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Kleine Leistungsschau in der „Jukuschu“

Kleine Leistungsschau in der „Jukuschu“

Die Jugendkunstschule versteht sich als kulturpädagogisches Angebot für Kinder und Jugendliche, um sie mit kultureller Arbeit und bildender Kunst vertraut zu machen – die Ergebnisse waren nun wieder zu bestaunen.

Mit Kunst, hier Malerei und Bildhauerei, kann man eigentlich gar nicht früh genug anfangen. Talente entwickeln sich nur, wenn man sie pflegt. Und manchmal weiß der Mensch gar nichts von seinem Talent, dann sollte er es einfach mal probieren. Der kaufmännische Leiter und Geschäftsführer der Jugendkunstschule Zweibrücken , Jochen Schael, bastelt schon wieder am Plan für das nächste Semester . Und Jürgen Ecker, künstlerisch-pädagogischer Leiter und Vorsitzender des Kunstvereins, sprach über seine neue Idee für das kommende Semester . Im August sind überall Sommerferien, so auch in der "Jukuschu". "Im September geht es dann mit dem Thema "Peter und der Wolf" los, da bieten sich zahlreiche Ansatzpunkte", führt er in seiner Begrüßung zur Ausstellung aus. Vor allem seien Text und Musik von Sergei Prokofjew kindgerecht gestaltet. Kursanmeldungen sind jederzeit auf der Internetseite der "Jukuschu" möglich. Einige Kurse eignen sich auch durchaus für Erwachsene.

Ausgestellt sind die Arbeiten der Kinder aus dem ausgehenden Semester . Erstaunliche Arbeiten sind darunter, eine Entwicklung ist deutlich zu sehen, die in erster Linie natürlich durch die exakte fachliche Anleitung der Lehrenden zustande gekommen ist. Jasper, sieben Jahre, malte eine geradezu plastische "Saxophonblume". "Von meinem Pinguin ist leider ein Fuß abgebrochen". Mama bewunderte seine bemalte Flasche: "Die stelle ich bei mir aufs Sideboard", sagte sie. Greta hat einen Seehund aus Ton geformt: "Dem hab ich gerade wieder seinen Ball auf die Schnauze gelegt, der fällt immer runter". Nora, sechs Jahre, malt schon ausgefeilt, das Bild lebt, ein Kolibri saugt an einer Blüte.

Ausgestellt haben auch einige Lehrer ihre Werke. Da gibt's natürlich Quantensprünge. Gabi Michel lehrte die Kinder Monotypie: Eine Glasscheibe wird dünn mit Farbe berollt, dann wird ein Papier aufgelegt und auf der freien Rückseite bemalt. "Die Konturen färben sich ein, überhaupt, je stärker der Druck aufs Papier, je intensiver wird die Fläche eingefärbt", erklärt sie. Eine Technik, die den Kindern gefällt.

Es gibt viel auszuprobieren, die Kinder hängen natürlich am Formalen, doch Schritte zum Abstrahieren sind durchaus angelegt. Lange Rede kurzer Sinn: Hingehen, zusehen, mitmachen!