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Kleinbundenbach bleibt bei klarem Nein

Kleinbundenbach bleibt bei klarem Nein

Ortsgemeinderat lehnt abermals deutlich Windräder ab – Auf einer Linie mit Käshofen und Wiesbach

Die Haltung zu Windrädern ist in Käshofen deutlich: Der Ort will sie nicht. Punkt. Auch in Kleinbundenbach ist die Haltung klar. Auch hier herrscht Ablehnung. Ortsbürgermeister Karl Bißbort verweist auf die Gesetzeslage, die Koalitionsvereinbarungen der Landesregierung sowie die Vereinbarung, was den Abstand zwischen Wohngebieten und Windrädern anbelangt.

"Das Wohl unserer Bürger steht im Mittelpunkt und nicht das Errichten von Windrädern", sagt Bißbort unmissverständlich. Wie bereits vor Wochen in Käshofen, stand auch für Kleinbundenbacher Kommunalpolitiker mit Bißbort an der Spitze die "15. Teiländerung des Flächennutzungsplans der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land" zur Entscheidung an. Dabei ändert sich an der Haltung gegen das Errichten von Windrädern grundsätzlich nichts. Die Konzentrationsfläche im Süden soll einziges Planpotential bleiben, sagen die Kleinbundenbacher unisono mit der Nachbargemeinde Käshofen. Angedacht ist in der für die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land ausgearbeiteten Änderung, dass die Fläche bei Käshofen und Großbundenbach wie bei dem schon bestehenden Riedelberger Windpark erweitert wird. Für Kleinbundenbach würde das bedeuten, dass die Fläche südlich von Großbundenbach in Richtung Oberauerbach für Windkraftanlagen genutzt wird und damit zu einer Beeinträchtigung für den Ort sorgen kann. Im Nordwesten des Ortes wäre es die Fläche bei Käshofen, wo es die Standorte gäbe und diese mit ihren Immissionen für den Ort ein Störfaktor sein könnten. Ein Punkt, der auch Wiesbach dazu bewog, sich gegen die Teiländerung des Flächennutzungsplans zu entscheiden. "Der Schutz von Natur, Landschaft und der Identität unserer Dörfer hat für uns Vorrang vor dem ungebremsten Zubau mit Windkraftanlagen", beginnt deshalb auch die gemeindliche Stellungnahme, mit welcher die ablehnende Haltung begründet wird. Bestehende Strukturen würden mit dem Errichten weiterer Windkraftanlagen zerstört, die Auswirkungen seien weder ökonomisch noch ökologisch vertretbar, so die Gemeinde weiter in der Begründung. Gesundheitliche Schäden für die Bevölkerung durch Infraschall seien nicht auszuschließen. Ganz abzusehen von den Belangen des Naturschutzes. In der Diskussion ist darauf hingewiesen worden, dass der Rotmilan in dem Gebiet vorkomme und dessen Horstaktivitäten durch die Anlagen gefährdet seien.

Auf Käshofer Gemarkung sind zwei Standorte vorgegeben: Zwei Räder südlich des Ortes Käshofen, also nordwestlich von Kleinbundenbach, würden nur 1000 bis 1200 Meter von Kleinbundenbach entfernt sein. Nicht vertretbar, so der Rat in seiner Argumentation. An der Ablehnung gegenüber früheren Stellungnahmen ändert sich damit nichts.