Ortsgemeinderats-Sitzung : Kita-Erweiterung auf den Weg gebracht

Ortsbürgermeister Sefrin ist gespannt, was die Übelegungen zum Bauort ergeben werden.

Für zwei weitere Gruppen im Kindergarten lässt die Ortsgemeinde Bechhofen die passenden Räumlichkeiten planen. Dem Zweibrücker Planungsbüro, Architekten Horsten Grub, konnte der Planungsauftrag in der Sitzung am Montagabend erteilt werden. Vom gleichen Büro waren bereits Vorüberlegungen angestellt worden. Es ist davon auszugehen, dass die Ortsgemeinde für das Vorhaben 1,2 Millionen Euro investieren muss. Der Förderantrag muss bis zum 15.10. gestellt sein.

„Jetzt müssen wir uns sputen, jetzt heißt es, die Dinge auf den Punkt zu bringen“, stellte Ortsbürgermeister Paul Sefrin in einem nachträglichen Gespräch zur Ratssitzung fest. Dass nunmehr mit einem vertrauten Partner das Projekt auf den Weg gebracht werden kann, freut den Ortsbürgermeister Paul Sefrin besonders. „Vor noch nicht allzulanger Zeit war es ja die Regel, dass es für Planungen als „geistiges Eigentum“ keine Ausschreibung geben kann. Doch das hat sich ja alles geändert. Nach den Vorgesprächen und dem, was das Büro insgesamt bereits einbrachte, um das Vorhaben zu realisieren darf ich ruhig sagen, dass mich die weitere Zusammenarbeit zufriedenstellt.“

Insbesondere bei der Frage über den eigentlichen „Bauort“ wird es nach Einschätzung des Ortsbürgermeister wohl zu einem spannenden Prozess kommen. „Wir haben beim Dorfgemeinschaftshaus wohl noch Gelände, doch zu den Eckpunkten für das Projekt Erweiterung Kindergarten zählt ja auch, dass beispielsweise das Terrain Rollschnelllaufbahn nicht angetastet wird. Darin sind wir uns im Rat gottlob auch einig.“ Wenngleich von der Erweiterung des schon jetzt sechsgruppigen Kindergartens gesprochen wird, sei es unterm Strich ja ein Kindergartenneubau für den nicht nur zwei Gruppenräume geschaffen werden. Neben der fertigen Planung zum Einreichen der Baugenehmigung geht es Ortsbürgermeister Paul Sefrin insbesondere um die passenden Planunterlagen für den Förderantrag an das Land. „Ohne finanzielle Hilfe durch das Land und den Landkreis könnten wir die Zukunftsinvestition nur schwer stemmen“, sagt Paul Sefrin.

Zum Sitzungsauftakt vergaben die Ratsmitglieder Metallbau Metzger aus Homburg den Auftrag für eine neue Toranlage beim Bauhof. Das zweiflügelige Eingangstor wird 4682 Euro teuer. Es wird in seiner Beschaffenheit zu zwei Dritteln Tor sein, zu einem Drittel Zugangstür. „Sonst müsste ja stets das gesamte Tor geöffnet werden, das wäre zu aufwändig.“

Der Rost über dem Sandfang bei der Feuerwehr muss gleichfalls erneuert werden. Den Fertigungsauftrag dafür erhielt das ortsansässige Unternehmen Metallbau Blinn, das in jenem Gemarkungsbereich von Rosenkopf seinen Betrieb eingerichtet hat, welcher optisch wohl zu Rosenkopf zählt, gemarkungsmäßig aber Bechhofer Hoheitsgebiet ist. Die Kosten für den Rost belaufen sich auf 2925 Euro. Die Straßenbeleuchtung im Straßenzug „Schmittenflur“ soll mit einer weiteren LED-Leuchte erweitert werden. Die Kosten schätzt die Pfalzwerke AG Ludwigshafen auf 4500 Euro. Dem Unternehmen wurde für die Erweiterung Auftrag erteilt.

Für das Neubaugebiet „Lehmenkaut“ gibt es einen rechtsverbindlichen Bebauungsplan. Dieser sieht für den Kniestock bei einem Wohngebäude eine bestimmte Höhe vor. Die bisherigen Häuslebauer haben sich an diese Vorgabe im Bebauungsplan gehalten. Nunmehr will ein Bauher jedoch davon abweichen. Ein solches Ansinnen lehnte die Ortsgemeinde bei ihrer ersten Stellungnahme jedoch ab und verwies darauf, dass sich bisher alle übrigen Bauherren an diese Norm gehalten hätten. Wie Ortsbürgermeister Paul Sefrin nunmehr dem  Rat mitteilte, gedenkt die Bauverwaltung beim Landkreis Südwestpfalz allerdings, eine Befreiung auszusprechen. Ein entsprechender Bescheid zum Genehmigungsvorhaben liegt bisher allerdings noch nicht vor.