Erschließungskosten vorhält. Einziger Pferdefuß hierbei: Die Kommunalaufsicht bei der Kreisverwaltung muss mitspielen. Ist sich die Gemeinde sicher, dass im genannten Zeitfenster sämtliche Grundstücke veräußert werden, gibt es keine Probleme. Aber nach den neun Jahren müsste notfalls die Gemeinde in die Rolle des Kostenträgers schlüpfen - ein mögliches Thema für die und in dieser Frage muss Kommunalaufsicht.

In der Verlängerung der Buchheckenstraße und parallel zum Dusenbrücker Weg wäre eine Baulanderschließung denkbar. Wonka zeigte Vor- und Nachteile seiner zwei Planvarianten auf. Die reine Baulandfläche soll bei beiden Varianten rund 5700 Quadratmeter groß sein. Eine scharfe Parzellierung für die Baugrundstücke soll es nicht geben, um künftigen Bauherren zu ermöglichen, die Grundstücksgröße selbst zu bestimmen. Mit Baufirmen aus der Region soll die Erschließung erfolgen, ist den Ratsmitgliedern wichtig.

Ortsbürgermeisterin Wagner zeigte sich erfreut und überrascht, dass die Kommunalbau schon jetzt mit zwei Planvarianten aufwarten konnte. Im Februar stellt sich auch noch die WVE aus Kaiserslautern, eine hundertprozentige Tochter der Stadtwerke Kaiserslautern, als möglicher Erschließungspartner vor. Die Entscheidung wird dann wohl noch im ersten Quartal dieses Jahres fallen.