Klangwelten aus 1000 Jahren

Das siebenköpfige Ensemble Artonal spielte am Sonntag vor über 70 Zuhörern im Althornbacher Bürgersaal groß auf.

Klangwelten aus 1000 Jahren - oder "ich höre, was Du nicht siehst". Unter diesem Motto stand das Konzert am Sonntagabend im neuen Saal des Bürgerzentrums, und um es gleich vorwegzunehmen: Den langanhaltenden Applaus der mehr als 70 Besucher hatten sich die Mitwirkenden des Ensembles Artonal aus Landstuhl verdient. Dass es sich dabei um zwei hochmusikalische Familien, die Pallmanns und Kupperroths/Thomas handelt, entlockte die Ortsbürgermeisterin Ute Klein den Ensemblemitgliedern beim Dankeschön für diesen außergewöhnlichen musikalischen Abend.

"Ich höre, was du nicht siehst" - des Rätsels Lösung ist die Klangvielfalt des siebenköpfigen Ensembles, welches die Zuhörer von der ersten Minute an in seinen Bann zog. Max Pallmann, nach eigenem Bekunden der Älteste im Künstlerkreis, hat dabei seinen festen Platz am elektronischen Klavier, dass er mit flinken Fingern bedient. Im legeren Kleidungslook entlockt Tochter Charlotte hingebungsvoll und doch wohl akzentuiert dem Cello die Töne. Virtuos spielt auch Max Pallmann am Vibraphon, sei es bei den Soliteilen oder um die verschiedenen Klangbilder passend abzurunden. Welchen Stellenwert die Musik in der Familie Pallmann einnimmt, vermittelt Max nicht allein mit seinem wirbelnden Umgang der Mallets (Schlagstöcke), wenn dieser die Resonanzkörper des Vibraphons bearbeitet sondern gleichermaßen beim Umgang mit indischen Trommeln. Mit viel Frauenpower entlockt Mutter Monika den verschiedensten Flöten die Töne und Sängerin Maren Syväri weiß mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, die entstehenden Klangbilder passend abzurunden.

Ebenfalls musikalisch bestens zusammen harmonierend: das Ehepaar Christoph Thomas und Christine Kupperroth. Christoph Thomas weiß mit den Parcussions Akzente zu setzen, Christine Kupperroth verzückt die Zuhörer mal mit Klarinette oder dem Saxophon und das nicht allein bei "Emily´s Caprice" des bekannten Jazzmusikers Lennie Niehaus. Was zum Konzertauftakt mit "O ecclesia oculi tui" von Hildegard von Bingen und den männlichen Pallmanns musikalisch neu arrangiert großartig begann, endet mit dem herausfordernden, jiddischen "Und als der Rebbe (Rabbi) singt".

Zwischendurch entführt Maren Syväri nach Irland, überrascht gekonnt mit Pfeifen im Stile einer Ilse Werner bei "Venus´Birds". Gespickt mit musikalischen Höhepunkten auch der zweite Teil, wie etwa "Armado´s Rumba". Mit Stings "Moon over Bourbon Street" endet das in jeder Hinsicht großartige Konzert.